Letzter Spieltag

Warum der BVB noch nicht abschalten kann

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Ein letztes Mal muss BVB-Kapitan Marco Reus sein Team noch einmal auf den Platz führen in dieser Saison.

Der letzte Spieltag steht an und der BVB hat noch einen Job zu erledigen – ein Sieg bei Borussia Mönchengladbach muss her. Das wird schwer für Borussia Dortmund.

Dortmund – Die Bundesliga ist nach 34 Spieltagen beendet. 33 sind gelaufen, einer steht noch an. Und schon lange ging es nicht mehr um so viel. Für den BVB gar noch um die Meisterschaft. Doch nicht nur Borussia Dortmund kann viel gewinnen, weiß auch Coach Lucien Favre.

Der letzte Spieltag ist noch nicht angepfiffen, da beginnen schon die Aufräumarbeiten. Über den Trainingsplatz des BVB rollte am Donnerstag ein Traktor und fräste bereits die ersten Grashalme weg. Im Hintergrund: Dort trainierte die Mannschaft von Borussia Dortmund und bereitete sich auf das Spiel am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) bei Borussia Mönchengladbach vor. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Stammkeeper Roman Bürki – der die Einheit allerdings nicht beenden konnte. Nach einem Griff an den Oberschenkel zog er sich in Richtung Kabine zurück.

Favre gibt bei Bürki Entwarnung

Für Samstag bedeutet das: Borussia Dortmund muss höchstwahrscheinlich ohne seine Nummer eins auskommen, wie schon beim 3:2-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf vergangene Woche. Marwin Hitz würde dann wieder zwischen die Pfosten rücken. Allerdings gab Coach Lucien Favre anschließend noch Entwarnung. „Für ihn wird es am Samstag wohl gehen“, meinte er mit Bezug auf Bürki und schloss gleichzeitig aber einen Einsatz von Abdou Diallo aus.

Fokus ganz auf Samstag gerichtet

Bürki und der abgefräste Platz stehen sinnbildlich für den Saisonverlauf. Zuletzt gönnte sich der BVB zu viele Zitterpartien, gab zu viele Führungen her. Die Mannschaft, sie wirkt, als wäre sie froh über das baldige Ende. Die Herbstmeisterschaft, das 34 Spieltage andauernde Hase-und-Jäger-Duell mit dem FC Bayern München, der Umbruch zu Saisonbeginn – das kostete alles Kraft. Ein letzter Akt ist noch nötig. Favre selbst möchte darüber noch nicht sprechen. „Über die Saison kann ich erst nach Samstag etwas sagen“, sagte er auf Nachfrage dieser Redaktion. Die Anspannung vor dem Duell mit Gladbach ist hoch.

Borussia Dortmund mit guter Bilanz gegen Gladbach

Dabei sind die Dortmunder seit sieben Spielen in Folge siegreich gegen die Borussia vom Niederrhein. Ein guter Wert. „Wir freuen uns auf dieses Spiel und sind schon ein bisschen stolz, dass wir jetzt noch bis zum Ende dabei sind“, sagte BVB-Sportdirektor Zorc. Aus eigener Kraft wird es aber bekanntlich nichts mehr. Eintracht Frankfurt muss gegen Bayern München gewinnen – bei einem Unentschieden im Süden müsste der BVB mit 18 Toren Differenz gegen Gladbach gewinnen, um Meister zu werden. Doch in Dortmund ist man jetzt schon zufrieden, man weiß um die gute Saison.

Reicht das? Das Wissen um eine gute Saison? Favre will weitergehen. Bei seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach will er den Sieg einfahren. „Die Meisterschaft ist spannend bis zum Schluss. Viele Mannschaften wollen sich für Europa qualifizieren und es gibt noch einen Titelkampf. Wir müssen uns auf dieses Spiel in Gladbach top konzentrieren und wir müssen dieses Spiel gewinnen“, sagt er.

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Vier Mannschaften sind in der Bringschuld

Doch Favre wäre nicht Favre, ohne einen orakelgleichen Spruch. „Sehr interessant für alle. Alles ist möglich“, setzte er nach. Das ist richtig. Frankfurt kämpft um Europa, wird daher gegen Bayern alles geben. Die Fohlen kämpfen um die Champions League und werden daher gegen Dortmund alles geben. Die Schwarzgelben wiederum sind dem Druck ausgesetzt, dass ein großer Teil Deutschlands auf eine Wachablösung an der Schale hofft. Und die Bayern? Die fühlen sich in ihrem Selbstverständnis gekränkt. Klares Bekenntnis zu Niko Kovac, Fehlanzeige. Das Double könnte da Abhilfe schaffen – und dafür muss zunächst eine Meisterschaft her.

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Favre hat es also richtig erkannt, es geht für viele Teams um viel. Dabei darf – und hat er vermutlich auch – nicht aus den Augen verloren, dass der Weg nur über Gladbach führt. Favre: „Sie können gut Konter spielen – so wie wir. Und sie müssen auch gewinnen – so wie wir. Sie haben eine sehr gute Saison gemacht und sind gefährlich“ – so wie Dortmund. Erst wenn der Job erledigt ist, kann auch der restliche Rasen abgefräst werden und der BVB kann sich auf in die Sommerpause machen.

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