Hoffenheim-Spiel: Klopp sucht Innenverteidiger

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DORTMUND - Mit dem Rückenwind des Glücksgefühls aus Marseille sollte die Dortmunder Borussia am Samstag eigentlich zuversichtlich an die Aufgabe bei der TSG Hoffenheim (15.30 Uhr) gehen. Doch das wird, so Trainer Jürgen Klopp, allein nicht reichen. „Wir wollen, nachdem wir in der Champions League das Achtelfinale erreicht haben, bis zum Winter auch in der Bundesliga noch punkten und alles herauspressen, was möglich ist.“

Von Peter Schwennecker

"Dabei hat sich die personelle Situation für die Schwarz-Gelben nach der Energieleistung in Frankreich nicht verbessert. Ganz im Gegenteil. Denn im Sinsheim müssen die Dortmunder auch noch auf den gesperrten Innenverteidiger Sokratis verzichten, der angesichts des großen Verletzungspechs in den vergangenen Wochen im Defensivbereich dem Abwehrverbund mit seiner Übersicht und Ruhe großen Halt verlieh.

Auch der Einsatz von Manuel Friedrich ist fraglich, dem auf Grund eines entzündeten Zehs zuletzt kein Schuh passte. „Wir müssen abwarten“, setzt der Dortmunder Fußball-Lehrer auf den Faktor Zeit. Sven Bender hat nach seiner Bänderdehnung im Sprunggelenk erst ein paar Einheiten auf dem Fahrrad absolviert. Mit dem Nationalspieler kann Klopp ebenso wenig planen wie mit Ilkay Gündogan und Marcel Schmelzer, die derzeit nur individuelle Einheiten absolvieren können.

So dürfte im Abwehrzentrum der erst 18-jährige Marian Sarr nach seinem beeindruckenden Debüt in der Champions League gesetzt sein. Fraglich ist allerdings, ob es Klopp riskieren wird, mit Koray Günter aus der Drittliga-Mannschaft einen weiteren Nachwuchsakteur auf dieser wichtigen Position zu bringen. Der Trainer deutete an, dass auch Allrounder Kevin Großkreutz durchaus eine Option für die Innenverteidigung wäre. Bei den Kraichgauern erwartet die Borussen eine harte Aufgabe. „Vielleicht erinnern sich die Hoffenheimer ja daran, dass wir maßgeblich an ihrem Klassenerhalt beteiligt waren“, flachst der BVB-Coach.

Doch mit Geschenken wird er in Sinsheim nicht rechnen können. „1899 hat eine sehr spielstarke Mannschaft. Zudem habe ich gehört, dass sie sich vom Spektakelfußball verabschieden wollen“, betont Klopp, der nicht damit rechnet, dass die Gastgeber ähnlich tief stehen werden wie Olympique Marseille am Mittwoch. Somit könnten sich für die Dortmunder mehr Räume für das schnelle Umschaltspiel ergeben. Deswegen wäre der schnelle Pierre-Emerick Aubameyang, der in Marseille nur 90 Minuten auf der Bank saß, eine Alternative für die Offensive.

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