DFB-Pokal

Reus rettet BVB in letzter Minute gegen Fürth

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Marco Reus erzielte den entscheidenden Treffer für den BVB in Fürth.

Greuther Fürth stand kurz vor einer Sensation im DFB-Pokal. Am Ende brauchte Borussia Dortmund die Nachspielzeit. Axel Witsel und Marco Reus sind die Helden des Abends.

Fürth - Sie haben am Ende alles versucht – und sich tatsächlich noch belohnt. 20-Millionen-Einkauf Axel Witsel bewahrte Borussia Dortmund in seinem Pflichtspiel-Debüt in der fünften Minute der Nachspielzeit vor der Blamage. Mit seinem Treffer zum 1:1 bei Greuther Fürth rettet er den BVB in die Verlängerung – ebnete damit den Weg zum Weiterkommen. Am Ende war es Marco Reus, der die Schwarz-Gelben in der 120. Minute mit dem 2:1 (1:1, 0:0) gegen den Zweitligisten endgültig in die zweite Runde des DFB-Pokals schoss. Hier gibt's den Ticker zum Nachlesen.

"Das war ein typisches Pokal-Spiel. Wir sind mit Glück in die Saison gestartet. Das können wir auch gebrauchen. Wir wussten nicht genau, wo wir stehen. Wir wussten, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben. Jetzt müssen wir einfach mal so einen dreckigen Sieg mit nach Hause nehmen und froh sein, dass wir eine Runde weiter sind", sagte Dortmunds Matchwinner Reus.

Fürths Co-Trainer Oliver Barth war dagegen enttäuscht: "Man hat gemerkt, dass wir alle für Damir gearbeitet haben und gelaufen sind. Es ist schade, aber so brutal ist manchmal Fußball."

Bei seiner Startelf setzte Favre auf die bewährten Kräfte, denen er in den letzten Testpartien vertraute – mit einer Überraschung. Links in der offensiven Dreier-Reihe lief Marius Wolf statt etwa Maximilian Philipp auf, als Sturmspitze agierte wie erwartet Kapitän Reus. Das Duell mit den Fürthern, die mit vier Punkten aus bislang zwei Partien in die Zweiliga-Saison gestartet waren, gestaltete sich für den BVB schwieriger als wohl von vielen angenommen. 

Anfällig bei Kontern

Zwar hätte die Borussia früh durch Wolf (3.) oder nach einer Ping-Pong-Situation mit den Protagonisten Marcel Schmelzer (zweimal), Reus und Mahmoud Dahoud (8.) durchaus in Führung gehen können, doch genau da offenbarte sich das Problem, das sich bereits durch die gesamte Vorbereitung gezogen hatte: die fehlende Kaltschnäuzigkeit. Dazu kam die Anfälligkeit bei Kontern. Zu hoch war die Fehlerquote im pomadigen Spielaufbau, zumal der Zweitligist in den Zweikämpfen bissiger wirkte. 

Die Bilder vom Last-Minute-Sieg der Dortmunder gegen Fürth

Allerdings gelang es der SpVgg nicht, die Gegenstöße ordentlich zu Ende zu spielen. Weitschüsse von Daniel Keita-Ruel (11.) und Maximilian Wittek (36.), der das Dortmunder Gehäuse aus rund 25 Metern nur knapp verfehlte, waren die größten Möglichkeiten der Fürther.

Ohne Knipser-Qualitäten

Und die Dortmunder? Bei denen lief phasenweise überhaupt nichts zusammen. Darüber hinaus bewiesen weiterhin, dass ihnen ein Stürmer mit Knipser-Qualitäten gut zu Gesicht stehen würde. Reus schloss zu unplatziert ab (23.), ehe Greuther-Keeper Sascha Burchert einen direkten Freistoß des BVB-Kapitäns mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (32.). 

Eine Hundertprozentige vergab dazu Thomas Delaney (44.). Für die Borussia blieb es auch nach der Pause ein wahrer Pokal-Kampf. Während der wesentlich galligere Zweitligist, bei dem Trainer Damir Buric wegen eines Trauerfalls in der Familie fehlte, ihre Chancen auf die Überraschung witterten. 

Witsel macht Strich durch die Rechnung

Im letzten Moment blockte Lukasz Piszczek einen guten Schuss von Tobias Mohr (48.). Der wahre Wachrüttler – für Dortmunder Ansprüche eigentlich zu spät – war allerdings erst der Fürther Treffer durch Sebastian Ernst (77.). Der Zweitligist wahrte sich schon in der nächsten Runde, bis die Witsel den Greuthern in der etwas zu langen Nachspielzeit einen Strich durch die Rechnung machte. 

Bis zum bitteren Ende

Während der BVB in der Verlängerung offensiv weitgehend harmlos blieb, hätten Richard Mayar (103.) und Ex-Schalker Fabian Reese (113.) hätten die Partie einmal zu Fürther Gunsten kippen können. Bis auch Reus in allerletzter Minute zuschlug.

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