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Ticker: Dortmund gewinnt souverän gegen zahnlose Wölfe

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Von: Cedric Sporkert, Peter Schwennecker

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Lukasz Piszczek jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0.
Lukasz Piszczek jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. © dpa

Dortmund - Borussia Dortmund hat sich von der gesperrten Südtribüne nicht beeinflussen lassen und mit 3:0 (1:0) gegen einen erschreckend passiven VfL Wolfsburg gewonnen. Der Ticker zum Nachlesen.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Dortmund: Bürki - Piszczek, Ginter, Bartra, Schmelzer - Weigl (81. Merino) - Castro, Dembélé (73. Kagawa), Schürrle - Reus (67. Pulisic), Aubameyang
Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha (75. Blaszczykowski), Gustavo, Bruma, Rodriguez - Horn, Seguin (34. Didavi), Arnold, Malli, Gerhardt - Gomez (60. N'tep)
Tore: 1:0 Bruma (ET/20.), 2:0 Piszczek (48.), 3:0 Dembélé (59.)

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Ganz große Emotionen: Blaszczykowski dreht eine Ehrenrunde durch den Signal Iduna Park. Alle Fans erheben sich von ihren Sitzen.

Beide Mannschaften zieht es jetzt kurioserweise in die Gäste-Ecke. Der VfL verabschiedet sich bei den 1700 mitgereisten Fans, die Dortmunder werden von den eigenen Anhängern gefeiert.

ABPFIFF! Die Borussia gewinnt souverän mit 3:0 gegen schwache Wolfsburger. Das Eigentor von Bruma bereitet dem BVB den Weg, Piszczek sichert den Dortmundern mit einer starken Leistung und drei Tor-Beteiligungen den Sieg und die drei Punkte. Zum Spielbericht.

90.+1 Minute: Die reguläre Spielzeit ist vorbei. Lange wird nicht mehr nachgespielt werden.

89. Minute: Bruma und Schürrle geraten in der Wolfsburger Hälfte aneinander. Perl zeigt beiden die Gelbe Karte.

88. Minute: Merino prüft Benaglio nochmal mit einem Kopfball vom Elfmeterpunkt.

87. Minute: Kagawa dribbelt sich auf der rechten Seite fest, es gibt aber nochmal Ecke für Dortmund.

84. Minute: Der Ball ruht derweil, Gustavo wird behandelt.

83. Minute: Nur Arnold sorgt beim VfL ansatzweise für Gefahr. Einen weiteren Distanzschuss fängt Bürki ab. Währenddessen schwappt eine "Laola" durch das Stadion.

82. Minute: Für den Spanier ist es der vierte Bundesliga-Einsatz für den BVB.

81. Minute: Letzter Wechsel bei den Schwarz-Gelben. Weigl geht vom Feld, Merino ist dafür neu dabei.

80. Minute: Der war knapp. Ein Freistoß von Castro landet am Außen-Netz. Einige Anhänger hatten den Tor-Schrei schon auf den Lippen.

76. Minute: Ihm will einfach kein Tor gelingen. Nach Zuspiel von Pulisic stupst Aubameyang den Ball über die Linie. Der Gabuner steht allerdings im Abseits, sodass dem Treffer die Anerkennung verwährt bleibt.

75. Minute: Es wird nochmal laut im Stadion. Denn für Vieirinha kommt "Kuba".

74. Minute: Hui! Da wäre beinahe der vierte Treffer gewesen. Bartras Schuss geht knapp am rechten Pfosten vorbei.

73. Minute: Dembélé wird mit Applaus verabschiedet. Für ihn ist Kagawa neu mit dabei.

70. Minute: Der BVB verwaltet das Ergebnis und spielt viel hinten herum. Deshalb verwundert es auch wenig, dass Ginter derzeit der Spieler mit der besten Pass-Quote ist.

67. Minute: Erster Wechsel bei den Borussen. Pulisic kommt für Reus. Während der US-Amerikaner auf die rechte Seite geht, wechselt Schürrle nach links.

65. Minute: Arnold mal mit einem Distanzschuss aus der zweiten Reihe. Allerdings keine Gefahr für Bürki, der weiter äußerst wenig zu tun hat.

64. Minute: 56.906 Zuschauer sehen die Partie im Signal Iduna Park.

63. Minute: Die "Süd" ist zwar stumm, dafür gibt aber der Rest des Stadions Vollgas und singt die Dortmunder nach vorne.

60. Minute: Wolfsburg wechselt aus. Für den unsichtbaren Gomez kommt N'tep.

59. Minute: TOOOOOOOR für den BVB! Piszczek mit seiner dritten Torbeteiligung. Die Flanke des Rechtsverteidigers landet bei Dembélé, der per Kopfball-Aufsetzer das 3:0 markiert.

57. Minute: Die Dortmunder nehmen sich eine Verschnaufpause und lassen die Wölfe kommen.

55. Minute: Das ist doch nicht zu glauben. Nach einem Pass vom Gegner stehen Reus, Schürrle und Aubameyang frei vor Benaglio. Der Gabuner macht es aber kompliziert, legt den Ball mit der Hacke zurück und Schürrle rennt vorbei.

54. Minute: Weigl sieht die erste Gelbe Karte der Partie. Nach seinem ersten Foul. Der Sechser kommt gegen Didavi zu spät.

53. Minute: In höchster Not ist Benaglio vor Reus zur Stelle. Ginter hatte in den Strafraum gelupft.

52. Minute: Fast das 3:0. Dembélé flankt auf die andere Seite des Strafraums, wo Aubameyang knapp verpasst.

51. Minute: Damit erzielt der Pole bereits seinen fünften Saisontreffer.

48. Minute: TOOOOOOOR für den BVB! Ginter verlängert einen halbhohen Pass von Dembélé zu Piszczek. Der steht genau richtig und nickt aus vier Metern ins kurze Eck ein.

47. Minute: Sofort wieder Gewühl im Wolfsburger Strafraum. Bruma ist vor Aubameyang am Ball.

46. Minute: Der Ball rollt wieder, die zweite Halbzeit läuft.

+++ Jetzt sind auch die Dortmunder wieder auf dem Feld. Auch bei den Borussen gibt es zur Halbzeit keine Wechsel.

+++ Die Wolfsburger kommen unverändert aus der Kabine und auf den Rasen.

HALBZEIT! Die Führung der Dortmunder ist verdient. In allen Statistiken liegen die Schwarz-Gelben deutlich vorne und hatten die deutlich besseren Chancen. Doch wie gegen Leipzig, Berlin, Darmstadt und Benfica fehlt dem BVB die Kaltschnäuzigkeit. So bleibt es hier weiter spannend.

45.+1 Minute: Um ein Haar der Ausgleich! Malli mit der ersten gefährlichen Aktion der Wölfe. Der Winter-Neuzugang hat viel Platz, setzt den Ball aber knapp neben das Tor.

45. Minute: Zwei Minuten gibt es obendrauf.

44. Minute: 8:1 führen die Schwarz-Gelben nach Torschüssen. Der einzige Treffer durch den Pechvogel Bruma ist noch zu wenig, gegen Hoffenheim drehte der VfL auch erst in der zweiten Hälfte auf.

42. Minute: Der fällige Freistoß, getreten von Schürrle, rauscht am ersten Pfosten vorbei.

41. Minute: Jetzt hat es Reus erwischt, der nach hartem Einsteigen von Arnold über den Rasen humpelt.

40. Minute: Beim BVB arbeiten auch Reus und Schürrle konsequent mit nach hinten. Nur Aubameyang wartet vorne auf die Bälle.

38. Minute: Die Niedersachsen finden offensiv kaum statt. Gomez hat in der Sturmzentrale noch keinen Zugriff gefunden und wird von Ginter bewacht.

35. Minute: Schöner Konter über Dembélé. Reus kommt auch an den Ball, trifft ihn aber nicht richtig.

34. Minute: Für Seguin ist früh Feierabend. Didavi ersetzt ihn.

33. Minute: Die nächste Behandlungspause. Wieder ist es Seguin, der betreut werden muss und von den VfL-Ärzten vom Feld geführt wird.

32. Minute: Das Dortmunder Übergewicht belegt auch der Ballbesitz von aktuell 72 Prozent.

30. Minute: Nach einem Zweikampf mit Schmelzer liegt Seguin derzeit am Boden, für den Sechser geht es aber wohl weiter.

29. Minute: Weigl mit einem starken Ballgewinn im Mittelfeld gegen Vieirinha. Die Dortmunder spielen ihre Gegenzüge jedoch bisher zu schlampig aus.

27. Minute: Mit vereinten Kräften: Rodriguez und Gustavo nehmen Reus den Ball ab. Castro hatte in den Strafraum durchgesteckt.

26. Minute: Schmelzer passt zu Dembélé, der unbedrängt aus zehn Metern genau auf den Mann zwischen den Wolfsburger Pfosten schießt.

23. Minute: Bezeichnend für den BVB, dass ein Eigentor die Führung bringt. Die eigene Chancenverwertung ist wie in den zurückliegenden Partien stark ausbaufähig.

20. Minute: TOOOOOOOR für den BVB! Piszczek schießt Bruma an und der Ball trudelt ins Tor.

19. Minute: Bürki greift nach einer Flanke von Horn zum ersten Mal ins Spiel ein. Bisher verlebt der BVB-Schlussmann einen ruhigen Arbeitstag.

18. Minute: Der nächste Castro-Freistoß landet bei den Wolfsburgern. Zumindest in der Luft ist der VfL dem BVB überlegen.

16. Minute: Und wieder ist es Aubameyang, gegen den Benaglio sein ganzes Können abrufen muss. Zuvor hatten sich Reus und Dembélé durch den Sechzehner kombiniert.

14. Minute: Da war mehr drin! Castro steckt durch auf Reus, dessen Pass zu Schürrle gerät aber zu kurz um für Gefahr zu sorgen.

12. Minute: Freistoß aus guter Position nach Foul an Dembélé für den BVB. Castros Flanke wird abgeblockt.

10. Minute: Die nächste Chance. Reus zieht vom Sechzehner einfach mal ab und prüft Benaglio.

7. Minute: Die erste dicke Möglichkeit für die Schwarz-Gelben. Erst ist Schürrle nach Pass von Reus durch, braucht allerdings zu lange. Im zweiten Versuch landet der Ball bei Aubameyang. Dessen Schuss aus fünf Metern ist kein Problem für Benaglio.

6. Minute: Verhaltener Beginn beider Teams. Wolfsburg in der Rückwärtsbewegung mit zwei Viererketten bisher ohne Lücken für die schnellen BVB-Stürmer.

4. Minute: Vieirinha zum ersten Mal im Dortmunder Strafraum. Seine Flanke hat zu wenig Power um die Mitspieler zu erreichen und landet über dem Tor.

3. Minute: Zwei Ecken für Dortmund. Zweimal keine Gefahr für das Tor von Benaglio.

1. Minute: Die Fans auf der Nordtribüne machen gleich mal ordentlich Alarm.

ANPFIFF! Perl gibt die Partie frei, der Ball rollt.

+++ Die Teams kommen auf den Rasen. Gleich ist es soweit.

+++ Die BVB-Anhänger im Gäste-Block entrollen ein Plakat mit der Aufschrift "Nein zu Gewalt, nein zu Kollektivstrafen".

+++ Tuchel geht davon aus, dass die gesperrte Südtribüne Einfluss auf seine Spieler nehmen wird: "Das hat natürlich eine Auswirkung. Wir werden die Süd vermissen. Es ist sehr schade, dass wir die Ersten sind, die diese Erfahrung machen müssen beim BVB."

+++ Schiedsrichter der Begegnung ist Günter Perl (München). Genau vor einem Jahr leitete der 47-Jährige zum letzten Mal eine Partie des BVB. Damals gewannen die Schwarz-Gelben im Signal Iduna Park mit 1:0 gegen Hannover. Insgesamt pfiff Perl den BVB 24-mal.

+++ Dortmund hat bereits jetzt öfter remis gespielt (siebenmal) als in der kompletten zurückliegenden Saison (sechs Unentschieden). Allerdings verloren nur München und Hoffenheim seltener. Nur die Bayern erzielten mehr Tore (45) als die Borussia (40). Dennoch sind das deutlich weniger Treffer als zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison (52). Die Wolfsburger erzielten weit unterdurchschnittliche 19 Tore (zehn weniger als im Vorjahr) und gingen bisher vier Mal als Verlierer vom Platz, obwohl sie zwischenzeitlich in Führung gelegen hatte (Ligahöchstwert).

+++ BVB-Kapitän Schmelzer bedauert, dass Blaszczykowski gerade im Spiel ohne Südtribüne verabschiedet wird: "Er hätte eine andere Bühne verdient."

+++ Mit Jakub "Kuba" Blaszczykowski trägt ein Dortmunder Fan-Liebling mittlerweile das Trikot der Wolfsburger. Für Dortmund absolvierte Kuba 266 Partien und erzielte 32 Tore. Zudem kam er auf 52 Torvorlagen. Für den VfL lief der 31-jährige Pole bislang 17-mal auf. Der Empfang für den einstigen BVB-Profi dürfte wegen der Südtribünen-Sperrung weniger euphorisch ausfallen.

+++ In 39 Partien gegeneinander gewannen 21-mal die Schwarz-Gelben. Neunmal gingen die Wölfe als Sieger vom Platz, neunmal trennten sich die beiden Teams remis.

+++ Die letzten beiden Aufeinandertreffen entschied der BVB jeweils mit 5:1 für sich.

+++ Der letzte Wolfsburger Bundesliga-Sieg gegen den BVB gelang am 16. Mail 2015 in der VW-Arena. Damals trafen die beiden aktuellen Schalker Naldo und Daniel Caligiuri für den VfL, Pierre-Emerick Aubameyang glich zwischenzeitlich aus. Im DFB-Pokalfinale des gleichen Jahres gewannen die Wölfe mit 3:1.

+++ In seiner Bundesliga-Geschichte kassierte der VfL Wolfsburg einzig gegen Bayern München mehr Niederlagen (30) und Gegentore (90) als gegen Borussia Dortmund (21 bzw. 81) und verspielte gegen keinen anderen Klub häufiger eine eigene 1:0-Führung (am Ende drei Remis, vier Niederlagen).

+++ Der BVB ist saisonübergreifend seit 30 Partien zuhause ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage gab es am 4. April 2015 mit 0:1 gegen Bayern München. Nur in einem der letzten 14 Heimspiele blieben die Schwarz-Gelben ohne Torerfolg. Wolfsburg gewann zwar nur eins der letzten vier Auswärtsspiele (am 20. Dezember 2016 mit 2:1 in Gladbach), sammelte in der Fremde allerdings bereits elf Punkte. Das sind fast doppelt so viele wie zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison (6).

+++ Wegen muskulärer Probleme ist Götze auch für die nächsten 14 Tage nicht im Kader. Rode wurde an der Leiste operiert und fehlt dem BVB damit bis Ende März.

+++ Casteels, N'tep, Didavi, Blaszczykowski, Träsch, Maoral und Knoche können bei den Niedersachen eingewechselt werden.

+++ Der VfL läuft mit folgenden Akteuren auf: Benaglio - Vieirinha, Seguin, Bruma, Rodriguez - Horn, Luis Gustavo, Arnold, Malli, Gerhardt - Gomez

+++ Weidenfeller, Pulisic, Guerreiro, Kagawa, Merino, Passlack und Durm sitzen auf der Dortmunder Bank.

+++ Das ist die Startelf des BVB: Bürki - Piszczek, Ginter, Bartra, Schmelzer - Weigl, Castro - Dembélé, Reus, Schürrle - Aubameyang

+++ Die Aufstellungen sind da. Tuchel ändert seine Formation im Vergleich zur Niederlage bei Benfica auf drei Positionen. Schürrle, Ginter und Castro ersetzen Guerreiro, Sokratis und Durm.

+++ Auf Dortmunder Seite sind Sokratis und Ousmane Dembélé mit jeweils vier Gelben Karten vorbelastet und müssen bei der nächsten Verwarnung für ein Spiel zuschauen.

+++ Zum Personal: Bei Dortmund entscheidet sich erst kurzfristig ob Abwehrchef Sokratis und Raphael Guerreiro zu Einsatz kommen. "Wir haben ihn heute nach Hause geschickt. Er fühlte sich ein bisschen kränklich", sagte Tuchel über den Griechen. Guerreiro wurde als Vorsichtsmaßnahme im Abschlusstraining geschont. Definitiv nicht mit dabei sind Mario Götze, Sebastian Rode und Sven Bender. Ismail Azzaoui, Josuha Guilavogui, Justin Möbius und Victor Osimhen fehlen dem VfL verletzungsbedingt.

+++ Trendwende: Während die Borussia zuletzt überraschend aber verdient mit 1:2 in Darmstadt unterlag, gelang den Wölfen gegen Hoffenheim ein 2:1-Heimerfolg.

+++ Vierter gegen Vierzehnter. Zehn Plätze und zwölf Punkte trennen die Vizemeister von 2016 und 2015.

+++ Hallo und willkommen. Die schmerzhafte und unverdiente Niederlage des BVB in der Champions League bei Benfica Lissabon muss schnell aus den Köpfen - zumal es gegen den VfL Wolfsburg auch darum geht, den Anschluss an die CL-Plätze zu wahren. Ob es gelingt, erfahren Sie bei uns im Live-Ticker.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg: Vorbericht

"You'll never walk alone": Wenn die "Gelbe Wand" kurz vor Anpfiff der Heimspiele von Borussia Dortmund ihren gesanglichen Ritus zelebriert, schallt aus rund 25.000 Kehlen ein Versprechen an die Mannschaft des deutschen Vizemeisters. Niemals, so der lauthals vorgetragene Schwur, werde das Team im Stich gelassen, nie die Unterstützung für die Elf in Schwarz und Gelb versagt. Wenn jedoch am Samstag der VfL Wolfsburg in Dortmund (15.30 Uhr) gastiert, können zumindest die Hardcore-Fans des BVB ihr versprechen nicht halten.

Die legendäre Stehplatztribüne bleibt leer. Keine Fans, keine andauernden Sprechchöre, nur graue Tristesse - weil ein Teil der Dortmunder Fan-Szene Anstand und Respekt vermissen ließ. Der Skandal beim Heimspiel gegen RB Leipzig vom 4. Februar (1:0), als beleidigende Banner gegen das "Kunstprodukt" RB Leipzig die Grenzen des guten Geschmacks um Längen überschritten, wirkt noch immer nach. Der Imageschaden für den Klub lässt sich schwer beziffern, der wirtschaftliche Verlust dürfte einschließlich der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) verhängten Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich liegen.

Die Schlagzeilen bestimmten zuletzt die Chaoten. Für Dortmunds Trainer Thomas Tuchel, der für das drastische Urteil "vollumfänglich" Verständnis zeigte, richtet sich der Fokus derweil wieder auf das Sportliche. Im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation ist ein Sieg gegen die Wölfe Pflicht, vor allem die zuletzt mangelnde Chancenverwertung soll möglichst abgelegt werden.

Der kriselnde VfL wittert dagegen eine große Chance. "Falls es jemals einen guten Zeitpunkt gab, in Dortmund zu spielen, dann ist dieser vielleicht jetzt", sagte Trainer Valérien Ismael.

Gänzlich ohne Unterstützung muss der BVB in seiner 80.000-Zuschauer fassenden Heimstätte freilich nicht auskommen. "Allein", wie im zur Fußball-Hymne gewordenen Evergreen von Gerry and the Pacemakers gesungen, steht der BVB nicht da. Es wird nur etwas stiller als sonst sein.

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