BVB investiert mit Weitblick in die Zukunft

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Jürgen Klopp

DORTMUND - Bundesligist Borussia Dortmund investiert mit Weitblick in die Zukunft. Am Donnerstag gaben die Schwarz-Gelben die Verpflichtung von Mitsuru Maruoka bekannt.

Von Peter Schwennecker

Der japanische Mittelfeldspieler, der am 6. Januar seinen 18. Geburtstag feiert, kommt bis zum 30. Juni 2015 auf Leihbasis vom japanischen Klub Cerezo Osaka, von dem auch Shinji Kagawa stammt, zum BVB.

Die Schwarz-Gelben ließen sich eine Kaufoption festschreiben. Maruoka soll zunächst für die U23-Mannschaft in der 3. Liga auflaufen. „Er ist ein Sechser oder ein Achter, ein ganz talentierter Bursche“, bestätigte Coach Jürgen Klopp den Transfer. „Er hat zunächst bei den Amateuren, dann bei uns trainiert und dabei einen guten Eindruck hinterlassen. Er braucht noch Zeit. Wir sind ihm gerne bei seiner weiteren Entwicklung behilflich. In der Geschichte gibt es keinen Zeitdruck.“

Zeitdruck gibt es allerdings in einem anderen Bereich. Denn für die Verantwortlichen der Borussia geht es darum, sich nach Kandidaten für die Offensive umzuschauen. Es gilt, vor allem einen Nachfolger für den scheidenden Torjäger Robert Lewandowski zu finden, der Anfang Januar vermutlich endgültig seinen Wechsel zum FC Bayern München verkünden wird. Inzwischen werden mit den Dortmundern auch der Hoffenheimer Kevin Volland (aktuell sieben Bundesliga-Tore) und der Kolumbianer Adrian Ramos (10 Tore) von Hertha BSC, am Samstag um 15.30 Uhr Heimspielgegner des BVB, in Verbindung gebracht.

„Die beiden sind schon gute Spieler“, ließ sich Klopp bei der Pressekonferenz am Donnerstag entlocken. „Es ist ja normal, dass man sich mit guten Bundesligaspielern beschäftigt. Aber ansonsten gibt es dazu nichts zu sagen. Wir sind nicht blind und auch nicht blind geworden in letzter Zeit.“ Eine Aussage, die weiter genügend Raum für Spekulationen lässt.

Immerhin zeigte sich Klopp optimistisch, dass er bald mit Verstärkungen aus den eigenen Reihen rechnen kann. Spätestens für die Rückrunde. Denn wie er berichtete, macht derzeit vor allem Ilkay Gündogan große Fortschritte, was das Trainingspensum angeht. „Ilkay hat zuletzt relativ hohe Umfänge mit der Mannschaft trainiert. Er ist zwar noch nicht bei 100 Prozent, doch es sieht inzwischen deutlich besser aus.“

Ganze zwei Spiele für den BVB hat Gündogan zu Beginn der Saison bestritten, fiel dann mit gravierenden Rückenproblemen über Monate aus. Klopp setzt jetzt darauf, dass der Nationalspieler spätestens zum Auftakt des Trainingslagers am 9. Januar im spanischen La Manga wieder voll belastbar sein wird und die komplette Vorbereitung bestreiten kann. Deshalb wird er am Samstag auf keinen Fall zum Kader gehören.

Gegen die Hertha können die Dortmunder aber auf Marcel Schmelzer zurückgreifen, der seinen Muskelfaserriss auskuriert hat. Auch Sokratis, der zuletzt in Hoffenheim eine Sperre abgesessen hat, steht wieder zur Verfügung. Verzichten muss Klopp weiter auf die Rekonvaleszenten Neven Subotic und Mats Hummels. Fragezeichen stehen zudem hinter dem Mitwirken von Sebastian Kehl und Jakub Blaszczykowski, die am Dienstag wegen muskulärer Probleme die Übungseinheit abbrachen, zuletzt geschont wurden und erst am Freitag wieder das Training aufnehmen sollen. Sven Bender (Bänderdehnung) hat bisher überhaupt nicht trainiert. „Für ihn dürfte es bis zum Wochenende eng werden“, erklärte Klopp.

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