"Ran an Rädelsführer"

Gemeinsam gegen Krawallmacher beim BVB

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DORTMUND – Gemeinsam gegen Krawallmacher im Stadion: Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, der Stadt und der Polizei riefen am Mittwoch die Initiative „Allianz für ein friedliches Fußballerlebnis" ins Leben.

„Wir müssen endlich den Prozess ernsthaft beginnen, Fußball sicherer zu machen“, sagte der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange, der das Projekt gemeinsam mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Rathaus vorstellte.

Aktuell müsse die Polizei bei Fußballspielen weiterhin unterstützen, beraten und Polizeikräfte für ein sicheres Fußballerlebnis in Dortmund einsetzen, so Lange.

"Allerdings sehe ich als Chef der Polizisten in Dortmund auch dringenden Handlungsbedarf, was die Einsatzzahlen und Dauer und somit auch die Belastung meiner Polizeibehörde angeht. Frei werdende Kapazitäten könnten wir an anderer Stelle - Nordstadt, Straßenraub, etc. - dringend sinnvoller einsetzen."

Der BVB hat schon seit geraumer Zeit mit einem Maßnahmenpaket gegen Gewaltbereite im Fußball begonnen. Unter anderem wurden ein 24-Stunden-Pförtnerdienst eingeführt und ein Sicherstellungskonzept für Pyrotechnik entwickelt. Dabei kommt auch eine Hightech-Kamera zum Einsatz.

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Mit Glasverbotszonen, permanenten Beschilderungen und gemeinsamen Kontrollen ist die Stadt Dortmund bei allen Begegnungen vertreten. Die Polizei hat neue Konzepte zur Fan-Anreise und - ganz aktuell - gegen Intensivtäter entwickelt.

"Mit dem Intensivtäterkonzept möchten wir an die Rädelsführer ran. Vielleicht gelingt es uns, einen Keil zwischen kriminelle Chaoten und echte Fußballfans zu treiben und den ein oder anderen zum Umdenken zu bewegen", so Lange.

Mit im Sicherheits-Boot sitzt ferner die Staatsanwaltschaft Dortmund, die weiterhin auf einen Fußballstaatsanwalt bei den Spielen im Stadion setzt, um in geeigneten Fällen die einzuleitenden Strafverfahren - unter Anwendung der besonderen Verfahrensart des "beschleunigten Verfahrens" - so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen.

Polizeipräsident Gregor Lange zeigte sich nach dem Treffen erfreut über die positiven Signale und Bemühungen der Allianz-Partner. Diese wollen sich fortan in regelmäßigen Abständen treffen und die Entwicklung rund um den Fußball dabei genau im Blick behalten.

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