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Blasse Borussia: Mageres 1:1 bei Hertha BSC

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Von: Martin Bytomski

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Hertha BSC - Borussia Dortmund
Glück für die Borussia: Kalou hätte hier fast das 2:0 für Hertha BSC erzielt. © picture alliance / Annegret Hils

Das Theater beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund um den wechselwilligen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang wirkt sich offensichtlich auf die Leistungen der schwarz-gelben Profis aus.

Berlin - Im Auswärtsspiel bei Hertha BSC musste sich der BVB mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden begnügen und verpasste auch im zweiten Spiel ohne den Gabuner einen dreifachen Punktgewinn.

„Wir haben eine sportliche Entscheidung für dieses Spiel getätigt. Er beschäftigt sich mit einem Wechsel. Aber: Es gibt einen Weg zurück für ihn in die Mannschaft. Dazu gehört Professionalität“, meinte Zorc vor der Partie bei Eurosport. Und Dortmunds Trainer Peter Stöger hat die Hoffnung auf eine Comeback von Aubameyang im Borussen-Trikot noch nicht aufgegeben: „Wenn er der Mannschaft helfen kann, kann er sich wieder anbieten. Wenn er Gas gibt, wird er nächste Woche dabei sein“, so Stöger ebenfalls bei Eurosport.

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Auf das Fehlen von Aubameyang reagierte Dortmunds Trainer Peter Stöger mit der Nominierung von André Schürrle. Doch im Sturmzentrum blieb der Weltmeister zumeist blass und ließ die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vermissen.

Während Stöger also im Angriff auf einen Wechsel setzte, setzte der Österreicher im Vergleich zur Wolfsburg-Partie (0:0) nur auf einer Positionen. Für den zuletzt formschwachen Andrey Yarmolenko rückte Christian Pulisic in die Startelf. Vor 65893 Zuschauern im Berliner Olympiastadion entwickelte sich in den ersten Minuten eine ausgeglichene Partie, die Hertha war aber die aktivere Mannschaft.

Die Dortmunder Kreativzentrale um Julian Weigl, Mario Götze und Shinji Kagawa blieb blass. So dauerte es bis zur 14. Minute, bis sich der BVB die erste Chance herausspielte. Nach einer Flanke von Christian Pulisic bekam Kagawa jedoch keinen Druck hinter seinen Kopfball. Immerhin ertönten aus dem fast stummen Dortmunder Gästeblock nach 25 Minuten lautstarke Schlachtrufe, denn dann erst kamen die Ultras in der Berliner Arena an.

Der akustische Weckruf war auch bitter nötig, denn bis dahin zeigte der Pokalsieger eine völlig uninspirierte Vorstellung. Doch die nächsten Durftmarken setzten die Hausherren. Nach einer halben Stunde setzte Valentino Lazaro einen Freistoß ans Außennetz, kurz darauf verfehlte ein Versuch von Niklas Stark nur knapp das Dortmunder Gehäuse. Deutlich wurde: So bald die Berliner mit Tempo auf die Dortmunder Abwehr zuliefen, wurde es brenzlig. Insbesondere Linksverteidiger Jeremy Toljan war immer wieder völlig überfordert. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es nach einer schwachen Halbzeit in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann die kalte Dusche: Nach einer Vorlage von Lazaro schob Davie Selke den Ball locker an Bürki vorbei. Einige Dortmunder Fans dürften dies angesichts starker Rauchentwicklung dank einiger Pyrofackeln gar nicht gesehen haben.

Anschließend entwickelte die Stöger-Elf zwar eine Art Powerplay, doch erst in der 71. Minute gab es einen Grund für die mitgereisten Dortmunder Anhänger zum Jubeln: Sancho bediente den völlig freistehenden Kagawa, der locker einnickte. Toljan mit einem Fernschuss und die eingewechselten Isak sowie Yarmolenko hatten sogar noch den Siegtreffer auf dem Schlappen, doch es blieb beim mageren Remis.

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