"Vielfacher Mordversuch"

Bombenanschlag auf BVB: Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

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Prozess um Anschlag auf BVB-Bus

Dortmund - Der BVB-Attentäter soll lebenslang ins Gefängnis. Das hat die Staatsanwaltschaft am Montag im Plädoyer gefordert.

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat die Staatsanwaltschaft am Montag lebenslange Haft für den Angeklagten Sergej W. beantragt. 

Anklagevertreter Carsten Dombert wertete das Attentat vom 11. April 2017 in seinem Plädoyer vor dem Dortmunder Schwurgericht als vielfachen Mordversuch.

Prozess um den Sprengstoffanschlag auf den BVB-Bus

Der in Russland geborene Deutsche Sergej W. hat zugegeben, bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses am Teamhotel des BVB drei selbst gebaute Sprengsätze gezündet zu haben.

Alle Infos zum Anschlag auf die Mannschaft des BVB

Bei dem Anschlag waren der damals noch für Borussia Dortmund aktive Fußballprofi Marc Bartra und ein Motorradpolizist verletzt worden.

Mehrere Sachverständige haben in den vergangenen Wochen Gutachten zur Sprengwirkung der Bomben und zur Aufprallenergie der in den Sprengsätzen versteckten Metallstifte erstattet. In ihrem Fazit waren sie sich einig: Sergej W. konnte die Bomben nicht kontrollieren oder ihre Wirkung vorhersagen.

Urteil wahrscheinlich noch im November

Sergej W. beteuert dagegen, die Bomben bewusst so konzipiert und ausgerichtet zu haben, dass schwere Schäden ausgeschlossen waren. Er habe zu keiner Zeit jemanden töten wollen, hieß es in seinem Geständnis. 

Die Schmerzensgeldforderungen der beiden Verletzten hatte er aber ausdrücklich akzeptiert. Die beiden Verteidiger Carl Heydenreich und Christos Psaltiras sollen am Donnerstag (22. November) plädieren. Das Urteil wird am 27. November erwartet.

 - dpa/lnw

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