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Geisterspiele in der Bundesliga: BVB befürchtet Wettbewerbsnachteil

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Wenn die Bundesliga nach der Corona-Pause zurückkehrt, dann mit Geisterspielen. Borussia Dortmund befürchtet dadurch einen Wettbewerbsnachteil.

Dortmund - Sollte die Bundesliga die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Saison tatsächlich im Mai fortsetzen, wird dies auf jeden Fall ohne Zuschauer im Stadion stattfinden. Wenn es weiter geht, dann nur mit Geisterspielen.

Borussia Dortmund befürchtet in diesem Fall Wettbewerbsnachteile. "Wenn du die über 80 000 Fans, alleine die fast 25 000 auf der Südtribüne, auf einmal nicht mehr in deinem Rücken hast, ist das sicherlich kein Vorteil", sagte der Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB, Sebastian Kehl, im Gespräch mit der Sport Bild.

Der aktuelle Tabellen-Zweite der Bundesliga ist in dieser Saison bislang die heimstärkste Mannschaft. Dazu hat das Team von Trainer Lucien Favre vor eigenem Publikum im Westfalenstadion auch die meisten Tore aller Konkurrenten erzielt.

Geisterspiele in der Bundesliga: Dem BVB fehlt die Gelbe Wand

Die sogenannte Gelbe Wand auf der größten Stehplatztribüne Europas gilt als besonders laut. Das sieht auch Nationalspieler Emre Can so: "Es ist jetzt kein Vorteil für uns, dass wir ohne Zuschauer spielen müssen - da muss man ehrlich sein", sagte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund.

Daher versucht BVB-Coach Favre sein Team auch mental auf die zu erwartenden Besonderheiten von Geisterspielen vorzubereiten, in denen der Support der Fans von Borussia Dortmund fehlt: "Im Stadion gibt es keinen Lärm - weder Unterstützung noch Pfiffe. Wir müssen mit der Situation gut umgehen wie Profis."

Kehl meinte derweil: "Klar ist, dass solche Spiele anfangs für alle Spieler sehr ungewohnt sein werden, speziell in den Heimspielen."

Während der Bundesliga-Spielbetrieb ruht, macht in Frankreich das Gerücht die Runde, wonach der BVB an Ex-Schalker Julian Draxler interessiert sein soll.

dpa/WA

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