BVB freut sich auf angenehmen Jahreswechsel

Tuchel nach 4:1-Sieg gegen Frankfurt: "Blick auf Tabelle fühlt sich gut an"

Dortmund - 38 Punkte nach 16 Spieltagen – der BV Borussia Dortmund kann sich als bester Bundesliga-Zweiter aller Zeiten und einziger noch ernst zu nehmender Verfolger des Herbstmeisters FC Bayern München auf einen angenehmen Jahreswechsel freuen. 

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause besiegten die Schwarz-Gelben vor 81359 Zuschauern (ausverkauft) die Frankfurter Eintracht verdient mit 4:1 (1:1) und bauten den Vorsprung auf die Konkurrenz im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League weiter aus. Am Samstag in Köln kann der BVB die imponierende Halbjahres-Bilanz noch krönen. Zuvor steht aber am Mittwoch (20.30 Uhr) die Pokal-Aufgabe in Augsburg an.

„Ich bin sehr glücklich und zufrieden mit der Leistung. Ich habe eine große Wertschätzung dafür, wie die Mannschaft das noch einmal hinbekommen hat“, freute sich BVB-Trainer Thomas Tuchel. „Auch nach dem Rückstand ist das Team weiter überzeugend aufgetreten. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Und der Blick auf die Tabelle fühlt sich gut an.“

Für Tuchel war es ein völlig neues Gefühl, personell aus dem Vollen schöpfen zu können. Dagegen war die Ausfallliste der Hessen lang. Mit den gelbgesperrten Marco Russ, Carlos Zambrano sowie Marc Stendera und den verletzten Johannes Flum (Kniescheibenbruch) und Luc Castaignos (Syndesmose) fehlten gleich fünf Stammspieler. Daher nahm Eintracht-Trainer Armin Veh Anschauungsunterricht beim Rivalen Darmstadt 98, der zuvor als einziger Bundesligist in dieser Saison in Dortmund einen Punkt erobert hatte. Auch Veh ließ die Frankfurter mit einer Sechserkette agieren, erteilte aber kein Angriffsverbot. Inmitten des BVB-Anfangsdrucks landete der Ball gleich mit dem ersten Schussversuch der Frankfurter im Netz der Schwarz-Gelben. Alexander Meier hatte aus 22 Metern abgezogen und Schlussmann Roman Bürki beim 0:1 das Nachsehen gelassen (6.).

Der Tabellenzweite benötigte einige Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, hätte aber schon vor der Pause die Weichen auf Sieg stellen müssen. Henrikh Mkhitaryan gelang nach 24. Minuten nach Vorarbeit von Mats Hummels und Pierre-Emerick Aubameyang der verdiente Ausgleich. Es folgten BVB-Chancen im Minutentakt, aber weder Aubameyang (33. und 41.) noch Ilkay Gündogan (40.) nutzten die Hundertprozentigen. Als dann kurz vor der Pause Slobodan Medojevic den Dortmund Gonzalo Castro beim Schussversuch schubste, zeigte Schiedsrichter Christian Dingert sofort auf den Elfmeterpunkt und schickte den bereits zuvor verwarnten Frankfurter mit der Ampelkarte in die Kabine. Doch Aubameyang schoss den Strafstoß rechts am Tor vorbei. Es passte an diesem Abend zum Auftritt der Dortmunder, dass Mkhitaryan kurz vor der Pause nach einer Flanke von Marcel Schmelzer selbst aus drei Metern über das Tor bugsierte. Zudem musste Marco Reus mit Adduktorenproblemen vom Feld. Für ihn kam Shinji Kagawa. „Am Ende war es zwar ein souveräner Sieg, doch wir hätten gerade vor der Pause viel konsequenter nach vorn spielen müssen“, bemerkte Gündogan.

In Überzahl folgte auch im zweiten Durchgang Einbahnstraßenfußball. Als Aubameyang nach 55 Minuten die Vorarbeit von Gündogan und Kagawa mit seinem 18. Saisontor zum 2:1 nutzte, war die Moral der Eintracht gebrochen. Mats Hummels (61.) und der eingewechselte Adrian Ramos (84.) sorgten für das 4:1. Vor allem Hummels war erleichtert. „Ich gebe schon zu, dass mein Selbstvertrauen zuletzt etwas angeknackst war. Da tut so ein Spiel auch einmal richtig gut“, freute sich der Kapitän über sein zweites Saisontor und eine starke eigene Leistung.

Die Frankfurter waren am Ende mit dem Ergebnis mehr als gut bedient. Auch dank Mkhitaryan, der es geschafft hatte, aus zwei Metern über das leere Eintracht-Tor zu köpfen – eine kuriose Szene für jeden Jahresrückblick.

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