Fehlende Ticket-Einnahmen

Geisterspielen bis 2021: BVB drohen krasse Millionen-Einbußen

Die Bundesliga soll mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Die TV-Gelder scheinen gesichert. Die finanziellen Folgen treffen den BVB wohl dennoch am stärksten.

  • Die Fußball-Bundesliga soll im Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden.
  • Wie es in der kommenden Saison weitergeht, ist noch völlig unklar.
  • Dem BVB drohen krasse Millionen-Einbußen.

Dortmund - Der Ball ruht aktuell in Deutschland. Das soll sich im Mai ändern, denn dann soll die Fußball-Bundesliga idealerweise fortgesetzt und die Saison 2019/20 beendet werden. In den gewohnten Genuss von lautstarken Fan-Gesängen und Gänsehaut-Atmosphäre wird aber vorerst niemand kommen. 

Deutschlands höchste Spielklasse wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Der Verlust der fehlenden Ticket-Einnahmen ist immens - nicht nur, aber besonders bei Borussia Dortmund. Der finanzielle Schaden, den die Corona-Pandemie insgesamt anrichtet, ist jedoch um ein vielfaches größer.

Coronavirus: Borussia Dortmund drohen Mega-Millionen-Einbußen

"Die Pandemie-Situation ist leider so, wie sie ist. Wir müssen das Beste daraus machen", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke der Funke Mediengruppe. Auf leere Ränge in den kommenden Monaten hat sich Watzke bereits eingestellt. "Ich kenne die leere Südtribüne gut, weil ich zurzeit manchmal, um Kraft zu tanken, alleine durch das Stadion gehe und vor ihr stehen bleibe", wird Watzke zitiert.

Zwar scheint der BVB, anders als ein Großteil der Konkurrenz, gegen die Coronavirus-Krise gerüstet zu sein. Viele Klubs schaffen es lediglich dank der Auszahlung der letzten Rate der Rechteerwerbern über die Runden. 

Gänzlich vor Löchern in der Vereinskasse geschützt ist Borussia Dortmund allerdings nicht - ganz im Gegenteil, wie Zahlen belegen, von denen der Kicker berichtet. Neben dem FC Bayern trifft die Corona-Krise den BVB wohl am härtesten. 

Borussia Dortmund: Millionen-Verluste trotz TV-Gelder

Zwar sind die milliardenschweren TV-Gelder auch bei Geisterspielen gesichert. Jedoch ist jedes Duell ohne Zuschauer gleichbedeutend mit einem immensem Verlustgeschäft. So droht dem Bericht zufolge dem Liga-Dritten RB Leipzig ein Minus von rund 50 Millionen Euro. Zum Vergleich: In die Leipziger Red Bull Arena passen 42.146 Zuschauer. Das sind gerade etwas mehr als die Hälfte des Fassungsvermögens des Dortmunder Signal-Iduna-Parks (81.365 Zuschauer).

Der Schaden, den die Coronavirus-Krise beim BVB hinterlassen wird, wird Hochrechnungen zufolge im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Tendenz steigend, sollten Geisterspiele ein langfristiges und unausweichliches Mittel werden.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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