Borussia Dortmund nachdenklich nach Istanbul

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BVB-Coach Jurgen Klopp (links) und Ilkay Gündogan bei der Pressekonferenz.

ISTANBUL - Die Talfahrt in der Fußball-Bundesliga hat die Führungsriege des BV Borussia Dortmund durchaus nachdenklich gestimmt. Doch von Angst- oder gar Panik-Attacken sind die Verantwortlichen des BVB weit entfernt.

Von Peter Schwennecker

„Wir strahlen Ruhe und Besonnenheit aus. Nur keine Gelassenheit, die angesichts unserer Situation auch nicht angebracht wäre“, meinte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, vor dem Abflug nach Istanbul, wo die Schwarz-Gelben heute in der Champions League um 20.45 Uhr (live im ZDF) auf den türkischen Meister Galatasaray treffen werden.

Dabei möchte der Tabellen-14. der Bundesliga seine makellos Bilanz in der Königsklasse als Spitzenreiter der Vorrunden-Gruppe D weiter ausbauen. „Uns bietet sich die große Chance, mit einem Sieg das Tor zum Achtelfinale weit aufzustoßen“, betonte Watzke, der deshalb ein konzentriertes und konsequentes Auftreten der Westfalen erwartet.

Defensive muss stabiler sein

„Das Spiel in Istanbul kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, erklärte Trainer Jürgen Klopp. „Es fordert dringend von uns, dass wir in der Defensive stabiler sind. Meine Erwartung ist, dass wir das auf den Platz bringen und uns damit wieder über diesen Wettbewerb Sicherheit für die Bundesliga holen.“ Klopp rechnet mit einem leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber. „Galatasaray hat enorme Qualität und wird alles versuchen, die letzte Chance zu nutzen. Das wird sehr emotional. Darauf sind wir eingestellt.“

Nicht mit an Bord der Boing 737 der Türkish Airlines auf dem Flug nach Istanbul war Außenverteidiger Erik Durm. Dessen muskuläre Probleme im Oberschenkel lassen einen Einsatz nicht zu. Für ihn muss daher wieder Kevin Großkreutz als linker Verteidiger agieren. „Ein Sieg in Istanbul wäre schon ein großer Schritt in Richtung Achtelfinale“, meinte Großkreutz.

Klopp könnte auf Rotation setzen

Durchaus wahrscheinlich ist, dass Klopp mit Blick auf das wichtige Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 auf Rotation setzt. Vor allem Ilkay Gündogan, dessen Einsatz beim Comeback in Köln bestimmt nicht über 89 Minuten geplant war, dürfte zunächst ein Kandidat für die Bank sein, obwohl er Dienstagabend während der offiziellen Uefa-Pressekonferenz neben Klopp sitzen durfte.

„Das wird für mich ein sehr sentimentaler Abend, weil ich ja auch Türke bin“, meinte Gündogan, der sich selbst fit fühlt. „Mir geht es gut. Ich habe das ganz gut verkraftet.“ Einige Profis von Istanbul kennt er persönlich. „Ich weiß, in welche Richtung der Spielstil geht. Wir sollten aber nicht auf andere schauen und erst einmal sehen, unsere Form und unser Spiel wieder zu finden. Es liegt allein an uns, wie die Partie ausgeht.“

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