BVB: Mehr Mitglieder, aber weniger Gewinn

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DORTMUND - Als dritter deutscher Sportverein hinter Bayern München und Schalke 04 hat Borussia Dortmund die Marke von 100.000 Vereinsmitgliedern erreicht.

Vor dem Bundesliga-Heimspiel des deutschen Fußball-Vizemeisters am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Nürnberg wird das Jubiläums-Mitglied von der Vereinsführung geehrt. Aktuell liegt die Mitgliederzahl bei 100.254.

Der Sender RADIO LIPPEWELLE überträgt das Spiel am Samstag ab 15 Uhr - auch als Stream. Reporter ist Christian Klein.

"Wir erleben eine tolle Entwicklung bei den Mitgliederzahlen. Nie zuvor hatten wir einen so rasanten Zuwachs", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball. Denn 1989, im Jahr des DFB-Pokalsieges nach zuvor 23 titellosen Jahren, zählte der BVB gerade 1800 Vereinsmitglieder. Ende 2005 waren es 20.000. In den Jahren 2011 (16.000), 2012 (19.000) und 2013 (21.000) verzeichnete der BVB insgesamt 56.000 Eintritte.

"Die anderen Vereine haben ihre Mitgliederzahlen seit 2007 in etwa verdoppelt - wir haben sie vervierfacht", stellte Schatzmeister Reinhard Lunow fest.

Zur Halbzeit des Geschäftsjahres 2013/14 muss der BVB allerdings einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften. Im ersten Halbjahr (Juli bis Dezember) des Geschäftsjahres 2013/14 sank der Konzernüberschuss um rund 6 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht der Borussia Dortmund GmbH & Co. Kg aA hervor. Der Gewinn ging damit um rund 40 Prozent zurück. Beim Umsatz legte der Konzern um 10,7 Millionen auf 136,6 Millionen Euro zu.

Als Grund für den Gewinnrückgang nannte Deutschlands einziger börsennotierter Club vor allem gestiegene Kosten für Spielergehälter und höhere Abschreibungen aufgrund hoher Investitionen in den Profikader. "Borussia Dortmund hat in sportliche Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum investiert", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Freitag in einer Mitteilung.

Beim Umsatz profitierte der BVB von höheren Erlösen in fast allen Unternehmensbereichen. Die TV-Einnahmen stagnierten allerdings mit 46,7 Millionen Euro, obwohl der BVB weiter in allen Wettbewerben vertreten ist. Grund sei, dass die Mannschaft als Zweitplatzierter der Bundesliga in die Champions League gestartet sei und dem Club deshalb ein geringerer Anteil aus dem sogenannten Marketpool A zugestanden habe. Aus diesem Topf verteilt die Europäische Fußball-Union die Gelder aus den TV-Einnahmen. In den beiden Saisons zuvor war Dortmund Deutscher Meister.

Hinter den TV-Geldern folgen auf der Rangliste der Einnahmen beim BVB Werbeerlöse mit 33,8 Millionen und Merchandising mit 33,1 Millionen Euro. Die Umsätze aus dem Spielbetrieb stehen mit knapp 20,8 Millionen Euro an vierter Stelle.

Sollte der BVB in der Champions League ähnlich weit kommen wie im Vorjahr mit dem Finale gegen Bayern München, dürfte der Verein den Umsatzrekord des Vorjahres von 305 Millionen Euro voraussichtlich übertreffen. Die Ausgangslage für weiteres Wachstum sei gut, heißt es im Bericht. - sid/lnw

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