Borussia Dortmund

Wolf angriffslustig: Prototyp des BVB-Neustarts

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Marius Wolf (r.) hat beim BVB einen Vertrag bis 2023 unterschrieben.

Marius Wolf brennt auf seine neue Aufgabe bei Borussia Dortmund. Den Konkurrenzkampf scheut er nicht: Der Ex-Frankfurter will beweisen, dass er keine Eintagsfliege ist. Die nötigen Attribute bringt er mit.

Dortmund – Marius Wolf hat sich vorbereitet. Nicht nur, dass sich der Zugang von Borussia Dortmund im Urlaub auf Mykonos intensiv mit Krafttraining fit gehalten hat. Er hat dies passenderweise – der gemeinsamen Berater-Agentur sei Dank – auch mit dem langjährigen BVB-Kapitän Marcel Schmelzer getan, der dem 23-Jährigen direkt mal ein paar nützliche Tipps auf den Weg gegeben hat.

„Ich wollte mich mit dem Training vorbereiten, sodass ich hier nicht mit Null ankomme, sondern schon auf einem Niveau bin, mit dem ich alles machen kann“, erklärt der rechte Mittelfeldspieler, den der BVB für fünf Millionen Euro von Pokal-Sieger Eintracht Frankfurt verpflichtet hat: „Das habe ich die Jahre zuvor auch schon gemacht.“

Dass er seine neue Aufgabe bei den Schwarz-Gelben entsprechend ernst, ehrgeizig und voller Elan angeht, stellte er gleich beim ersten Mannschaftstraining Anfang der Woche unter Beweis. Wolf will es wissen. Zeigen, dass sein Höhenflug noch nicht beendet ist. Dass er es auch in Dortmund schaffen kann. Und daher weiter an sich arbeiten wird – so wie bisher.

Wolf will sich beweisen

Im Januar wechselte er – zunächst auf Leihbasis – von Hannover 96 zur Frankfurter Eintracht, schaffte auch da anfangs nicht den Durchbruch – um dann zu einem der Durchstarter der Hessen zu werden. Eine Entwicklung, von der Wolf selbst überrascht ist. „Dass es bis zum BVB geht, hätte ich nicht gedacht“, sagt er.

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Was nicht bedeuten soll, dass sich der gebürtige Coburger darauf jetzt ausruhen wird. Wolf ist weiter angriffslustig: „Ich bin hierher gekommen, um zu spielen“, erklärt er: „Ich werde mich im Training reinhauen und dem Trainer so viel anbieten, dass ich auch spielen werde.“

Sein ehemaliger Frankfurter Teamkollege Kevin-Prince Boateng lobte vor einigen Wochen sogar und fragte rhetorisch: „Wenn man in die Bundesliga schaut: Wer ist in seinem Alter und viel besser?" Wolf sei Mental so reif wie einige andere erst mit 30, „und genau das wird ihn zum Nationalspieler machen. Der Junge weiß ganz genau, was er machen muss und arbeitet jeden Tag an seinem Körper.“

Wichtigsten Tugenden vereint

Wolf verkörpert dabei die Tugenden, die Sebastian Kehl als neuer Leiter der Dortmunder Lizenzspielerabteilung nach einem Jahr mit internen Spannungen für elementar wichtig ansieht: Disziplin, Respekt und Bodenständigkeit.

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Der Ex-Frankfurt ist damit so etwas wie der Prototyp des BVB-Neustarts. Dass er es zur Borussia geschafft hat, zeige, „was drin ist, wenn man alles gibt und nicht aufgibt“, meint Wolf: „Dass ich dieses Erlebnis hatte, ist gut, damit ich weiß, was ich machen muss und nicht aufhören darf.“

Kämpfen und beißen

Daher weiß er auch zu gut, worauf es ankommt, um wieder den Fußball zu zeigen, der Borussia Dortmund ausmachen soll und wie er seine Stärken einbringen kann: „Ich bin nicht der Langsamste, und ich will grundsätzlich immer alles für die Mannschaft tun. Das ist das Wichtigste, so wurde es mir von Anfang an eingeprägt. Die Zuschauer müssen sehen, dass man kämpft und beißt für die Mannschaft.“

Auch ein Grund dafür, dass er sich im Sommer nicht auf die faule Haut gelegt hat. Jetzt gilt es für Wolf, sich schnell einzugewöhnen. Um zu beweisen, dass der BVB ihn zu Recht von Frankfurt losgeeist hat.

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