Zum Trainingsauftakt in Spanien

BVB-Boss Watzke fordert von Stöger: Über Marbella in die Königsklasse

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Hans-Joachim Watzke (rechts) hat klare Anforderungen an BVB-Trainer Peter Stöger.

Klartext von Hans-Joachim Watzke: Der BVB-Geschäftsführer fordert vom neuen Trainer Peter Stöger unmissverständlich den Einzug in die Champions League.

Mit Blick auf die Feierlichkeiten rund um den Jahreswechsel hält es Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, mit Julian Nagelsmann. Genauso wie der aktuell beim Ligakonkurrenten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag stehende und beim BVB als künftiger Coach gehandelte Trainer kann Watzke nicht all zu viel mit Silvester anfangen. 

Der Sauerländer machte es sich auf der heimischen Couch mit einer Zigarre und Rotwein gemütlich. „Ich bin kein ganz großer Silvester-Fan. Ich habe zu Hause gesessen, mir das Feuerwerk angeguckt und bin dann ins Bett gegangen“, so Watzke. 

Watzke und Nagelsmann sind einer Meinung

Deutlich drastischer hatte Nagelsmann gegen das pyrotechnische Massenereignis gewettert: „Ich finde Silvester ein total schwachsinniges Fest, ehrlich gesagt. Wir quatschen immer von Umweltschutz und verschießen ich weiß nicht wie viele Milliarden Tonnen von diesem Rotz an Silvester. Völliger Bullshit!“ 

Beim Thema Silvester sind Watzke und Nagelsmann weitgehend einer Meinung, auf eine Zusammenarbeit ab Sommer sollen sie sich hingegen noch nicht geeinigt haben. 

Stöger und die lahmende Offensive

Bis dahin nimmt Peter Stöger auf der Trainerbank bei der Borussia Platz. Nach dreieinhalb Jahren beim 1. FC Köln machte sich der Österreicher gestern erstmalig zusammen mit dem Rest des Dortmunder Trosses auf den Weg in ein Trainingslager. Das Ziel: Marbella an der Costa del Sol im Süden Spaniens. In der 140 000 Einwohner großen andalusischen Stadt sollen die Grundlagen für die bereits am zweiten Januar-Wochenende startende Rückrunde gelegt werden. 

In den ersten Wochen seiner Amtszeit hatte er vor allem für defensive Stabilität gesorgt und fuhr damit zwei Siege in zwei Ligapartien ein. Doch bei der 1:2-Niederlage beim FC Bayern München im Pokal-Achtelfinale wurde klar, wo der Schuh drückt: Die Offensive lahmt im Augenblick gewaltig. Das sieht auch Stöger so: „Es wird viel um eine Spielidee gehen – mit einer Grundabsicherung, wie es die Mannschaft braucht“, so seine Zielsetzung für die insgesamt sechs Tage in Spanien. 

Götze und Reus als Hoffnungsträger

„Man kann davon ausgehen, dass wir in der Rückrunde eine Mannschaft sehen werden, an der die BVB-Fans richtig viel Spaß haben werden. Das wird offensivorientierter Fußball sein, weil die Jungs richtig gut kicken können“, meint Stöger weiter. 

Für guten Angriffsfußball sollen auch die mitgereisten Mario Götze und Marco Reus sorgen. Während der Weltmeister bereits zum Rückrundenbeginn eine Option sein könnte, muss sich sein kongenialer Partner Reus wohl noch bis Februar gedulden. Doch der Rückkehrer strahlte beim Abflug über das gesamte Gesicht, flachste mit den Kollegen und nahm sich auch ausgiebig Zeit für die nach Selfies gierenden Fans. 

Watzke will Vize-Meister werden

Dass neben Reus auch die zuvor langzeitverletzen Erik Durm, Sebastian Rode, Gonzalo Castro und Lukasz Piszczek mit ins Trainingslager flogen, schürt bei Watzke Hoffnungen: „Ich gehe mit ganz positiven Erwartungen ins Trainingslager, weil wir eine Reihe Spieler mehr dabei haben. Die müssen jetzt versuchen, den Anschluss zu kriegen und ihre Form zu finden. Ich habe ein gutes Gefühl, dass das gelingt.“ 

Für den 58-Jährigen steht aber weniger das Offensivspektakel, sondern das nackte Ergebnis im Vordergrund: „Wir müssen jetzt zusehen, dass wir das, was wir schon vor der Saison gesagt haben – der direkte Einzug in die Champions League – erreichen. Idealerweise schaffen wir das als Vize-Meister. Das ist das Ziel.“

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