Hummels fällt verletzt aus

BVB-Trainer Klopp rechnet in Bremen mit "Kampfspiel"

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DORTMUND - Die Kräfte in der Fußball-Bundesliga haben sich verschoben. Hinter dem Dominator aus München kämpfen aktuell mit Leverkusen, Dortmund, Schalke, Mönchengladbach und Wolfsburg mindestens fünf Vereine um drei weitere Champions-League-Plätze.

Von Peter Schwennecker

Eine Tatsache, die der BVB-Trainer inzwischen angenommen hat. „In unseren Spielen raucht und staubt es immer noch“, bestätigt Jürgen Klopp, dass seine Mannschaft derzeit die Leichtigkeit verloren hat. Deshalb ist die Konstellation für ihn angesichts der massiven Verletzungsprobleme der Schwarz-Gelben in der laufenden Saison auch keine Überraschung. „Wir haben nie das Gefühl gehabt, dass wir weit weg sind von den anderen Mannschaften“, betont der Fußball-Lehrer. „Ich habe kein Problem damit, wir müssen nur einfach punkten. Wir werden für den Rest der Saison an jedem Spieltag an unsere Grenzen gehen müssen. Das ist nicht schlimm, das ist unser Job.“

Deshalb rechnet er auch heute im schweren Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen (15.30 Uhr/live bei Sky) in erster Linie mit einem Kampfspiel. Denn für die Norddeutschen hat spätestens mit der Auswärtspleite in Augsburg der Abstiegskampf begonnen. „Sie sind nicht zufrieden damit, wie die ersten beiden Spiele in der Rückrunde gelaufen sind“, sagt Klopp und erwartet einen aggressiven Kontrahenten. „Sie wollen die Zuschauer zurückgewinnen, deshalb werden sie die Partie leidenschaftlich angehen“, meint der BVB-Coach. Das erwartet er allerdings auch von seiner Mannschaft. „Wir müssen unsere Ziele genauso in den Mittelpunkt rücken“, betont Klopp. „Ohne Zweikämpfe wird dieses Spiel nicht zu gewinnen sein.“ Obwohl der Dortmunder Trainer nach wie vor von den fußballerischen Qualitäten seiner Truppe überzeugt ist. „Wir haben Möglichkeiten, Werder Bremen Probleme zu bereiten, die nicht über den Kampf zu lösen sind“, erklärt Klopp und geht danach gleich ins Detail: „Wir müssen nach der Balleroberung entsprechend in die Räume kommen, wo es unangenehm wird für den Gegner. Rechtzeitig Fußball spielen, sauber passen. Das ist ganz normaler Fußball auf einem sehr intensiven Level.“

Neuzugang Milos Jojic wird wohl erstmals zum Kader des BVB gehören, obwohl für Klopp die Verständigung mit dem Serben etwas problematisch ist. Doch darum kümmert sich Assistent Zeljko Buvac. „Milos ist Zeljkos erster eigener Spieler“, flachst der Dortmunder Trainer. „Er hat in den letzten Tagen so viel gesprochen wie zuvor in der gesamten Zeit unserer Zusammenarbeit nicht.“

Wahrscheinlich ist, dass für den erneut an einer Fußverletzung laborierenden Mats Hummels – wie schon gegen Augsburg – Sven Bender in die Abwehrkette rutschen wird. Ansonsten dürfte es gegenüber dem knappen Sieg in Braunschweig kaum Änderungen in der Startformation geben.

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