Spätes 1:0 in Frankfurt

Aubameyang-Treffer bringt Schwarz-Gelb ins Halbfinale

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Lewandowski und Aubameyang jubeln.

FRANKFURT - Borussia Dortmund fährt im Mai nach Berlin - vielleicht sogar zwei Mal. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt stehen die Westfalen im Halbfinale des DFB-Pokals.  Damit sind sie nur noch einen Schritt vom Endspiel im Olympiastadion am 17. Mai entfernt, in dem sie eine Woche zuvor schon die Bundesligasaison bei Hertha BSC beenden.

Von Marcus Bark

Pierre-Emerick Aubameyang sorgte für einen verdienten Sieg in einem allerdings recht ausgeglichenen Spiel. Der Gabuner köpfte in der 83. Minute einen Eckstoß von Henrikh Mkhitaryan ein, den Sebastian Kehl zuvor verlängert hatte.

Beide Mannschaften munterten sich am vergangenen Samstag für eine Partie auf, die Dortmunds Trainer Jürgen Klopp als „Endspiel“ um das Halbfinale bezeichnete. Er mag solche Situationen, in denen es nur Schwarz oder Weiß gibt. Beim 5:1-Sieg in Bremen hatte er zum ersten Mal in der Rückrunde wieder einen überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft gesehen.

Allerdings trübten neue Verletzungen die Stimmung. Für Sven Bender (Zerrung) gesellte sich Kehl neben Nuri Sahin in das defensive Mittelfeld. Auf der linken Seite ersetzte Kevin Großkreutz den Nationalspieler Marco Reus (Muskelfaserriss).

Die Frankfurter begannen das Spiel munterer als die Gäste, die zunächst wieder um Stabilität bemüht waren. Es gelang ihnen auch, die Hessen vom Tor fernzuhalten, bevor der erste eigene gelungene Angriff glückte. Nach einem Sprint über die rechte Seite passte Aubameyang zurück auf Mkhitaryan, der den Ball aber schlecht traf und neben das Tor schoss (12.).

Von diesem Zeitpunkt an bestimmte der BVB das Spiel, beim entscheidenden Pass fehlte die Präzision. Nach einer halben Stunde stieg der Unterhaltungswert deutlich an. Bei der ersten Chance für die Eintracht verpasste Sebastian Rode, der in der kommenden Saison beim FC Bayern unter Vertrag stehen wird, eine scharfe Hereingabe von Sebastian Jung nur knapp (30.). Im Gegenzug kratzte Torwart Kevin Trapp einen Schuss von Großkreutz aus seiner linken Ecke.

Der sehr selbstkritische Mkhitaryan hatte nach seinen beiden Treffern in Bremen wie auch die Fans der Schwarz-Gelben gehofft, dass er regelmäßiger seine zweifelsfrei in hohem Maß vorhandenen Fähigkeiten zeigen kann. Er deutete sie auch mehrmals an, aber im Abschluss enttäuschte der Armenier häufiger. So etwa in der 38. Minute, als er aus guter Position mit dem linken Fußball weit daneben schoss.

Die Eintracht startete auch in die zweite Halbzeit mit mehr Schwung als der Gegner. Wieder war es Rode, der eine gute Chance ausließ, als er den Ball nicht sauber traf (57.). Schiedsrichter Knut Kircher musste die Partie oft unterbrechen. Häufig lag das an den erbittert und nicklig geführten Zweikämpfen zwischen Carlos Zambrano und Robert Lewandowski.

Der Dortmunder forderte in der 70. Minute vehement einen Elfmeter, aber er bekam ihm nicht. Der BVB zeigte in der Schlussviertelstunde, dass er eine Verlängerung vermeiden will. Letztlich kam Aubameyang und traf zum 1:0.

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