Borussia Dortmund

Weigl ist zurück in der Rolle des Schlüsselspielers

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Für BVB-Coach Peter Stöger ist Julian Weigl (links) einer der Hauptgründe, warum auch die Offensive um Marco Reus (Mitte) wieder auftrumpft.

Dass die Offensive von Borussia Dortmund wieder in Fahrt kommt, ist für Trainer Peter Störger besonders ein Verdienst von Julian Weigl. Er erhält seine alte Rolle zurück.

Dortmund - Die Offensive von Borussia Dortmund nimmt zum Saison-Endspurt allmählich wieder Fahrt auf. Vor allem das Duo Marco Reus und Mario Götze wird in diesem Zusammenhang immer gerne genannt. Dass es kurz vor der WM in Russland wieder aufblüht und von einer gemeinsamen Teilnahme beim Turnier träumt.

Wie gut die Freunde harmonieren, ist natürlich auch Peter Stöger nicht entgangen. Der Coach des BVB verweist auf gut funktionierende Passwege, Laufwege und Abstimmungen. „Sie profitieren allerdings auch davon, dass rundherum Jungs unterwegs sind, die Räume öffnen“, sagt der Österreicher, dem vor allem einer bei all den Lobeshymnen für Götze und Reus zu kurz kommt: Julian Weigl.

„Was für mich untergeht, ist, dass auch Julian Weigl da einen wichtigen Job für die zwei erledigt“, sagt der 52-Jährige: „Er hält ihnen den Rücken frei und spielt für mich die zentrale Position. Er stabilisiert die ganze Geschichte hinter den Jungs.“

Unter Tuchel direkt eingeschlagen

Worte, die der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler lange nicht gehört haben dürfte. Denn nachdem er in seinem ersten Jahr in Dortmund unter dem ehemaligen Coach und seinem großen Förderer Thomas Tuchel direkt eingeschlagen war und zum Schlüsselspieler wurde, folgte ein erster größerer Knick in seiner noch jungen Karriere: eine schwere Sprunggelenkverletzung, keine ordentliche Sommer-Vorbereitung und dazu mit Peter Bosz ein Trainer, der auf der Sechser-Position andere Dinge verlangt hatte als zuvor Tuchel.

Unter Ex-Coach Thomas Tuchel wurde Julian Weigl direkt zum Schlüsselspieler beim BVB.

„Er sieht seinen Sechser weiter vorn zwischen den Ketten, während ich den Ball lieber auch mal hinten abhole, um das Spiel von da zu stabilisieren und aufzubauen“, erklärte Weigl jüngst in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Daher war für Weigl zwischenzeitlich auch ein vorzeitiger Abschied aus Dortmund durchaus denkbar gewesen – trotz eines bis Sommer 2021 gültigen Vertrages bei der Borussia.

System-Wechsel kommt Weigl entgegen

Mit dem Wechsel von Bosz zu Stöger lief es nicht direkt wieder besser für Weigl. Erst, seitdem der BVB wieder mehr Risiko geht, mehr auf Ballbesitz aus ist und seine Ausrichtung verändert hat, trumpft auch Weigl wieder auf: Er ist alleiniger Sechser und hat von seinem Coach „relativ viele Freiheiten bei der Interpretation der Rolle“, wie er erklärt: „Mir kommt das entgegen.“ Dahingehend, dass er in seine alte Rolle als Schlüsselspieler hineinwächst: „Wenn ich Räume habe, kann ich aktiver ins Spiel eingreifen. Das tut meinem Spiel gut.“

Und damit auch dem der Dortmunder. Das ist Michael Zorc ebenfalls nicht entgangen. „Julian hat sich zuletzt deutlich verbessert präsentiert, insbesondere, was seine Körpersprache angeht“, sagt der Sportdirektor des BVB: „Er bringt mehr Robustheit auf den Platz.“

Und damit genau die Attribute, die den Schwarz-Gelben lange gefehlt haben. Weshalb Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor rund zwei Monaten einen Spieler gefordert hatte, „der etwas böser guckt, der auch mal einen wegsenst“. Einen Anführer eben. „So“, sagt Watze, „wie Xabi Alonso, den habe ich verehrt.“ Den Alonso, der zu Weigls großen Idolen zählt.

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