Bundesliga am Montag

Ratlos in der Offensive: Dortmund holt nur einen Punkt in Nürnberg

+
Borussia Dortmund und Jadon Sancho wirkten in der Offensive ideenlos.

Borussia Dortmund gegen Nürnberg – auf dem Papier eine klare Sache. Vor dem Spiel. Nach 90 Minuten sah das anders aus.

Nürnberg – Viel war nicht los an diesem Montagabend in Nürnberg. Bei Borussia Dortmund lief nicht viel zusammen. Das Spiel war geprägt von hohen Bällen, misslungenen Angriffsversuchen. Beim vermeintlichen Aufbaugegner hat man viel versucht, eines aber aber eben nicht getan: Selbstvertrauen für bevorstehende Aufgaben geholt. Am Ende trennten sich der BVB und der 1. FC Nürnberg 0:0.

Die Zeichen standen auf Protest. Wieder einmal sorgte das Montagsspiel für Unruhe. Auf und neben dem Platz. Der BVB stürmte in Hälfte eins auf die Nürnberg-Kurve. Die Masse holte ein Plakat nach dem anderen hervor, zielte damit vor allem gegen den Deutschen Fußballbund (DFB) und die Deutsche Fußballliga (DFL). Bei Ecken von rechts zielte sie aber auf noch mehr – und trug so die Unruhe auf dem Platz. 

Schwarze Tennisbälle

Wann immer schwargelb zum Eckstoß antrat, flogen schwarz gefärbte Tennisbälle. Sehr zum Unmut der Dortmunder. Jadon Sancho reichte es irgendwann, in der 42. Minute hob er einen auf und warf ihn zurück. Club-Keeper Christian Mathenia und Schiedrichter Harm Osmers beruhigten ihn. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit platzte dann dem Rest der Dortmunder Mannschaft der Kragen. 

Erneut Eckstoß für schwarzgelb, erneut flogen die Tennisbälle. Das wurde dem Unparteiischen zu viel, er beorderte die Mannschaften in die Kabine. Pause. Kein Eckball. Das sorgte auf dem Weg in die Kabine für viel Diskussionsbedarf – die Leidenschaft in der Debatte, fehlte allerdings spielerisch auf dem Feld.

BVB mit Nullnummer in Nürnberg

Keine Tore vor dem Seitenwechsel. Borussia Dortmund schaltete nicht schnell genug um, der Druck nach vorne fehlte. Lucien Favre überraschte mit Marius Wolf als Rechtsverteidiger, Abdou Diallo deckte die linke Seite ab. Das war in der Defensive nicht schlecht, es fehlte im Spiel mit dem Ball aber die Übersicht eines Lukasz Piszczek und das Tempo eines Achraf Hakimi. Maximilian Philipp konnte zudem erneut nicht die Lücke schließen, die der Ausfall von BVB-Kapitän Marco Reus auf der Zehn gerissen hat. 

In der 63. Minute war dann auch Schluss für ihn, Paco Alcácer rückte auf die Neun und Mario Götze auf die Zehn. Vorne ackerte sich Götze übrigens ab, sorgte in der 34 Minute für die wohl größte Torgefahr. Auf der Gegenseite war es zuvor Hanno Behrens, der in der 28. Minute zunächst auf das Tor köpfte und Roman Bürki sich strecken ließ und dann noch einmal einen Kopfball über den Querbalken brachte.

Kein Druck im Spiel nach vorne

Dortmund trat insgesamt nicht wie ein Tabellenführer beim Tabellenletzten auf. Die Ausfälle tun eben weh. Vielleicht verunsicherten auch die FCN-Fanproteste den Spitzenreiter. Sollte aber eigentlich nicht. Mentale Stärke zeigt sich gerade in den Phasen, in denen es nicht so gut läuft. Sportdirektor Michael Zorc hatte vor dem Spiel zwar noch eingeräumt, dass das Spielglück aktuell fehle – das dürfte gegen ein Kellerkind wie den 1. FC Nürnberg so aber nicht gelten. Oft fehlte es an cleveren Kombination, die den BVB unter Lucien Favre erst so stark machten. Von einem finalen Pass ganz zu schweigen. 

Zudem liefen starke Einzelakteure wie Raphael Guerreiro oder Jadon Sancho ihrer Form hinterher, ließen wenig von ihrem fußballerischen Genie aufblitzen. Auch Jacob Bruun Larsen konnte keinen Akzente setzen. In der 80. Minute kam er für Thomas Delaney – ein offensiver Wechsel. Favre bemerkte selbst, dass vorne nichts ging. Jedenfalls zu wenig gegen den Tabellenletzten.

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare