UEFA Champions League

BVB im Achtelfinale der Champions League

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Pierre-Emerick Aubameyang wurde von Trainer Thomas Tuchel "aus internen Gründen" aus dem Kader gestrichen.

Dortmund - Die große Schlagzeile war schon vor dem Spiel geschrieben. Der BVB verzichtete im Spiel gegen Sporting Lissabon aus "internen Gründen" auf Pierre-Emerick Aubameyang. An der Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League änderte das aber nichts.

Dem Wirbel um die kurzfristige Suspendierung von Top-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang folgte für Dortmunds Trainer Thomas Tuchel doch noch ein angenehmer Fußball-Abend. Mit dem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Sporting Lissabon behauptete der BV Borussia am Mittwoch vor 65849 Zuschauern nicht nur die Tabellenführung in der Vorrrunden-Gruppe F vor Real Madrid, sondern zog auch bereits vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League ein. 

Angesichts der bisher mageren Punktausbeute in der Bundesliga können die Schwarz-Gelben den Fokus für den Rest des Jahres auf die angestrebte Klettertour im deutschen Oberhaus legen. Vor dem Anpfiff liefen auf den Rängen die Smartphones heiß, denn in Windeseile verbreitete sich die Nachricht, dass Aubameyang kurzfristig aus dem Kader gestrichen worden war. Dabei hing sein Trikot schon in der Umkleidekabine. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gab dafür „interne Gründe“ an. „Der Trainer hat so entschieden. Und das ist auch in Ordnung“, erklärte Watzke. Thomas Tuchel selbst wollte sich ebenfalls nicht über die Maßnahme auslassen. „Intern heißt intern. Mehr werden wir dazu nicht sagen“, beteuerte der BVB-Coach, der allerdings bestätigte, dass die Suspendierung nur für das eine Spiel galt.

Borussia Dortmund - Sporting Lissabon 1:0

Aubameyang, der die Begegnung im coolen Outfit mit langem Mantel und Hut auf der Tribüne verfolgte, soll bereits am Donnerstag wieder am Training teilnehmen. Grund für die disziplinarische Maßnahme könnte ein kurzer Ausflug nach Mailand gewesen sein, den der Gabuner zwei Tage zuvor mit Freunden unternommen haben soll. Ein Foto davon wurde bereits am Montag auf Facebook gepostet. 

Für Aubameyang agierte Adrian Ramos als Spitze. Ansonsten bot die Dortmunder Aufstellung wenig Überraschendes, gegenüber dem Derby gab es insgesamt vier Änderungen in der Startformation. Neben Ramos rückten noch Marc Bartra, Raphael Guerreiro und Gonzalo Castro ins Team. Bei Sporting stürmte der Ex-Frankfurter Luc Castaignos für den zunächst auf der Bank sitzenden ehemaligen Wolfsburger Bas Dost. Da Lissabon nur mit einem Sieg noch ins Achtelfinale rutschen konnte, entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Borussia angesichts der Qualität der Kreativkräfte Castro und Guerreiro deutlich mehr Offensiv-Akzente setzte als zuletzt gegen die Schalker. 

Bereits in der 17. Minute ging der Bundesligist in Führung. Nach einer Rechtsflanke von Matthias Ginter köpfte Ramos unhaltbar zum 1:0 ein. Angesichts weiterer Großchancen durch Christian Pulisic, der nach Vorarbeit von Mario Götze aus kurzer Distanz nur die Querlatte traf (30.) und Guerreiro (45.) hätte der BVB bis zum Seitenwechsel schon für eine Vorentscheidung sorgen können. Aber auch Lissabon war gefährlich. Dortmunds Schlussmann Roman Bürki vereitelte die beste Chance der Portugiesen, als er gegen den freistehenden Gelson Martins (27.) klärte. Beide Trainer nahmen zum zweiten Durchgang je eine Veränderung vor. Tuchel brachte André Schürrle für Ousmane Dembélé, sein Kollege Jorge Jesus wechselte Dost für Castaignos ein. Lissabon wurde jetzt mutiger und ging mehr Risiko ein, weshalb sich den Dortmunder immer wieder gute Kontermöglichkeiten boten. Doch gelang es der Borussia nicht, diese konsequent auszuspielen. 

Mehr als ein Freistoß von Schürrle (76.) kam nicht auf das Tor der Portugiesen, die selbst wenig druckvoll agierten. Tuchel brachte in der Schlussphase auch noch Lukasz Piszczek und Sebastion Rode für Mario Götze und Castro, um Kräfte für die Bundesliga-Partie am Samstag beim Hamburger SV zu sparen.

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