Bundesliga am Montag

Nürnberg nicht als Aufbaugegner genutzt – die ersten Reaktionen des BVB nach dem Remis

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Axel Witsel hätte mit dem BVB Selbstbewusstsein tanken können beim 1. FC Nürnberg. Daraus wurde nichts.

Borussia Dortmund kam beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus. Das nagt am Selbstbewusstsein – auch wenn man das beim BVB noch nicht wahrhaben möchte.

Nürnberg – Nach vier sieglosen Spielen, darunter die heftige Klatsche bei Tottenham Hotspur in der Champions League und das Pokalaus gegen Werder Bremen, hat Borussia Dortmund im Spielplan genau den richtigen Gegner vor der Brust gehabt. Den 1. FC Nürnberg. Auswärts als Tabellenführer beim Tabellenletzten. Ein Aufbaugegner, der mitten in den Wirrungen eines Trainerwechsels steht. Hätte man meinen können. Es kam aber anders.

Über 90 Minuten hat es der BVB nicht vollbracht, einen vernünftigen Angriff aufzuziehen. Das nagt am Selbstbewusstsein. Youngster Jadon Sancho etwa wirkte schlapp, auch bei Axel Witsel kam es zu Unkonzentriertheiten. Der beschwichtigte aber im Anschluss des 0:0-Unentschiedens. „Ich denke, es war ein gutes Spiel von uns. Nur mit dem Ergebnis sind wir nicht zufrieden“, sagte er. Wer aber wenig Torchancen erarbeitet, der kann eben auch keine Tore erzielen. Nürnberg hat gemauert, Dortmund fehlte der Spielwitz.

Der Druck steigt

Und dem BVB hätte ein Dreier gut getan, in der Liga steigt der Druck. Der FC Bayern München ist nach diesem Spieltag auf drei Zähler herangerückt. Wird man jetzt nervös? „Wir sind selbstbewusst, das ist nicht das Problem“, so Witsel. „Jede Mannschaft kann mal so eine Phase haben“, meinte der Sechser. Man redet sich die Situation etwas zu schön beim Tabellenführer. Hysterie ist unangebracht, ein wenig dürfen aber die Alarmglocken läuten.

Fünf Spiele ohne Sieg

Doch ähnliche Töne schlägt auch Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl an. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und einen extrem positiven Lauf gehabt. Es gibt in so einer Saison auch mal Phasen, in denen es nicht so rund läuft und auch mal einen kleinen Knicks gibt“, sagte er. Da mag er Recht haben. Gerade in solchen Phasen sollte man aber eben das nötige Selbstbewusstsein bei vermeintlichen Aufbaugegnern wie Nürnberg für zukünftige Aufgaben tanken. „Wir haben uns hier mehr erhofft und wollten unbedingt gewinnen“, gestand Kehl daher auch. Daraus wurde nichts, vielmehr setzt sich ein bitterer Trend fort in diesem Jahr: Aus vier in Folge wurden fünf Spiele in Folge ohne Sieg.

BVB mit Nullnummer in Nürnberg

BVB-Coach Lucien Favre steht dem Umstand stoisch gegenüber. Wann er anfangen würde, sich Sorgen zu machen? "Nie", lautete die Antwort. "Es sind Details, mehr nicht", sagte er. Doch die sind angebracht. Der DFB-Pokal läuft ohne den BVB weiter, in der Champions League deuten die Zeichen auch daraufhin. Und die Tabellenführung schmilzt. Lieber frühzeitig warnen, als zu spät reagieren. Das wird auch Favre wissen, nach außen bleibt er aber weiter cool: "Das ist Fußball. Das ist so und so." Auch, wenn es am Ende nur für ein 0:0 gegen den Tabellenletzten gereicht hat.

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