Kapitän und Mannschaftsrat

Zoff mit Hummels? Akanji äußert sich

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Manuel Akanji (r.) ist aus dem BVB-Mannschaftsrat zurückgetreten. Weil Lucien Favre Mats Hummels befördert hat?

Mats Hummels ist der Anführer im Defensivkonstrukt von BVB-Trainer Lucien Favre - zum Missfallen von Manuel Akanji? Der Schweizer hat sich nun geäußert.

Update 5. September, 10.24 Uhr: In der Rangordnung ist vieles neu bei Borussia Dortmund. Seit seiner Rückkehr zum BVB ist Mats Hummels nicht nur der Abwehrchef: Der 30-Jährige rückte bekanntlich direkt in den Mannschaftsrat auf - und drängte seinen Nebenmann in der Abwehr, Manuel Akanji, damit offenbar zum Rücktritt. Zoff bei den Schwarz-Gelben um das Amt des Vize-Kapitäns?

Während einer Pressekonferenz der Schweizer Nationalmannschaft wurde Akanji mit diesem Thema konfrontiert. "Ich habe mich ehrlich gesagt vorher nie in einem Interview dazu geäußert und werde mich auch jetzt nicht dazu äußern", wird der 24-Jährige von watson.ch zitiert: "Ich habe keine persönlichen Probleme mit Mats Hummels und fühle mich immer noch sehr wohl bei Dortmund."

Mehr wollte Akanji zu diesem Thema nicht sagen. Sein Fokus gelte aktuell der Nati.

Zoff beim BVB? Favre befördert Hummels – Akanji tritt offenbar zurück

Dortmund – Mats Hummels soll für den BVB im Titelkampf mit dem FC Bayern München ein entscheidender Trumpf sein. Lucien Favre setzt auf die Erfahrung des Ex-Nationalspielers. Offenbar ist jetzt aber nicht nur schon der Kampf um die Meisterschaft ausgebrochen. Tobt auch einer um die Macht bei Borussia Dortmund? Manuel Akanji sei wohl schon aus dem Mannschaftsrat ausgetreten – angeblich gibt es Zoff wegen Hummels.

Das berichtet jedenfalls die Sport Bild, beruft sich dabei auf eigene Informationen. Demnach hätte Akanji auf seinen Platz im Mannschaftsrat des BVB verzichtet, nachdem Lucien Favre Mats Hummels zum dritten Kapitän ernannt hatte.

"Alte" Profis im BVB-Mannschaftsrat – Gremium bewusst verkleinert oder gab es Zoff?

Der BVB-Mannschaftsrat besteht seitdem nur noch aus gestandenen Profis. Marco Reus, Lukasz Piszczek, Hummels und Axel Witsel, der sich einen längeren Verbleib bei Borussia Dortmund vorstellen kann, gehören dem Gremium an. Offiziell hieß es bislang nur, der Mannschaftsrat sei bewusst verkleinert worden.

Hummels verdrängt angeblich Akanji – Favre darf Stimmung nicht kippen lassen

Sollte der Rückzug von Akanji aber tatsächlich darin begründet sein, dass der Schweizer nicht mehr mit dem Machtgefüge einverstanden ist, kommen auf Lucien Favre schwierige Wochen zu. 

Dann muss er die Situation mit seinem Landsmann moderieren – ehe sich die Stimmung negativ auf die Moral der Mannschaft auswirkt.

Hummels beim BVB: Mentor und Konkurrent von Akanji in Personalunion

Bisher ist das nicht der Fall, Akanji und Hummels bilden erfolgreich das Innenverteidiger-Duo beim BVB. Akanji (24) wird zudem wissen, was er an dem sechs Jahre älteren Hummels hat: einen Mentor. 

Favre wird auch aus diesem Grund auf die Dienste des erfahrenen Innenverteidigers immer wieder zurückgreifen. Hummels soll die jungen Verteidiger anlernen, ihnen richtiges Timing vermitteln – gerade bei gegnerischen Standards. Auch das Gegentor beim 3:1-Sieg gegen Köln fiel nämlich wieder nach einer Ecke.

Favre setzt auf Hummels – Akanji kann davon profitieren

Akanji weiß, dass er noch einiges lernen muss. Hummels ist da genau der richtige Partner an seiner Seite. Über den kleinen Umbruch im Machtgefüge wird er also wohl hinwegsehen können – oder sollte es zumindest tun. Denn letztendlich wird Akanji vom Zusammenspiel mit Hummels beim BVB profitieren.

Dabei spielt nicht nur die internationale Erfahrung von Hummels eine Rolle – am Donnerstag entscheidet sich, auf wen der BVB in der Gruppenphase der Champions League 2019/20 trifft – sondern auch seine Erfahrungen als Führungsspieler generell. 

Nicht nur Akanji lernt von Hummels – gemischte Teams im BVB-Training

So setzt Favre etwas auch im Training nie auf das gleiche Innenverteidiger-Duo, wie Akanji unlängst beim vereinseigenen BVB-TV erklärte. "Wir spielen eigentlich nie in der gleichen Konstellation zusammen", so Akanji.

Es sollen wohl auch die Nachwuchsverteidiger Leonardo Balerdi und Dan-Axel Zagadou vom Zusammenspiel mit Hummels profitieren. 

Das Machtgefüge mag sich aktuell also tatsächlich verschoben haben beim BVB. Lucien Favre und die anderen Verantwortlichen setzen aber trotzdem weiterhin auf die Entwicklung von jungen Spielern. 

Sollte es also tatsächlich Ärger in der Kabine des BVB – in die aktuell die Amazon-Serie "Inside Borussia Dortmund" exklusive Einblicke in das Leben von Mario Götze und Co. gewährt – gegeben haben, wird er bald verflogen sein. Spätestens im Gastspiel bei Union Berlin werden Hummels und Akanji nebeneinander in der Startelf stehen.

Währenddessen sorgt beim Revierrivalen FC Schalke 04 etwas anderes für Ärger: Ein vermeintliches Handspiel beim Spiel gegen Hummels' Ex-Klub FC Bayern München. Ein Schalke-Fan hat sogar den Schiedsrichter angezeigt nach der 0:3-Niederlage am Samstag. maho

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