Kein Hintertürchen

BVB-Boss Watzke schließt Kapitel Aubameyang

+
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke stellte klar, dass Pierre-Emerick Aubameyang in Dortmund bleibt.

Borussia Dortmund will das Kapitel Pierre-Emerick Aubameyang endgültig schließen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will auch von einem Hintertürchen nichts wissen.

München - Hans-Joachim Watzke hat jeglichen weiteren Spekulationen um Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang einen Riegel vorgeschoben. "Im Fußball sagt man zwar immer, man muss sich ein Hintertürchen offenhalten, aber es ist unser ganz klares Ziel, dass Aubameyang in dieser Saison bei uns spielt", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund nach der Rückkehr des DFB-Pokalsiegers von seiner Asienreise bei einem Zwischenstopp in München.

Der BVB-Boss geht davon aus, dass Bundesliga-Torschützenkönig Aubameyang diese Entscheidung, die Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nach dem 3:1-Erfolg des BVB im Test über den AC Mailand am Dienstag in Guangzhou offiziell kommuniziert hatte, ohne Murren akzeptiert.

"Es gibt keine atmosphärischen Störungen. Sicherlich hat er damit geliebäugelt, noch mal etwas anderes zu machen. Und natürlich wäre bei der einen oder anderen Sache auch deutlich mehr Geld für ihn herausgesprungen. Aber er fühlt sich total wohl in der Mannschaft und im Verein, und wir fühlen uns mit ihm wohl. Da gibt es keine Probleme", sagte Watzke.

Schlussstrich unter Kapitel Aubameyang

Der 58-Jährige begründete noch einmal, warum der BVB diese Woche unter das Kapitel Aubameyang einen Schlussstrich gezogen hat. "Wir waren in ständigem Austausch mit seinen Beratern und ihm. Es wurde die ganze Zeit offen kommuniziert zwischen uns. Insofern war die Situation klar. Wir hatten einen Termin vereinbart, der schon um einige Tage überschritten war. Für ihn war das Transferfenster acht Wochen offen. Irgendwann braucht aber auch der BVB einmal Planungssicherheit", so der Klubchef, der kategorisch ausschloss, dass sich am Status quo in diesem Sommer noch etwas ändert.

Um Aubameyang hatten angeblich vor allem der englische Meister FC Chelsea und der italienische Renommierklub AC Mailand gebuhlt. Milans Geschäftsführer Marco Fassone hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass der Gabuner auf der Liste der Italiener stehe - zum Unverständnis von Watzke: "Es kann nicht sein, dass sich andere Sportdirektoren hinstellen und sagen: 'Den Spieler will ich haben und den auch noch'. Das sind Zustände beim AC Milan, das ist kein Respekt." Zudem stand auch ein Wechsel nach China zur Debatte.

Kader soll verkleinert werden

Nachdem die Zukunft des 28 Jahre alten Gabuners geklärt ist, schließt Watzke weitere Zugänge bei der Borussia in diesem Sommer aus. Stattdessen wolle man den Kader noch um den ein oder anderen Spieler verkleinern, dessen sportliche Perspektive unter dem neuen Dortmunder Trainer Peter Bosz nicht so gut ist.

Als Saisonziel für die Spielzeit 2017/18 nannte Watzke die direkte Qualifikation für die Champions League, aber auch der Titel sei kein Tabu. "Natürlich wollen wir auch gerne Meister werden, aber wir wissen, dass davor noch eine ganz hohe Hürde steht, der FC Bayern."

sid/WA

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare