10. Bundesliga-Spieltag

Der Dortmunder Zweitaktmotor

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BVB-Kapitän Marco Reus (Mitte) kann auf seine Sechser Thomas Delaney (links) und Axel Witsel zählen.

Im BVB-Mittelfeld arbeiten Thomas Delaney und Axel Witsel wie ein Zweitaktmotor. Im besten Zusammenspiel sorgen sie für den Schub nach vorne.

Wolfsburg - Die Doppelsechs ist bei Borussia Dortmund der Kolben, das Mittelfeld der Zylinder. Und mittendrin sorgen Thomas Delaney und Axel Witsel in zwei Takten für den Schub nach vorne oder dienen als Antrieb vor der Viererkette. Der BVB-Zweitaktmotor war auch am Samstag in Wolfsburg maßgeblich am 1:0-Sieg beteiligt. Verlässlich arbeiten die zwei zusammen. Unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Verlässlich eben wie ein Zweitaktmotor.

“Axel ist ein super Typ“, sagte Delaney nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (bei uns im Ticker zum Nachlesen). Der Däne und der Belgier harmonieren gut. Der eine sorgt im ersten Takt für die Verdichtung im Mittelfeld. Der andere sorgt im zweiten Takt für den Antrieb. Ansaugen, verdichten, arbeiten. Wieder von vorn. Immer wieder. Mal Delaney, mal Witsel. Sie ackern und malochen.

Kein Mittel gegen Witsel/Delaney

In der Autostadt Wolfsburg dürfte die Funktionsweise eines Motors bekannt sein. VfL-Coach Bruno Labbadia zeichnete sich aber nicht als begnadetet Mechaniker aus, fand für seine Mannschaft kein Mittel, um den Motor Witsel/Delaney zu stoppen. Der Rückstand für die Hausherren durch den Treffer von BVB-Kapitän Marco Reus fiel in der 27. Minute. „Das ist ärgerlich, weil der Gegentreffer in unserer besten Phase fiel“, sagte Labbadia. Die Vorlage lieferte übrigens Delaney. „Ich habe selbst versucht, ein Tor zu machen und den Ball nicht richtig getroffen“, gestand er nach dem Spiel. Reus stand richtig, lauerte am Pfosten und köpfte ein. Der Mittelfeldmotor hat seinen Zweck erfüllt.

Bilder vom Dortmunder Sieg in Wolfsburg

Doch wie kann das gelingen? Witsel und Delaney – eigentlich zwei verschiedene Spielertypen. „Doch wir denken ähnlich“, sagte Delaney, der von einem „Arbeitssieg sprach“. Zielgerichtet denken die beiden Sechser. Nicht allein im Spiel nach vorne. Sie bilden nicht nur den Antrieb für die Offensive, sondern dienen auch als Zugpferd für die Defensive.

Akanji kann sich auf Sechser verlassen

“Wir haben sehr gut als Mannschaft verteidigt“, sagte Innenverteidiger Manuel Akanji. Er war nach seinen Hüftproblemen wieder in den Kader zurückgekehrt, konnte sich auf seinen zuverlässigen Zweitaktmotor verlassen. „Es war nicht einfach. Es gab viele Situationen bei und im Strafraum und auch bei Wolfsburg – aber wir hatten schon das Gefühl, dass wir noch ein Tor hätten machen können. Aber ein 1:0 ist gut“, so Delaney.

Dass so ein Motor allerdings auch mal gewartet werden muss, bemerkte der Däne in der Schlussphase. „Ich hatte Schmerzen, aber es ist keine Muskelverletzung. Es war auch ein Kampf für mich in den letzten zehn Minuten. Der Blutdruck war hoch und auch in den Lungen habe ich es gemerkt“, sagte er. 

Vollgas bis zur Pause

Für Wolfsburg hat es gereicht, gegen Atlético Madrid und den FC Bayern München müssen Witsel und er dann noch mal Vollgas geben – ehe es vereinsmäßig wieder in die Garage geht. Denn dann ist Länderspielpause. Delaney: „Wir sind gut mit den vier Punkten Vorsprung auf Bayern und auch die drei Siege in der Champions League sind sehr gut. In einer Woche ist Pause. Also kann man jetzt alles geben.“

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