Jürgen Klopp: Wie soll man da die Ruhe behalten?

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Jürgen Klopp

DORTMUND - Vier Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Zenit St. Petersburg kassierte der BVB gegen Borussia Mönchengladbach bereits seine vierte Heimniederlage. Im Fokus stand aber Trainer Jürgen Klopp. Wir haben einige Fragen aus der Pressekonferenz aufgezeichnet.

Herr Klopp, vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen St. Petersburg hat Borussia Dortmund eine unnötige Niederlage gegen Mönchengladbach kassiert. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Jürgen Klopp: Wir haben eine erste Halbzeit gespielt, wie ich sie selten gesehen habe. Wir haben nicht so viel falsch gemacht, um zur Pause 0:2 hinten zu liegen. Wir haben in der ersten Halbzeit lediglich drei entscheidende Zweikämpfe verloren.

Wie haben Sie und die Mannschaft in der Halbzeitpause reagiert?

Klopp: Wir waren sehr zuversichtlich in der Kabine und hatten das Gefühl, dass wir das noch regeln können. Natürlich sind uns einige Bälle durchgerutscht, und dann wirst du auch unruhiger. Aber dann war auch Zug drin.

Welchen Vorwurf können Sie der Mannschaft nach der immerhin vierten Heimniederlage machen?

Klopp: Ich bin intern gern bereit, die Mannschaft zu kritisieren, wenn ich das Gefühl habe, dass es berechtigt ist. Das ist es heute nicht. Ich habe auch viel Positives gesehen, wir können aus dem Spiel auch ganz viel mitnehmen.

Da wäre noch der Verweis von der Trainerbank durch Referee Deniz Aytekin. Was ist vorgefallen?

Klopp: Ich habe nur reingerufen: 'Und da pfeifst du nicht?' Allerdings mit meinem inzwischen weltbekannten Gesichtsausdruck. Aber dafür kann man mich nicht wegschicken. Der vierte Offizielle hat mich hochgeschickt.

Sie fühlen sich in diesem Fall ungerecht behandelt...

Klopp: Ich bin schon oft zu Recht bestraft worden, dafür aber nicht. Wenn 80.000 im Stadion emotional aufgewühlt sind und nur einer kein Verständnis dafür hat, dann soll man die Ruhe behalten? - sid

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