Neuer Startrekord

Borussia kontert eiskalt: Nach 3:0 beim HSV wieder Spitzenreiter

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Borussia Dortmund ist im Augenblick in der Bundesliga nicht zu stoppen. Dank des souveränen 3:0-Auswärtssieges vor 52.962 Zuschauern im Volksparkstadion beim Hamburger SV eroberten die Schwarz-Gelben die Tabellenführung vom FC Bayern München zurück.

Hamburg - Für die Mannschaft von BVB-Trainer Peter Bosz war es bereits bei 13 geschossenen Treffern das fünfte Spiel ohne Gegentor. Beeindrucke Statistik: In der Geschichte des BVB war es der 750. Bundesligasieg. Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang und Christian Pulisic sorgten für einen Dreier in Norddeutschland.

Wie ankündigt, rotierte Bosz im Vergleich zum 5:0-Kantersieg gegen den 1. FC Köln. Maximilian Philipp und Mahmoud Dahoud wurden durch Pulisic und Kagawa ersetzt. Gleich zu Beginn dominierten die Gäste das Geschehen und waren die aktivere Mannschaft. Die Hamburger versuchten die Westfalen mit den eigenen Mitteln zu schlagen: Hohes Pressing und große Laufbereitschaft gegen den Ball. Diese Methode hatte jedoch kaum Erfolg, zumeist befreiten sich die Borussen dank ihrer technischen Fähigkeiten mühelos. 

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Kagawa knipst, Auba staubt ab! BVB siegt 3:0 beim Hamburger SV

In der achten Minute hätte die Anzeigetafel um ein Haar auf 0:1 umgestellt werden müssen. Doch Pulisic traf nach perfektem Zuspiel von Aubameyang den Ball nicht richtig, so dass HSV-Keeper Christian Mathenia nicht eingreifen muss. Nach einer guten Viertelstunde zeigte Andrey Yarmolenko wie bereits beim 5:0-Kantersieg gegen den 1. FC Köln, dass er maßgeschneiderte Flanken schlagen kann. Doch dass Aubameyang kein Kopfballungeheuer ist, bewies der Torschützenkönig auch in der Hansestadt und nickte das Leder neben das Gehäuse.

Abschlussstärke bewies die Bosz-Elf aber in der 24. Minute. Der gefoulte Yarmolenko führte den Freistoß von der Strafraumkante selbst aus. Zunächst wurde seine Flanke zwar noch abgewehrt, doch aus dem Gewühl im Hamburger Fünf-Meter-Raum drückte Kagawa den Ball über die Linie. Für die mitgereisten Borussen-Fans war anschließend klar, dass der kommende Meister nur aus Dortmund kommen kann.

Bis zur Halbzeit entwickelte sich in der Folge ein temporeiches Spiel. Doch sowohl die Hausherren wie auch die Gäste ließen einige gute Chancen ungenutzt. Die Größte vergab der wieder einmal bärenstark aufspielende Yarmolenko (38.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war der Schwung dahin. Viele hohe Bälle und ungenaue Zuspiele prägten das Nord-West-Duell. Die Dortmunder Defensive zeigte sich – im Gegensatz zu den anderen Bundesiga-Spielen – nicht so sattelfest und hatte einige Male Glück, dass die Hamburger Angreifer nicht zielstrebig agierten. "Wir haben am Anfang losgelegt wie die Feuerwehr. Das 2:0 war dann sehr wichtig!", freute sich Torwart Roman Bürki.

Ein Konter wie aus dem Lehrbuch verschaffte dem BVB dann die beruhigende 2:0-Führung. Pulisic schmiss den Turbo an, schickte dann Yarmolenko auf die Reise. Den Flachpass ins Zentrum verwertete der lauernde Aubameyang (63.) aus kurzer Distanz. Den Deckel auf die Partie machte der kaum zu bremsende Pulisic (79.) durch einen platzierten Schuss ins Eck. In den letzten Minuten kam Jacob Bruun Larsen noch zu seinem Bundesliga-Debüt. Der Sieg für Dortmund war zwar glanzlos, aber völlig verdient. Zwar lieferte der HSV den Borussen erbittert Widerstand, doch die spielerischen Mittel war zu limitiert. "Wenn man wieder zu Null spielt und drei Tore schießt, muss man stolz auf die Mannschaft sein - und das bin ich!", so BVB-Trainer Peter Bosz. 

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