Nach dem Kantersieg gegen Köln

BVB-Boss Watzke nach Protestforderung der Kölner sauer

Hans-Joachim Watzke hat kein Verstädnis für den Kölner Protest.
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Hans-Joachim Watzke hat kein Verstädnis für den Kölner Protest.

Neuansetzung - dieses Wort schwebte nach dem rauschenden 5:0 des BVB gegen Köln durch das Dortmunder Stadion. Darauf reagierte Dortmunds Geschäftsführer Watzke giftig.

Dortmund - Nach der rauschenden 5:0 (2:0)-Gala von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln bebte das Dortmunder Stadion und feierte die grandiose Leistung des Spitzenreiters. Doch nur wenige Augenblicke nach dem Abpfiff drehte die Stimmung beim BVB, denn die Gäste schwangen sich zum Partyschreck auf. Der Grund: Kölns Sportboss Jörg Schmadtke kündigte an, Protest gegen die Partie einzulegen. Er will eine Neuansetzung. 

Gut gemacht, Auba! Bilder vom BVB-Sieg gegen Köln

Borussia Dortmund nimmt dem 1. FC Köln auseinander.
Borussia Dortmund nimmt dem 1. FC Köln auseinander.
Borussia Dortmund nimmt dem 1. FC Köln auseinander.
Borussia Dortmund nimmt dem 1. FC Köln auseinander.
Gut gemacht, Auba! Bilder vom BVB-Sieg gegen Köln

„Wir werden das Spielprotokoll nicht freigeben und umgehend Protest einlegen“, sagte Schmadtke am Sonntagabend nach dem Abpfiff. Er wollte beim Treffer von Dortmunds Sokratis zum 2:0, der erst nach dem Einschreiten des Videoassistenten Felix Brych gegeben wurde, eine Regelwidrigkeit erkannt haben. 

Kölner sehen das Regelwerk verletzt

Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte vor dem Tor auf Foul gegen den BVB entschieden, dies aber auf Hinweis von Brych revidiert. Da Ittrichs Pfiff jedoch wohl erfolgte, als der Ball noch nicht die Torlinie überschritten hatte, sehen die Kölner das Regelwerk verletzt. In diesem Fall hätte nach Meinung der Kölner der Video-Assistent gar nicht eingreifen dürfen. 

„Das Protokoll wurde nicht befolgt“, grollte Schmadtke. „Diese Entscheidung ist gegen das Regelwerk. Der Pfiff ist vor der Torerzielung erfolgt. Und wenn gegen das Regelwerk entschieden wird, dann ist das eine Neuansetzung“, sagte Schmadtke. 

Watzke: Köln schlechter Verlierer

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke konterte die Protest-Ankündigung bissig. „Jetzt so etwas anzukündigen, wenn man komplett chancenlos gewesen ist, ist für mich eine starke Attitüde des schlechten Verlierens“, meinte Watzke und redete sich weiter in Rage: „Wenn man nur zweimal aufs Tor schießt und der Gegner erzielt fünf Treffer, hat man einfach zu Recht verloren. Dann muss man sich das auch klipp und klar eingestehen. Chapeau, dass man nach einem 0:5 noch so auftritt.“ 

Etwas verständnisvoller reagierte Borussen-Trainer Peter Bosz: „Ich kann verstehen, dass es ärgerlich ist, vor der Pause ein Tor reinzubekommen.“ Fußball wurde auch noch gespielt. Und zwar von Dortmunder Seite sehr gut. Die Begegnung lief erst wenige Augenblicke, da hatte Andrey Yarmolenko seinen großen Auftritt. Auf der rechten Außenbahn ließ der Ukrainer den Kölner Defensivspieler Jannes-Kilian Horn stehen und flankte punktgenau und butterweich auf den Kopf von Maximilian Philipp (2.), der den Ball aus kurzer Distanz einnickte. 

Videoschiedsrichter die Zweite

Sokratis (45.+1) erzielte nach einer Ecke von Yarmolenko den Treffer, der die kontroverse Diskussion auslöste. So ging es mit der verdienten 2:0-Führung in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt sorgte erneut der Videoreferee für Aufsehen. Und wieder profitierten die Borussen, denn diesmal entschied Brych, dass der Kölner Abwehrspieler Lukas Klünter mit der Hand am Ball war. Die Entscheidung war korrekt; den anschließenden Strafstoß verwandelte Aubameyang (59.) zum 3:0 sicher. 

Der Gabuner (60.) schraubte das Ergebnis nach einer Piszczek-Flanke weiter in die Höhe. Den Schlusspunkt setzte erneut Philipp (69.), der den Ball über den herausstürmenden Horn lupfte und seinen Doppelpack bejubelte. Fünf Minuten vor dem Abpfiff durfte der Schwede Alexander Isak auch noch erstmals Bundesligaluft schnuppern. 

Köln in der Krise

Die wird für den 1. FC Köln nun immer rauer. Die überforderten Rheinländer setzten in Dortmund den schlechtesten Start ihrer Bundesliga-Historie fort. Zwei Spiele fehlen lediglich noch zum Negativrekord von Fortuna Düsseldorf, das 1991 mit sechs Niederlagen in die Saison startete.

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