Revierderby wirft Schatten voraus

Bundespolizei geht in die Informations-Offensive

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Die Fans des BVB und von Schalke 04 werden auf der Anreise rigoros getrennt.

DORTMUND - Die Champions-League-Partien in Madrid (1:3) und gegen St. Petersburg (1:2) sind kaum gespielt, die nächsten Bundesliga-Spiele in Hannover (BVB) und gegen Braunschweig (S04) stehen Samstagnachmittag ins Haus - aber bei der Bundespolizei widmet man sich schon dem 144. Revierderby am kommenden Dienstag um 20 Uhr in Dortmund und geht in die Informationsoffensive.

Am Donnerstagvormittag hat die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin eine umfangreiche Pressemitteilung zum ewig brisanten Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am 25. März herausgegeben: "Bundespolizei bereitet sich auf Großeinsatz vor - Mit vollen Bahnhöfen und Wartezeiten ist zu rechnen", heißt es im Titel. Die Kernaussage lautet: "Straftäter werden den Spielort nicht erreichen."

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Rund um das Derby wird die Bundespolizei rund 1000 Beamte einsetzen. Für die Beobachtung der anreisenden Fußballfans werden zwei Bundespolizeihubschrauber eingesetzt. Unterstützt wird die Bundespolizeiinspektion Dortmund durch Einheiten der Bundesbereitschaftspolizei aus Sankt Augustin, Hünfeld, Bad Düben, Duderstadt, Blumberg, Bad Bergzabern und Uelzen, sowie durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin.

Wir veröffentlichen nachfolgend die wichtigsten Informationen für alle Fans im Polizei-Wortlaut:

Fußballfans reisen im Feierabendverkehr an

"Für die Bundespolizei steht nicht nur die sichere An- und Abreise aller Fußballfans im Vordergrund, sondern die Sicherheit aller Reisenden, die im Anreisezeitraum Züge nutzen, beziehungsweise sich in Bahnhöfen aufhalten. Auf Grund des Spielbeginns um 20 Uhr wird insbesondere die Anreise der Fußballfans mit dem Feierabendverkehr zusammenfallen.

Daher ist mit vollen Bahnhöfen und Haltepunkten, gerade am Dortmunder Hauptbahnhof, Gelsenkirchener Hauptbahnhof und am Haltepunkt Signal Iduna Park zu rechnen. Die Bundespolizei wird entsprechende Sicherheitsmaßnahmen treffen und auf den Bahnhöfen in der Region präsent sein. Mit kurzfristigen Sperrungen des Dortmunder Hauptbahnhofs und des Signal Iduna Parks und damit einhergehenden Wartezeiten ist zu rechnen.

Sollte es während der An- oder Abreisephase zu gewalttätigen Auseinandersetzung im Bereich der Personenbahnhöfen oder Zügen kommen, wird die Bundespolizei diese konsequent unterbinden. Straftäter werden den Spielort nicht erreichen.

Fans beider Clubs reisen über Hauptbahnhof an

Das für das Derby entwickelte Sicherheitskonzept sieht die Anreise aller Fans über den Dortmunder Hauptbahnhof vor. Dort werden die Schalker Fans über den Nordausgang zum U-Bahnbereich geleitet. Von dort geht es mit U-Bahnen direkt zur Haltestelle Westfalenhalle.

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Anreisende Borussia-Dortmund-Fans werden über den Haupteingang aus dem Bahnhof geleitet. Vor dem Hauptbahnhof können die U-Bahnabgänge auf der linken Seite (Bereich NH-otel) genutzt werden. Vor dort geht es mit U-Bahnen zur Haltestelle Stadion. Für alle Fußballfans empfiehlt die Bundespolizei eine frühzeitige Anreise. Die Deutsche Bahn AG setzt anlässlich der Bundesligabegegnung zusätzliche Züge ein.

Gefahrenhinweise zum Thema Pyrotechnik

Wir weisen ausdrücklich alle Fans darauf hin, dass die Verwendung von Pyrotechnik verboten ist. Gerade in Zügen, auf Personenbahnhöfen und in Fußballstadien kann der Gebrauch von Pyrotechnik Menschen erheblich gefährden. Deshalb ist schon das Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik grundsätzlich strafbar und wird durch die Bundespolizei konsequent verfolgt." - WA

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