Champions League

Borussia Dortmund besteht "Reifeprüfung"

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Raphael Guerreiro (links) erzielte einen Doppelpack.

Borussia Dortmund hat am Mittwoch in der Champions League gegen Atlético Madrid mit 4:0 (1:0) gewonnen. Der Spielbericht.

Dortmund - Der BV Borussia Dortmund hat die von Kapitän Marco Reus im Vorfeld ausgerufene Reifeprüfung in der Champions League mit Bravour bestanden. Nach dem eindrucksvollen 4:0 (1:0)-Erfolg vor 66099 Zuschauern (ausverkauft) über Atlético Madrid fehlen dem Bundesliga-Spitzenreiter lediglich zwei Punkte aus den ausstehenden drei Begegnungen der Gruppe A, um im Wettbewerb zu überwintern.

Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, warum BVB-Kapitän Marco Reus die Geduld als wichtigste Komponente im Spiel eingestuft hatte, um gegen Atlético zu bestehen. Mit einer stoischen Ruhe spulten die Madrilenen ihr fußballerisches Programm ab, hielten so lange wie möglich den Ball in den eigenen Reihen, lauerten dabei auf Fehler des Bundesligisten. 

*** Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen ***

Doch Dortmunds Trainer Lucien Favre hatte seine Mannschaft sehr gut datauf eingestellt. Die Schwarz-Gelben, bei denen Mario Götze von Beginn für den verletzten Paco Alcácer (Oberschenkel) in der Spitze agierte und Christian Pulisic für Jadon Sancho stürmen durfte, minimierten das Risiko, wählten meist ebenfalls lieber die sichere Passvariante.

Witsel trifft zum 1:0

Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe Axel Witsel Gästetorwart Jan Oblak erstmals mit einem Distanzschuss prüfte. Kurz darauf besaß Pulisic nach guter Vorarbeit von Achraf Hakimi sogar die erste Großchance, verfehlte mit seinem Schlenzer aber das Gehäuse. Unter Mithilfe der Spanier gelang der Borussia schließlich der Führungstreffer. Lucas Hernández fälschte einen Witsel-Schuss unhaltbar für seinen Keeper zum 1:0 (38.) ab.

Borussia Dortmund deklassiert Atlético Madrid

Kurz vor der Pause verpasste Dan-Axel Zagadou nach einer Ecke von Pulisic nur knapp den möglichen zweiten Treffer. Auf der Gegenseite hatte Weltmeister Antoine Griezmann (32.) bei der einzigen gefährliches Offensivaktion Atléticos nur das Außennetz getroffen. Pech für den BVB, dass Thomas Delaney Mitte der ersten Halbzeit mit einer Fußverletzung vom Feld musste. Für ihn kam Mahmoud Dahoud.

Die Gäste mit Tempo

Dass der Europa-League-Sieger aus Madrid auch offensive Qualitäten besitzt, bewies er direkt nach der Pause. Atlético erhöhte das Tempo im Passspiel und brachte die Dortmunder Abwehr durchaus in Verlegenheit. Dafür sorgte vor allem Saúl Niguez gleich mit drei Distanzversuchen. Dabei traf er einmal (50.) die Querlatte des BVB-Gehäuses. Der Druck der Spanier wurde immer größer, der Bundesligist verlor in dieser Phase Ruhe und Ordnung. Weshalb Trainer Favre reagierte und mit Raphael Guerreiro für Jakob Bruun Larsen eine defensivere Variante für das Mittelfeld einwechselte.

Jokertore

Danach konnten sich die Borussen auch wieder aus der Umklammerung befreien, erarbeiteten sich selbst wieder Möglichkeiten. Doch stand dabei nach 64 Minuten Hakimi seinem einschussbereiten Kapitän Reus im Weg. Madrid drückte, Dortmund konterte. Und wie. In der 73. Minute erzielte Guerreiro nach glänzender Vorarbeit von Dahoud und Hakimi das 2:0. Wieder hatte Favre mit einer Einwechslung ein glückliches Händchen bewiesen. Es war bereits das elfte „Jokertor“ des BVB in dieser Saison. 

Bürki stark

Atlético gab aber nicht auf. Roman Bürki reagierte nach 78 Minuten bei einem Schuss von Angel Correa prächtig, lenkte den Ball mit einem Reflex an den Pfosten. Doch der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Jadon Sancho sorgte in der 83. Minute nach einem super Konter über Götze und Hakimi mit dem 3:0 für die endgültge Entscheidung, der Guerreiro (89.) noch das 4:0 folgen ließ.

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