Der BVB in Marbella

"Brauche die Binde nicht" - Sven Bender zur K-Frage beim BVB

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Sven Bender gehört in der jungen Dortmunder Mannschaft zu den erfahrenen Führungsspielern.

Marbella - Ein ruhiges Jahr sieht definitiv anders aus. Für Sven Bender hatte das Jahr 2016 Höhen und Tiefen. Dortmunds Defensivspezialist nahm an den Olympischen Spielen in Rio teil, wurde erstmals Vater.

Doch auch eine lange Verletzungspause liegt hinter dem 27-Jährigen. „Ich nehme das immer alles mit, die schlechten Sachen kann ich nicht ändern und sie bleiben auch nicht lange hängen“, sagt Bender in Marbella.

Von den Olympischen Spielen im Sommer kehrte Sven Bender mit einer Verletzung zurück. Ein Knochenmarködem im Fuß verhinderte bis Mitte Dezember einen Einsatz, ehe Bender bedingt durch die Verletzungsproblematik gegen Hoffenheim direkt 90 Minuten ran musste. „Das war nicht die optimale Situation“, blickt Bender zurück. 

Schon vor dem Finale in Rio hatte Bender Probleme im Fuß, konnte dann allerdings doch auflaufen. „Ich würde die Entscheidung wieder so treffen. Es war ja in Ordnung, sonst hätte ich während des Spiels sagen müssen, dass es nicht mehr geht. Das war nicht der Fall“, so der Nationalspieler. Was folgte war eine monatelange Pause, im Abwehrverbund des BVB wurde Bender schmerzlich vermisst. 

4:1 Borussia Dortmund - PSV Eindhoven

Mit seinen 27 Jahren ist er nicht nur erfahren, er ist auch einer der dienstältesten Borussen, die einer jungen und sich im Umbruch befindenden Mannschaft Stabilität geben können. „Ich nehme die Rolle als Führungsspieler an und versuche das vorzuleben.“ Und das auch ohne Kapitänsbinde, um die es immer noch Diskussionen gibt. „Ich brauche das Thema nicht und bei uns ist das auch kein Thema. Marcel Schmelzer ist unser Kapitän.“ Einige Tage zuvor hatte Thomas Tuchel noch keine klare Aussage zu dem Thema getroffen. Er wolle mit Schmelzer und Marco Reus sprechen.

Das Team habe eine Reihe an Führungsspielern, auch er selbst habe sein Wort in der Mannschaft, sagt Bender, „dafür brauche ich die Binde nicht.“

Bis zum Rückrundenauftakt in zehn Tagen geht es für die Dortmunder darum, einen Rhythmus zu finden. „Die Vorbereitung ist kurz. Darum bin ich im Nachhinein sehr froh, dass ich vor der Winterpause schon zwei Spiele machen konnte, die für mich rückblickend eine Verlängerung der Vorbereitung waren“, sagt der gebürtige Rosenheimer.

In der Hinrunde fehlte es dem Defensivverbund oft an Stabilität. Bedingt durch die vielen Verletzungen konnte sich kaum eine Formation einspielen. Der Rückkehrer hofft, dass alle Spieler verletzungsfrei bleiben, „wenn alle fit sind ist es für alle leichter, wieder reinzukommen, weil man konstant auf hohem Niveau trainiert.“

"Ganz klar Innenverteidiger"

Bender selbst sieht sich dabei, „ganz klar als Innenverteidiger.“ Während der vergangenen Saison habe es Gespräche mit Thomas Tuchel gegeben, so der etatmäßige defensive Mittelfeldspieler. Unter Tuchel verteidigt der BVB sehr hoch, „meinem Spiel kommt das entgegen. Ich stehe auf dem Spielfeld jetzt fast da, wo ich früher auch stand.“

Wo die Borussia am Ende der Saison steht, vermag Bender noch nicht zu sagen. „Beim Blick auf die Tabelle sieht man, dass noch relativ viel drin ist. Aber dafür müssen wir hart arbeiten und einen guten Start hinlegen.“

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