Borussia Dortmund

Warum die Pleite von Madrid für den BVB zu verkraften ist

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Nach dem 0:2 in Madrid gilt die volle Konzentration der Dortmunder Borussia dem Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern am Samstag.

Die Dortmunder Himmelsstürmer haben wieder Bodenkontakt. Dass die Erfolgsserie des neuen Trainers Lucien Favre im 16. Pflichtspiel mit dem 0:2 (0:1) in der Vorrunde der Champions League bei Atlético Madrid riss, löste bei den Verantwortlichen des BV Borussia keine tiefe Betroffenheit oder Trauer aus.

Madrid/Dortmund - „Ich bin sogar ein bisschen froh darüber, dass es nun vorbei ist mit der langen Serie“, meinte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem Rückflug. „Das schärft die Sinne für Samstag.“ Dann empfängt der BVB um 18.30 Uhr zum Bundesliga-Gipfel den FC Bayern München. 

Dass der Rekordmeister derzeit mehr im Umfeld für Aufsehen sorgt als auf dem Spielfeld, wollte Watzke nicht kommentieren. „Wir sind in den vergangenen Wochen gut damit gefahren, zu schweigen. Das werden wir auch weiterhin tun“, erklärte der Geschäftsführer. „Wir sind voll fokussiert auf das nächste Spiel. Jeder in Deutschland weiß doch, welche Bedeutung es hat.“

Niederlage für Sebastian Kehl "kein Beinbruch"

Laut Sebastian Kehl wird das Ergebnis von Madrid keine Auswirkungen auf das Aufeinandertreffen mit den Bayern haben. „Diese Niederlage ist kein Beinbruch“, beteuerte der Leiter der Lizenzspielerabteilung. „Wir haben immerhin den direkten Vergleich mit Atlético für uns entschieden, stehen in der Tabelle der Gruppe A immer noch auf Platz eins.“

Bis zum Wochenende sei laut Kehl zudem ausreichend Zeit, die richtigen Schlüsse und Lehren daraus zu ziehen. „Dann wird die Vorfreude kommen. Das Spiel gegen die Bayern ist immer noch ein Highlight. Wir lassen uns durch das 0:2 in Madrid nicht verunsichern.“ Nach Kehls Ansicht waren die Borussen im Estadio Wanda Metropolitano im Offensivspiel einfach nicht effektiv genug. In der Statistik lag der BVB nur in der Kategorie Ballbesitz (63 Prozent) deutlich vorn. 

Doch daraus machte der Bundesligist mit zu vielen Ballverlusten im Aufbau deutlich zu wenig. Nahezu unterirdisch war die Anzahl der Abschlüsse der Schwarz-Gelben. Ganze viermal flog der Ball in Richtung Atlético-Gehäuse, nicht einmal ging er direkt auf das Tor von Madrids Schlussmann Jan Oblak. Das bedeutet Vereinsminusrekord, seitdem es die Aufzeichnungen bei der Uefa (2003) gibt.

Borussia Dortmund verliert auswärts gegen Atlético Madrid

Dagegen musste Dortmunds Torhüter Roman Bürki, der sich als einziger Borusse eine gute Note verdiente, gleich sechs Paraden zeigen. Die beiden Tore durch Saúl Niguez (33.) und Antoine Griezmann (80.) konnte er nicht verhindern. „Es ist keine Schande, bei Atlético zu verlieren“, meinte der Schweizer. „Wir müssen jetzt damit umgehen.“ 

Torwart Roman Bürki: "Vielleicht ist es ganz gut..."

Bürki erhofft sich sogar eine positive Auswirkung der ersten Niederlage unter seinem Schweizer Landsmann Favre. „Vielleicht ist es ganz gut, dass wir mal wieder auf den Boden der Realität zurückgekommen sind. Schießlich haben wir jetzt am Wochenende ein ganz wichtiges Spiel.“ Laut Bürki soll es gleich am Samstag gegen die Bayern wieder zurück in die Erfolgsspur gehen: „Wir werden alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen, um in der Tabelle weiter oben zu bleiben.“

Ähnliche Worte fand Weltmeister Mario Götze, der nach überstandener Bronchitis erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. „Die Niederlage bedeutet für uns eine ungewohnte Situation. Es ist eine intensive Woche mit Atlético und Bayern. So gerne wir hier Punkte mitgenommen hätten: Wir können stolz auf die bisherigen Ergebnisse sein. Wir gewinnen und wir verlieren zusammen. Am Samstag ist es ein neues Spiel.“

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