BVB: Was sich in der Winterpause tun könnte

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Abwehrspieler Joo-Ho Park steht bei Borussia Dortmund auf dem Abstellgleis.

Dortmund - Die Hinrunde möglichst schnell abhaken, in der Winterpause an den Defiziten arbeiten und dann in der Rückrunde durchstarten. So ungefähr dürfte der Plan von Borussia Dortmund aussehen.

Nach der verkorksten Hinrunde mit 27 Punkten und dem sechsten Platz muss sich der BVB nach dem Jahreswechsel straffen, um die Saisonziele zu erreichen. Doch was ändert sich tatsächlich bis zur Rückrunde? 

Dass Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt nochmal nachlegen wird, ist kaum denkbar. Sind alle Spieler fit, ist der Kader breit genug aufgestellt. Transfers, beispielsweise für die in der Hinrunde oftmals wackelige Defensive, wären zum jetzigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Spieler der Kategorie, die der BVB für die Liga und speziell für die Champions League gebrauchen könnte, spielen in aller Regel schon bei international vertretenen Vereinen, wären somit in der „Königsklasse“ nicht spielberechtigt. Wenn sich personell etwas tut, dann auf der Abgaben-Seite. 

Diese Spieler stehen zur Debatte: 

Joo-Ho Park: Der Südkoreaner spielt in Dortmund keine Rolle. Drei Millionen Euro Ablöse zahlten die Dortmunder 2015 an den FSV Mainz 05, ein teures Missverständnis. Park hätte schon im Sommer gehen dürfen, mangels Interessenten blieb er. Seitens des BVB wird man dem Verteidiger keine Steine in den Weg legen. 

Neven Subotic: Der Serbe wollte ebenfalls im Sommer wechseln, eine Thrombose im Arm mit anschließender Rippen-OP verhinderte einen Transfer zum FC Middlesbrough nach England. Subotic kämpfte sich während der Hinrunde zurück, feierte sein Comeback in der zweiten Mannschaft. Aktuell hat er mit Knieproblemen zu kämpfen. Tendenz: Findet sich ein Verein, mit dem sich sowohl der BVB als auch Subotic einig werden, dürfte der Innenverteidiger wohl gehen.

Borussia Dortmund - FC Augsburg 1:1

Mikel Merino: Gegen Hertha BSC und den FC Augsburg durfte er über 90 Minuten ran. Das war es dann aber auch. Für die Champions League ist der 20-jährige Spanier nicht gemeldet. Die Konkurrenz im Abwehrzentrum und auf der zentralen Position vor der Abwehr ist durch das Comeback von Sven Bender nun größer als in der Vorrunde. Vorstellbar wäre ein Leihgeschäft, um Merino Spielpraxis zu verschaffen. Möglicherweise bei seinem Ex-Klub CA Osasuna. „Bis Januar wird der Spieler in Deutschland bleiben. Danach muss man sehen. Man weiß nie, was passiert", hatte Osasunas Sportdirektor Pedja Vasiljevic schon im September gesagt. 

Nuri Sahin: Voller Euphorie in die Vorbereitung auf die laufende Saison gestartet, blieb dem Publikumsliebling meist nur die Reservistenrolle. Gegen Borussia Mönchengladbach stand Sahin in der Startelf, musste mit Knieproblemen aber bereits nach 36 Minuten wieder vom Feld. Bitter für den 28-Jährigen, der im Konkurrenzkampf mit Julian Weigl, Gonzalo Castro und Sebastian Rode ohnehin einen schweren Stand hat. Allen Gerüchten und Spekulationen zum Trotz bekräftigte Sportdirektor Michael Zorc kürzlich, dass es nicht das Bestreben des BVB sei, Sahin abzugeben. Sahin selbst sieht das ähnlich: „Ich gehöre hierher.“ Nach einem Abschied klingt das wahrlich nicht.

Afrika-Cup schwächt den BVB

Klar ist: Zum Auftakt der Rückrunde muss Trainer Thomas Tuchel improvisieren, da Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (16 Saisontore) beim Afrika-Cup weilt. Im Falle einer Finalteilnahme fehlt der Gabuner auch noch Anfang Februar beim Kracher gegen Aufsteiger RB Leipzig. Der Afrika-Cup trifft keinen anderen Bundesligisten so hart wie den BVB. Zwar fehlen beispielsweise dem FC Schalke sogar drei Spieler (Nabil Bentaleb, Eric Maxim Choupo-Moting, Abdul Rahman Baba), doch Aubameyang ist angesichts seiner Torquote nicht adäquat zu ersetzen.

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