Borussia Dortmund

Aus der Barca-Garage auf die BVB-Überholspur: Dortmund bestätigt Verpflichtung von Paco Alcácer

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"Hier bin ich, behaltet mich!" – Paco Alcácer wird dem BVB noch lange Freuden bereiten.

Er verstaubte beim FC Barcelona, verwitterte auf der Bank – Dortmund hat ihn entdeckt und will ihn behalten. Das gibt Aufwind vor dem Spiel gegen Mainz.

Dortmund – Jeder hat es schon mal gehört, von Zufallsfunden in alten Scheunen. Wertvolle Dinge, die in Vergessenheit geraten sind. In dieser Saison hat Borussia Dortmund so ein Ding gefunden – und will es behalten. Die Bezeichnung: Francisco Alcácer García, Baujahr: 1993, Modell: Paco, Herkunftsland: Spanien, Leistung: 29 Minuten/Tor.

Er ist so ein Scheunenfund, verstaubt in der Abstellkammer des großen FC Barcelona. Die umtriebigen BVB-Scouts haben ihn aufgedeckt, die zerschlissen wirkende Plane abgenommen und ihn rasen lassen. Seitdem kennt Paco Alcácer nur eines: Vollgas in Richtung gegnerisches Tor. 

Und was macht man, wenn man so einen Schatz in einer Scheune findet? Man kauft ihn, man behält ihn. Genau das tut Borussia Dortmund jetzt. Bisher ist er ja nur geliehen.

Bestätigung am Sonntag

Einen Tag nach dem Spiel in Mainz am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) werden die Schwarzgelben den Transfer im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung verkünden, wie die BILD zuerst berichtete. 

Eine Vorabmeldung gab es vom Verein dann aber doch schon am Freitag. Via Kurznachrichtendienst Twitter verkündeten die Schwarzgelben die Vertragsunterzeichnung von Paco Alcácer. Minimalistisch aber mit viel Wirkung. Lediglich ein Zettel mit einem Stift als Symbol sowie seinen Namen in Verbindung mit der Vertragslaufzeit schrieben die Westfalen zu einem kurzen Video mit den besten Szenen.

21 weitere Millionen Euro erhält Barcelona demnach für das Fundstück des Jahres, zwei Millionen hatte der BVB bereits als Leihgebühr bezahlt, weitere fünf Millionen könnten fällig werden als Bonus. Die Borussia hat die Kaufoption, die bis zum 1. Juni 2019 gültig war, frühzeitig gezogen. Die Klubbosse dürften dafür am Sonntag von den Mitgliedern gefeiert werden.

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Die Verpflichtung wird auch einen Effekt auf die Moral des spanischen Stürmers haben. Sie wird ihm noch mehr Power verleihen, noch mehr Selbstbewusstsein. Alcácer ist ein Rennwagen und der BVB lässt ihn gewähren – wenn auch Chefcoach Lucien Favre ihn ab und zu bremsen muss. Um die Verschleißteile zu schonen sozusagen.

Vollgas gegen Mainz

Gegen den 1. FSV Mainz 05 wird er ihn wohl wieder auf die Strecke schicken mit gewohnter Effizienz. Aber Vorsicht ist geboten, dazu mahnt auch Favre. "Man darf nicht vergessen, dass er die letzten zwei Jahre kaum ein Spiel gemacht hat. Er braucht seine Zeit", so der Trainer. Zeit, die Alcácer beim BVB hat. Das neue Liebhaberstück in der Dortmunder Offensive hat eine Laufzeit bis 2023 im Vertrag zugesichert bekommen. Fünf Jahre, in denen der Blitzstarter (acht Tore in sechs Liga-Spielen) weiter ballern kann.

Alcácer und Borussia Dortmund – das passt

Wenn es nach seinem Klub geht, kann er damit bereits am Samstag gegen Mainz weitermachen. BVB-Sportdirektor Michael Zorc weiß, dass es bei den Rheinhessen kein Selbstläufer wird. "Es ist ja nicht so, dass wir da hinfahren und schon mit 2:0 führen, nur weil wir so gut drauf sind", sagte er. 

Der Manager verlangt "gerade jetzt schärfere Antennen" von seinem Team. "Wir müssen – es hört sich blöd an – jedes Spiel bei Null anfangen und absolut fokussiert sein", so Zorc. Bleibt sein neues Sturmjuwel der Linie aber treu, wird die Null auf Mainzer Seite nicht lange stehen.

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