Aus nach 2:0-Erfolg gegen Real Madrid

Zwei Reus-Tore reichen nicht für das BVB-Wunder

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Jojic und Co.: Alles probiert, aber leider ausgeschieden.

DORTMUND - Auch wenn es am Ende nicht zum erhofften Wunder reichte - der BV Borussia Dortmund hat sich mit einer starken und leidenschaftlichen Vorstellung aus der Champions League verabschiedet.

Von Peter Schwennecker

Nach der 0:3-Hinspielniederlage im Viertelfinale bei Real Madrid siegten die Schwarz-Gelben Dienstagabend vor 65.829 begeisterten Zuschauern gegen die Königlichen zwar mit 2:0 (2:0), doch am Ende fehlte dem Bundesligisten ein Quäntchen Glück zum Weiterkommen.

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Die BVB-Aufstellung ließ vor dem Anpfiff nichts Gutes vermuten. Zwar stand Roman Weidenfeller trotz seiner Prellung am Unterarm zwischen den Pfosten, doch Nuri Sahin (Rückenbeschwerden) und überraschend auch Sokratis saßen nur auf der Bank.

Manuel Friedrich rückte neben Mats Hummels in die Innenverteidigung, Neuzugang Milos Jojic und Oliver Kirch bildeten die Doppelsechs. Die Madrilenen verzichteten mit Blick auf ihr Pokalfinale am Wochenende gegen Barcelona auf den angeschlagenen Cristiano Ronaldo (Knie).

Der Radiosender Lippewelle hat nach dem Spiel Interviews mit mehreren BVB-Spielern geführt. Zum Anhören einfach Draufklicken:

Erik Durm

Kevin Großkreutz

Mats Hummels

Robert Lewandowski

Roman Weidenfeller

Es war bewundernswert, mit welcher Entschlossenheit und welchem Kämpferherz die Borussia trotz der langen Ausfallliste die Partie anging, die Königlichen von Beginn an mit dem starken Gegenpressing beeindruckte. Wobei vor allem Kirch überzeugte, der im 4-2-3-1-System in zentraler Defensivposition im Mittelfeld alles abräumte.

Das Glück schien zunächst aber nicht auf Seiten der Gastgeber zu sein, für die schon nach 17 Minuten die vermeintlich kalte Dusche folgte, als Schiedsrichter Damir Skomina aus Slowenien auf den Punkt zeigte. Lukasz Piszczek hatte eine Flanke von Fabio Coentrao mit dem Arm abgeblockt.

Doch Weidenfeller wehrte den Handelfmeter von Angel di Maria ab. Was beim Bundesligisten offenbar zusätzliche Kräfte freisetzte. Und Dortmund auch die ersten Riesenchancen brachte. So schoss Henrikh Mkhitaryan nach Zuspiel von Marco Reus aus nur acht Metern knapp vorbei (19.).

Doch der zweite BVB-Versuch saß. Bei einem langen Ball von Friedrich unterlief Coentrao ein Stellungsfehler. Reus antizipierte richtig und schob den Ball zum 1:0 ins Tor.

Wie eine Wand standen die Zuschauer hinter der Borussia, die weiter drängte und nach 37 Minuten völlig verdient auf 2:0 erhöhte. Nach einem Doppelpass mit Robert Lewandowski war es wiederum Reus, der Iker Casillas bezwang. Das kaum für möglich gehaltene Wunder war zur Halbzeit zum Greifen nah.

Reals Trainer Carlo Ancelotti reagierte zur Pause und bracht mit Isco für Asier Illarramandi einen Mittefeldspieler, der die Partie beruhigen sollte. Madrid wurde allerdings nur für eine kurze Phasee dominanter und erarbeitete sich Möglichkeiten.

Dortmund zeigte weitaus mehr Herz. Und besaß nach 65 Minuten die Riesenmöglichkeit zum 3:0. Nach einnem Zuspiel von Reus lief Mkhitaryan allein auf Casillas zu, hatte auch schon den Torhüter umspielt, traf aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Nur kurz darauf scheiterte der Armenier aus kurzer Distanz ebenso an Casillas wie danach Kevin Großkreutz.

In der Schlussphase setzte BVB-Trainer Klopp alles auf eine Karte und brachte mit Pierre-Emerick Aubameyang für Piszczek eine weitere Offensivkraft, doch der dritte Treffer, der Dortmund zumindest die Verlängerung beschert hätte, wollte nicht mehr fallen, wäre aber mehr als verdient gewesen.

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