Kommentar zur Wechsel-Posse 

Beim wechselwilligen Wunderkind Dembélé muss der BVB hart bleiben

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Muss in Zukunft ohne Thomas Tuchel jubeln: Ousmane Dembélé.

Dortmund - Seine Entscheidung soll gefallen sein. Dembélé will die Borussen verlassen, nachdem sein Förderer Tuchel entlassen wurde. Doch darauf darf sich der BVB nicht einlassen. Ein Kommentar.

Ousmane Dembélé liegen nach seiner Zaubersaison alle zu Füßen. Auf bundesliga.de votierten die User für ihn als "Rookie des Jahres", die Leser des "kicker" wählten ihn zum sympathischsten Spieler der vergangenen Spielzeit. Auch die Experten sind sich einig: Die erste Saison des 20-Jährigen war herausragend, 31 Scorerpunkte in 49 Pflichtspielen sind ein eindeutiger Beleg.

Er begeisterte mit Dribblings, die seine Gegenspieler wie hüftsteife Kreisliga-Fußballer aussehen ließen. Seine butterweichen Flanken waren ein maßgeblicher Faktor für die Torjägerkanone seines Freundes Pierre-Emerick Aubameyang. Und als er im DFB-Pokal-Halbfinale bei den Bayern zunächst den Weltklasse-Verteidiger David Alaba in Leere laufen ließ und das Leder dann unter die Latte hämmerte, rasteten die Dortmunder Fans aus.

Tuchel als Trennungsgrund

Abseits des grünen Rasens wirkt Dembélé stets ruhig, besonnen und hat zumeist ein Grinsen auf den Lippen. Doch wenn es um seine Interessen geht, scheint der Senkrechtstarter knallhart vorzugehen. Wie Eurosport mit Verweis auf eigene Quellen berichtet, will er Dortmund verlassen. Der Grund: Die Entlassung seines Förderers Thomas Tuchel. Unter ihm schaffte er auf Anhieb den Durchbruch und entwickelte sich zu einem der heißesten Versprechen des Weltfußballs. 

Ohne Tuchel will "Ous" nicht mehr beim BVB bleiben. Zwar ist das ein Stück weit nachvollziehbar, doch klar ist auch: Dembélé steht bei Borussia Dortmund und nicht bei dem Ex-Trainer unter Vertrag. Und das auch noch bis zum Sommer 2021. 

Motivationsprobleme sind nicht zu befürchten

Was sollen die Schwarz-Gelben jetzt mit 60, 70 oder gar 80 Millionen Euro, die ein Verkauf des Dribblers einbringen könnte, anfangen? Bereits vor Jahren sagte Dortmunds-Boss Hans-Joachim Watzke völlig zurecht, dass der Verein keine Bank sei. "Es gibt keine Verhandlungen. Ous wird auch in der kommenden Saison beim BVB spielen", so auch das klare Statement von Manager Michael Zorc im Gespräch mit der WAZ.

Und was ist, wenn Dembélé dann sauer ist, weil seinem Wechselwunsch zum FC Barcelona oder einem der beiden Manchester-Klubs verwehrt wird? Ganz einfach: Dann soll er sauer sein. Auf die Leistung wird das jedoch keinen Einfluss haben. Denn sollte er in der kommenden Saison aus Motivationsgründen in ein tiefes Leistungsloch fallen und den Stinkstiefel mimen, könnte er sich einen Transfer zu einem (vermeintlichen) Spitzenklub abschminken. Das wird wohl kaum in seinem Interesse sein. Deshalb gilt: Hart bleiben und auch im kommenden Jahr weitere Galaauftritte genießen.

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