Der Ersatzmann

Reus fällt aus – so nutzt Philipp seine Chance beim BVB

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Durch den Ausfall von Marco Reus hat Maximilian Philipp (am Ball) seine Chance bekommen gegen RB Leipzig.

Es war ein heftiger Rückschlag vor der Partie des BVB bei RB Leipzig: Kapitän Marco Reus ist verletzt. Dafür bekam Maximilian Philipp seine Chance bei Borussia Dortmund.

Leipzig – Des einen Leid ist des anderen Freud'. Ein altes Sprichwort. Es fasst wohl ganz gut die Situation im Kader von Borussia Dortmund zusammen. Man mag Maximilian Philipp zwar keineswegs unterstellen, er freue sich über die Verletzung seines Kapitäns Marco Reus. Aber dadurch bot sich für ihn die Chance, sich zu zeigen im Spiel gegen RB Leipzig.

Der BVB besiegte die Roten Bullen mit 1:0 (1:0) – bei uns im Ticker zum Nachlesen – und Philipp durfte durch den eher spontanen Ausfall von Spielmacher Reus von Beginn an auf der Zehn ran. Eine Position, die er kennt. Auf der er sich wohlfühle. Sich aber eben viel zu wenig bislang zeigen konnte – kein Vorbeikommen am Kapitän, der wohl die bisher beste Saison seines Lebens macht.

Philipp selbstbewusst

"Dass die Position mir liegt, weiß ich schon länger", gab sich Philipp nach der Partie selbstbewusst. "Auf der Position fühle ich mich ganz wohl und weiß, wie ich mich zu verhalten haben", so der 24-Jährige. Ein Manko: Die mangelnde Spielpraxis. In den Testspielen im Trainingslager in Marbella durfte er ran, erzielte auch Tore. Auf den Spielberichtsbögen der Pflichtspiele sucht man seinen Namen bislang eher. "Ich muss erst mal wieder in den Wettbewerb reinkommen – glaube aber, dass ich das schon ganz gut gemacht habe", sagte er.

Mannschaft kompensiert Ausfall

Philipp machte viele Wege. Das war in der Tat gut. Manchmal fehlte aber die Schnelligkeit, in den Beinen und im Kopf. Er ragte nicht raus aus der Masse, fügte sich aber gut ein. "Wir haben gemerkt, dass wir auch als Mannschaft einzelne Spieler ersetzen können, die den Unterschied machen", meinte Keeper Roman Bürki.

BVB gewinnt Auftaktspiel der Rückrunde in Leipzig

Und fast hätte Philipp seine gebotene Chance noch mit einem Tor gekrönt. In der 53. Minute setzte sich der Offensivmann durch, hatte freies Schussfeld – und scheiterte an einem blitzartigen Reflex des Leipzig-Keepers Peter Gulacsi. So blieb der Treffer von Axel Witsel (19.) der einzige des Spiels. Gereicht hat es jedenfalls. Auch ohne Marco Reus. "Die Freude überwiegt nach dem Sieg bei einer Topmannschaft wie Leipzig", sagte Philipp. Und: "Heute hat man gemerkt, dass auch die Spieler, die weniger zum Zuge gekommen sind, auch ihre Leistung bringen. Und es verdient haben, in dieser Mannschaft zu sein." In der Tat: Borussia Dortmund ist qualitativ breit genug aufgestellt – und bereit für das Titelrennen.

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