13. Bundesliga-Spieltag

Bürki: "Ein spezielles Spiel für mich"

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"Hab' dich!" – Roman Bürki ist endgültig angekommen beim BVB.

Roman Bürki ist die unangefochtene Nummer eins bei Borussia Dortmund. Am Samstag trifft der BVB-Keeper auf den SC Freiburg – der war sein Sprungbrett.

Dortmund – Roman Weidenfeller (38) ist etwas mehr als zehn Jahre älter, als sein Namensvetter Roman Bürki (28). Der Altmeister hat nach der vergangenen Saison seine Karriere als aktiver Torhüter bei Borussia Dortmund beendet. Seine Zeit war mit 37 Jahren gekommen. Vielleicht auch, weil die BVB-Legende wusste, dass Bürki reif war. Reif, die alleinige Nummer eins zu sein. 

Und Bürki liefert – es ist seine bisher wohl beste Saison. Am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) geht es nun gegen den Klub, bei dem das Abenteuer Bundesliga für den Schweizer begann: Der SC Freiburg ist zu Gast in Dortmund.

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Das Spiel am Samstag zu Hause gegen den SC Freiburg ist für ihn von besonderer Natur. Es geht gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. „Ich freue mich natürlich. Das ist ein spezielles Spiel für mich“, sagt der BVB-Schlussmann. In 34 Ligaspielen hütete er das Tor der Breisgauer, ehe er im Jahr 2015 für 3,5 Millionen Euro zu den Westfalen wechselte. Als Absicherung und designierter Nachfolger für Weidenfeller. Freiburg war Bürkis Sprungbrett, um sich in der Bundesliga als feste Größe zu etablieren. Und er nutzte seine Chance, stand in der Saison 2014/15 in allen Spielen zwischen den Pfosten für den SCF. Die Durchschnittsnote des kicker damals: 2,7.

Zwischen den Pfosten angekommen

Bürki stand seitdem schon oft in Kritik. Er galt als Unsicherheitsfaktor. Ein zittriger Ball hier, ein fehlgeleiteter Abschlag da. Die Fans murrten. In dieser Saison ist das anders. Bürki lässt die Kritiker verstummen, überzeugt mit Leistung – und ist endgültig angekommen zwischen den Pfosten von Borussia Dortmund.

So kommt er in der laufenden Spielzeit auf 990 Einsatzminuten, im Pokal kommen 120 weitere Minuten hinzu sowie 450 Spielminuten in der Königsklasse. Bürki hat sich gegen seinen Landsmann Marwin Hitz, der im Sommer den offenen Konkurrenzkampf führen sollte, souverän durchgesetzt. Er ist die erste Wahl von BVB-Trainer Lucien Favre. Das Fußballfachmagazin kicker stimmt überein. Bürki kommt im Schnitt auf eine Note von 2,4 in der Liga – ein guter Wert. Er zeigt: Bürki hat sich noch gesteigert.

Bekannte Gesichter

An den Ex-Klub selbst hat der 28-Jährige nur gute Erinnerungen. „Das war mein erster Klub in der Bundesliga und ich freue mich, die ganzen Gesichter wiederzusehen. Zu zwei, drei Spielern habe ich immer noch Kontakt. Ich hoffe auf ein gutes Spiel – natürlich mit einem besseren Ende für uns“, sagt er. 

Damit das eintritt, muss sich der BVB vorbereiten. Die Gegner stellen sich langsam aber sicher auf die schwarz-gelbe Offensivmaschinerie ein und mauern. Zuletzt bremste der FC Brügge den Dortmunder Angriff mit zwei eng aufeinander liegenden Viererketten aus. Ein Umstand, der so auch gegen Freiburg eintreten könnte.

Favre fordert mehr Präzision

„Freiburg ist eine Mannschaft, die sehr gut organisiert ist und auch mehrere Systeme spielen kann. Diese Mannschaft hat 1:1 in München und 3:1 in Gladbach gespielt“, mahnt Favre. Sein Gegenüber Christian Streich präferiert dabei ein 3-4-3-System, wird aber gegen den BVB tiefer stehen. „Viele Mannschaften, die gegen uns spielen, wechseln ihr System“, sagt Favre. 

Einen Lösungsansatz dafür hat er bereits. „Das müssen wir besser beherrschen und einfach schneller spielen, schneller sehen und schärfere Pässe spielen. Wir brauchen mehr Präzision und die richtige Bewegung im richtigen Moment“, so der BVB-Trainer.

Zorc mit viel Lob für Freiburg

Und auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc warnt vor dem kommenden Gegner. „Sie machen über ganz viele Jahre ganz hervorragende Arbeit, das Management und das ganze Personal rund um Streich“, sagt er. So hätten es die Freiburger auch „immer wieder geschafft, Talente hervorzubringen“. 

Roman Bürki und der BVB: Die besten Bilder

Und Zorc muss es ja wissen – schließlich lotste er Keeper Bürki vom Breisgau nach Westfalen. Die lediglich 13 Gegentore des BVB nach zwölf Spielen in der laufenden Bundesligasaison zeigen: Eine gute Entscheidung.

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