Auswärts gegen Mönchengladbach

Klopp: Gladbach "nicht ins Spiel kommen" lassen 

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Jürgen Klopp.

DORTMUND - Trotz der schwachen Hinrunde des BV Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga gibt es auch Begegnungen, an die sich Jürgen Klopp gerne erinnert. Dazu gehört zweifellos das Hinspiel gegen den Namensvetter aus Mönchengladbach.

Von Peter Schwennecker 

Laut BVB-Trainer Jürgen Klopp war es eines der besten Saisonspiele der Schwarz-Gelben. Und eines, das wegen des äußerst kuriosen Eigentores von Weltmeister Christoph Kramer in die Bundesliga-Historie einging. Der Gladbacher Mittelfeldspieler traf mit einer verunglückten Rückgabe aus fast 50 Metern ins eigene Tor zum entscheidenden 1:0 für die Dortmunder. Ein hochverdienter Sieg für die Westfalen, die die Elf vom Niederrhein damals 90 Minuten an die Wand spielten, aber zum Leidwesen ihres Fußball-Lehrers trotz bester Chancen einfach selbst nicht trafen. Wenn sich beide Mannschaften um 15.30 Uhr im Mönchengladbacher Borussia-Park erneut gegenüberstehen, darf Klopp diesmal nicht auf Hilfe von Kramer hoffen. Der fehlt wegen der fünften Gelben Karten. „Ein Schelm, wer böses dabei denkt“, schmunzelt Klopp. Doch der BVB-Coach weiß, was seine Mannschaft erwartet: „Gladbach hat eine geile Mannschaft, die einen klaren Plan verfolgt. Teil unserer Idee muss sein, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Sonst entwickeln sie brutale Torgefahr. Ich freue mich richtig auf die Partie.“

Vieles, was Klopp gefallen hat

Beide Borussen mussten in der Woche im Pokal in die Verlängerung. Die Dortmunder mit dem besseren Ende gegen Hoffenheim und dem Einzug ins Halbfinale, die Gladbacher mit dem K.o. nach Elfmeterschießen beim Drittligisten Arminia Bielefeld. „Uns hat der Sieg gegen Hoffenheim gut getan“, erklärt Klopp. „Da war vieles dabei, was mir gefallen hat.“ Ob das Ausscheiden bei den Gladbachern negative Auswirkungen auf die Bundesliga haben könnte, kann sich Klopp allerdings nicht vorstellen. „Sie hatten kein Einstellungsproblem“, betont der BVB-Trainer. „Bielefeld hat das einfach mit Klasse und Leidenschaft gemacht. Gladbach wird jetzt aber leider nicht denken, wir nehmen uns eine Woche Auszeit und sind enttäuscht.“

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Klopp beschäftigt sich aktuell nur mit dem Gegner und der Aufgabe am Wochenende. Was danach kommt, interessiert ihn erst einmal nicht. Er will keinen zusätzlichen Druck erzeugen, das Duell der Borussen nicht als richtungweisende Begegnung bezeichnen. „Wir können die Abstände zu den internationalen Plätzen verkürzen“, beteuert der 47-Jährige. „Vor dem Spiel in Gladbach darüber zu reden, das ist irrelevant. Wir haben in der Bundesliga nichts zu verschenken. Wir werden alles mitnehmen, was geht.“ Ständige Ziel-Formulierungen helfen den Schwarz-Gelben laut Klopp allerdings nicht weiter. „Wir müssen unsere Leistung konstant auf den Platz bringen. In dieser Phase entscheidet sich die Saison. Wir sind auf einem guten Weg.“

Hoffen auf Rückkehr angeschlagener Spieler

Dabei hofft Klopp natürlich darauf, dass die zuletzt angeschlagenen Marco Reus, Mats Hummels, Sven Bender und Pierre-Emerick Aubameyang wieder zur Verfügung stehen. Die endgültige Entscheidung darüber dürfte allerdings erst am Samstag fallen. Einen Wechsel wird es aber auf jeden Fall gegenüber der Pokalbegegnung am Dienstag geben. Für Mitch Langerak steht wieder Routinier Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten.

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