Noch sieben von neun Zählern holen

Heimsieg gegen Hertha BSC für Klopp-Elf Pflicht

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Steht auch gegen die Hertha im BVB-Tor: Torwart Mitch Langerak.

Dortmund - Zwei Möglichkeiten bleiben der Dortmunder Borussia noch, auch in der kommenden Saison den Weg Richtung Europa einzuschlagen. Für den scheidenden Trainer Jürgen Klopp nach einer katastrophalen Hinrunde eine überaus positive Situation. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es gegen Hertha BSC.

Von Peter Schwennecker

„Es ist in dieser Phase besser, dass es immer noch um ein lohnendes Ziel geht, als dass wir unter dem permanenten Druck des Abstiegskampfes leiden oder mit der Langeweile im Mittelfeld leben müssten“, erklärt der Fußball-Lehrer vor dem vorletzten Heimspiel gegen die Hertha aus der Hauptstadt.

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Nach dem 1:1 in Hoffenheim befinden sich die Dortmunder weiter auf einem guten Kurs. Deswegen ist es für den 47-Jährigen unwichtig, ob die Mannschaft in Sinsheim zwei Punkte verloren oder einen gewonnen hat. „Wir sind auf Schlagdistanz, das ist das einzig Entscheidende“, betont Klopp. „Das bleiben wir aber nur mit drei Punkten am Wochenende.“

Aus den letzten drei Spielen benötigt der BVB laut Trainer mindestens sieben Zähler, um am Ende an den Geldtöpfen der Uefa partizipieren zu können.

Motivationsprobleme sieht er in diesem Zusammenhang nicht. „In dieser Phase geht es für die Jungs darum, noch einmal alles herauszuholen und die beste Leistung abzurufen. Schließlich kämpfen sie auch um die Plätze für das Pokalfinale. Und da will jeder dabei sein. Deshalb ist es gut, wenn die Spannung bis Berlin hochgehalten wird.“

Zudem entscheiden die Spieler durch die Ergebnisse selbst, wie lang der Urlaub nach dem Endspiel am 30. Mai sein wird. Je besser die Platzierung, desto weniger Runden müssen in der Qualifikation zur Europa League gespielt werden.

„Jeder will deshalb so weit oben wie möglich landen, um diesen lästigen Qualifikationsrunden aus dem Weg zu gehen“, versichert Klopp.

Mit der Hertha aus Berlin erscheint eine Mannschaft in Dortmund, die eigentlich schon als gesichert galt, aber durch die Ergebnisse der vergangenen Wochen doch noch einmal ernsthaft in Gefahr geraten ist.

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Mit einem Sieg beim BVB wäre das Team von Trainer Pal Dardai endgültig gerettet. Dementsprechend erwartet Klopp einen sehr unangenehmen Gegner, der keineswegs im Hurra-Stil, sondern sehr defensiv agieren wird. Laut Klopp ist deshalb vor allem Geduld gefragt.

„Die Berliner wollen die Abstände zwischen den einzelnen Positionen ziemlich klein halten. Daher muss man bei Ballbesitz bereit für den einfachen Pass sein. Das ist für uns eine Herausforderung. Du brauchst in den richtigen Räumen Ballsicherheit“, verrät Klopp sein Rezept, das er unter der Woche während der Übungseinheiten bereits simuliert hat.

Gleichzeitig warnt er aber vor dem schnellen Umschaltspiel der Hertha, die besonders auf den Außenpositionen ein sehr hohes Tempo gehen kann.

Personell wird es kaum Veränderungen geben. Schlussmann Roman Weidenfeller befindet sich zwar wieder im Mannschaftstraining, wird aber ebenso geschont wie Marco Reus, der ab der kommenden Woche wieder voll belastbar sein soll.

Oliver Kirch ist nach langer Verletzungspause auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Lukasz Piszczek befindet sich laut Klopp, was die Intensität angeht, weiter auf dem Weg zurück zur alten Form.

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