15. Bundesliga-Spieltag

Favre gibt wenig Preis – oder hat Delaney doch eine Einsatzchance gegen Bremen?

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Borussia Dortmunds Thomas Delaney war zuletzt angeschlagen.

Thomas Delaney war angeschlagen, BVB-Trainer Lucien Favre macht ein Geheimnis um seine Genesung. Eine Chance gibt es aber für einen Einsatz gegen Bremen.

Dortmund – „Should I stay or should I go“ lautet einer der erfolgreichsten Titel der britischen Rockband The Clash aus den 1980er-Jahren. Auf eine Antwort wartet das lyrische Ich noch bis heute. „Soll ich bleiben oder soll ich gehen?“ heißt es in dem Song. Eine Frage, die sich auch Trainer Lucien Favre bei jeder Pressekonferenz vor den Spielen von Borussia Dortmund stellt – in etwas abgewandelter Form.

„Soll ich es sagen oder soll ich schweigen?“, lautet allzu oft sein Motto. So auch auf die Frage nach Thomas Delaney, der am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) auf seinen Ex-Klub Werder Bremen treffen könnte. Da entschied sich Favre erst fürs Schweigen, sagte dann aber doch etwas.

Zunächst Schweigen

Fünf verletzungsbedingte Ausfälle hatte der Ballspielverein in Monaco zu beklagen. Marco Reus (Oberschenkel), Lukasz Piszczek (Knie), Jacob Bruun Larsen (Belastungssteuerung), Dan-Axel Zagadou (Fußprellung) und eben Delaney (Wade). „Drei davon haben trainiert, zwei nicht – nur 15 Minuten.“ Wirklich schlauer war danach keiner. 

Wenig später äußerte sich Favre dann aber auf Nachfrage dieser Redaktion doch genauer zu Delaney. Der 27-jährige Däne sei „die Woche nicht im Training“ gewesen. „Er hat heute angefangen zu trainieren, hat einen Teil gemacht“, so der BVB-Trainer am Donnerstag. Ob das denn für einen Einsatz gegen Bremen reiche? „Mal sehen, wie es geht nach dem Training heute“, so Favre. Das war die Stelle mit dem „soll-ich-es-sagen“, sofort danach folgte das „oder-lieber-schweigen“. Favre: „Mehr kann ich noch nicht sagen.“

Herbstmeisterschaft als Ziel?

Doch auch ganz egal, ob Delaney nun spielt oder nicht, geht es für den BVB noch um mehr als bloß das Wiedersehen zwischen einem Neuzugang aus dem Sommer und dessen Ex-Klub. Mit einem Sieg können sich die Schwarzgelben die Herbstmeisterschaft frühzeitig sichern. Wichtig? Wenn es nach BVB-Boss Hans-Joachim Watzke geht, zumindest „in psychologischer Hinsicht“. Für Sportdirektor Michael Zorc sieht das schon anders aus. „Herbstmeister ist ein Titel, der keiner ist. Wir wollen das spiel am Samstag gewinnen und dann geht es schon wieder weiter“, sagte er. Das ewige Mantra: In Dortmund denkt man von Spiel zu Spiel.

Die Ergebnisse geben den Verantwortlichen Recht. Elf Siege und drei Unentschieden lautet die Bilanz von Favre in der aktuellen Spielzeit. 39 Tore erzielte sein Team schon, kassierte nur 14 Gegentreffer. Das macht Platz eins mit 36 Punkten.

Delaney als Antreiber

Eine entscheidende Rolle spielte und spielt dabei aber auch Delaney. „Thomas braucht keine lange Anpassungszeit, um sich in einem neuen Umfeld zurecht zu finden“, bescheinigte etwa Bremens Maximilian Eggestein seinem ehemaligen Teamkameraden, „er versteckt sich nicht, sondern zeigt sofort, was für ein Spieler er ist“. Und wenn man das Ganze so betrachtet, landet man wieder bei The Clash. Für Delaney gilt der Song aber in seiner Urform: „Should I stay or should I go?“ Die dänische Antwort lautet auf dem Platz: Ich bleibe. Der Sechser räumt ab, was auf ihn zukommt. „Thomas kann eine Mannschaft mitreißen. Das hat er bei uns sofort getan, und genau deswegen wollten die Dortmunder Verantwortlichen ihn auch haben“, sagte Eggestein. Und wäre wohl nicht böse drum, wenn es für Delaney am Samstag nicht reicht.

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