Borussia Dortmund auswärts in der Hauptstadt

Ausschreitungen bei Union Berlin – Borussia Dortmund: BVB kritisiert Polizei scharf

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Die Polizei Berlin stürmte den BVB-Gäasteblock.

Beim Spiel Union Berlin – Borussia Dortmund setzte die Polizei Pfefferspray im Gästeblock ein. Der BVB kann das nicht nachvollziehen und reagiert kritisch.

  • Beim Spiel Union Berlin gegen Borussia Dortmund stürmte die Polizei den BVB-Block.
  • Es soll zu Schlägereien gekommen sein, Pfefferspray wurde wohl eingesetzt.
  • Angeblich haben Ultras von Union Berlin die Ausschreitungen provoziert – die Polizei äußerte sich zu dem Vorfall

Update vom 09. September, 17.27 Uhr: Borussia Dortmund hat sich erneut zu den Ausschreitungen im Rahmen der Partie Union Berlin gegen BVB geäußert. Die Kritik am Verhalten der Polizei im Gästeblock kritisiert der Verein noch mal scharf.

"Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Borussia Dortmund toleriert keine Fan-Gewalt, auch keine reaktive! Nachweislich gewalttätige Fans grenzen wir aus", teilt der BVB mit. Der Verein sieht aber Fehler bei der Polizei Berlin. 

"Unsere Analyse der Vorkommnisse von Berlin ergab allerdings auch: Statt durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus", heißt es in einer Pressemitteilung von Borussia Dortmund. 

Zudem hätte es Gewalt gegen die Fanbeauftragen des BVB gegeben. "Aus unserer Sicht nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich", teilt Borussia Dortmund mit.

Abschließend hat der BVB noch eine klare Forderung an die Berliner Polizei: "Im Sinne der vielen unbeteiligten Verletzten wünschen wir uns auch von der Polizei eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen – aus unserer Sicht nicht schlüssigen – Strategie. Damit sich Szenen wie die vom 31. August nicht wiederholen."

Besser kann und soll es also die Dortmunder Polizei am Samstag machen. Bayer 04 Leverkusen mit Stürmer Kevin Volland ist zu Gast beim BVB – kein Risikospiel, aber man ist offenbar gewappnet.

BVB nimmt Stellung zu Ausschreitungen bei Union Berlin – und übt Kritik an der Polizei

Update vom 2. September, 20.26 Uhr: Borussia Dortmund nimmt zwei Tage nach den Ausschreitungen beim Spiel Union Berlin gegen BVB Stellung zu den Vorfällen im Block. Die Polizei hatte nach einer Auseinandersetzung rivalisierender Fans gestürmt. Der BVB übt indirekt Kritik am Verhalten der Sicherheitsbeamten.

"Um beide Seiten zu trennen, setzte die Polizei innerhalb des Gästebereichs ein Großaufgebot an Einsatzkräften ein. Hierbei griffen die Beamten auf den massiven Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken zurück", teilt der BVB mit und stellt die Verhältnismäßigkeit der Vorgehensweise in Frage. "Viele unbeteiligte BVB-Fans wurden dabei verletzt oder verließen vorzeitig das Stadion, über 20 Personen mussten ärztlich behandelt werden", heißt es in einer Pressemitteilung.

Dabei heißt der BVB aber auch nicht das Verhalten einiger Fans gut. "Borussia Dortmund distanziert sich von jeder Form von Gewalt und wird die Vorkommnisse weiter aufarbeiten. Wir wünschen allen verletzten Fans eine baldige Genesung", heißt es.

Ausschreitungen im BVB-Block bei Union Berlin: Stellungnahme der Polizei erklärt einiges

Update vom 1. September, 14.16 Uhr: Beim Spiel Union Berlin gegen Borussia Dortmund, bei dem BVB-Star Marius Wolf erneut nur auf der Bank saß, kam es zu Ausschreitungen im BVB-Block. Die örtliche Polizei hat mittlerweile zu den Vorfällen Stellung genommen. Es stellte sich heraus: Der Einsatz wurde wohl von BVB-Anhängern provoziert. Aber auch die Union-Ultras waren nicht ganz unschuldig.

"Zu Auseinandersetzungen zwischen Fans zweier Fußballvereine kam es gestern Abend in Köpenick. Bei einem Punktspiel der Fußballbundesliga in einem Stadion an der Straße An der Wuhlheide kam es im Verlauf der ersten Halbzeit zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Anhängern der beiden Mannschaften", schreibt die Polizei Berlin in einer Pressemitteilung.

Der Grund: Wegen der Choreo zu Beginn des Spiels mussten einige Union-Fans das Dach der Alten Försterei wieder verlassen. Das war aber nur möglich über den Gästeblock mit den BVB-Fans. Schwarzgelbe Anhänger hätten daraufhin versucht, die Berliner daran zu hindern. "Auf die darauffolgenden Auseinandersetzungen zwischen den Fans wurden Einsatzkräfte der Polizei Berlin aufmerksam und griffen ein", heißt es.

Ausschreitungen bei Union Berlin gegen Borussia Dortmund: Warum setzte die Polizei Pfefferspray im BVB-Block ein?

Bleibt noch die Frage: Warum setzte die Polizei Pfefferspray ein? Auf die Auseinandersetzung im BVB-Block "wurden Gästefans aufmerksam und versuchten dieses zu verhindern. Dabei nahmen sie drei Fans der Gastmannschaft fest, woraufhin weitere Gästefans versuchten die Festgenommenen zu befreien. Diese Gefangenenbefreiung konnte nur durch den Einsatz von Reizgas verhindert werden", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei Berlin.

23 Personen nahmen daraufhin die Dienste der anwesenden Sanitäter in Anspruch. "Die Anzahl ist normal bei einem Einsatz von Reizgas in einer Situation wie dieser", teilte ein Polizeisprecher im Gespräch mit dieser Redaktion mit.

Doch damit nicht genug: "Während dieser Auseinandersetzung bewegten sich ungefähr 100 Anhänger der Heimmannschaft über einen Stadionumlauf auf den Block der Gästefans zu. Die Begrenzung zwischen Heim- und Gästeblock konnten sie jedoch nicht durchdringen. Ein mögliches Aufeinandertreffen der widerstreitenden Fans verhinderten im weiteren Verlauf die eingesetzten Ordner. Dabei wurden sie von Einsatzkräften der Polizei unterstützt", teilte die Polizei weiter mit.

Bei der Auseinandersetzung sei zudem ein Polizeibeamter verletzt worden, hieß es auf Nachfrage. Die Bilanz: "Die Einsatzkräfte mussten insgesamt 23 Strafermittlungsverfahren einleiten, unter anderem wegen Gefangenenbefreiung, Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Beleidigung. Dabei wurde neun Personen kurzfristig die Freiheit entzogen, um ihre Personalien festzustellen. Ein Fan der Gastmannschaft erstattete bis zum Einsatzende Anzeige wegen Körperverletzung im Amt gegen die Polizei, da er angab, durch den Einsatz des Reizstoffes verletzt worden zu sein."

Im BVB-Block: Ultras von Union Berlin provozieren wohl Polizeieinsatz – dann eskaliert es

Update, 23.24 Uhr: Die Fanhilfe bezeichnet sich selbst als eine "unabhängige Solidargemeinschaft gegründet von BVB-Fans für BVB-Fans".

Update, 22.56 Uhr: Auch die Fanhilfe Dortmund schaltet sich ein, ist ziemlich brüskiert von den Vorfällen. "Wir prüfen aktuell die skandalösen Vorfälle beim Spiel #FCUBVB und bereiten eine Stellungnahme vor. Solltet ihr vom Polizeieinsatz betroffen sein oder uns mit Videos, Fotos und Augenzeugenberichten unterstützen können, meldet euch bei der #Fanhilfe über die bekannten Kanäle", heißt es via Twitter.

Update, 21.58 Uhr: Borussia Dortmund hat sich bei Union Berlin blamiert, verlor mit 1:3 (1:1). Blamiert haben sich aber offenbar auch einige Fans. So sollen Ultras von Union Berlin einen Polizeieinsatz im BVB-Block provoziert haben.

Das Fanzine schwatzgelb.de berichtete über den Vorfall, hatte wohl selbst Leute vor Ort – gab aber alle Informationen "ohne Gewähr" heraus. Demnach sollen Chaoten von Union Berlin versucht haben, über das Dach der Alten Försterei – der neuen Heimat von Neven Subotic – hinunter in den BVB-Block zu gelangen. Wohl, um eine Schlägerei zu provozieren. Die Polizei rückte an – und dann eskalierte es richtig.

"Das stieß auf dementsprechend wenig Zustimmung auf BVB-Seite. In der Folge soll die Polizei mit Pfefferspray dazwischen gegangen sein. Dabei hat es viele gänzlich Unbeteiligte erwischt", schrieb schwatzgelb.de bei Twitter. Die offizielle Version der Polizei steht noch aus.

Viel los bei Union Berlin gegen BVB: Polizei im Gäste-Block, Pyro und Delaney verletzt

Update von 20.07 Uhr: 74 Minuten sind gespielt, wieder gibt es Pyro im BVB-Block. Bleibt zu hoffen, dass die Situation nicht noch mal eskaliert. Noch führt aber Union mit 2:1 – das wird die Stimmung nicht gerade heben. Ein Statement der Polizei Berlin steht noch aus. 

Update von 19.48 Uhr: Vor allem der Polizeieinsatz und die Randale im BVB-Block während der Partie Union Berlin gegen Borussia Dortmund bewegt die Gemüter im Netz. Es heißt, die Polizei hätte Pfefferspray eingesetzt.

BVB-Fan Henning Tillmann etwa twittert, dass es sogar Verletzte gegeben haben soll. Fans hätten sich zuvor gegenseitig provoziert, die Polizei sei daraufhin eingeschritten.

Update vom 31. August, 19.41 Uhr: Für Thomas Delaney war nach einer Halbzeit auch schon Schluss. Die Verletzung am Kopf war wohl zu heftig, er blieb in der Kabine und für ihn kam Mahmoud Dahoud.

Und während der Wechsel gerade ablief, fingen die Fans ordentlich das Zündeln an. Massig Pyro beim Spiel Union Berlin gegen Borussia Dortmund – in beiden Fanlagern.

Polizei stürmt den BVB-Block – Delaney mit Horror-Platzwunde beim Spiel gegen Union Berlin

Berlin – Beim Stand von 1:1 bei Union Berlin gegen Borussia Dortmund, eine halbe Stunde war gespielt, skandierten Union-Fans: "Auf die Fresse, auf die Fresse!" Es kam zu einem Handgemenge auf der Gästetribüne, die Polizei stürmte in den BVB-Block. Für mehr Aufsehen sorgte aber noch die Verletzung von Thomas Delaney.

Schiedsrichter Felix Brych hatte die Partie Union Berlin gegen Borussia Dortmund wenige Minuten zuvor noch für eine Trinkpause unterbrochen, zögerte dann noch einmal und blickt zur Tribüne. Offenbar hatten die Sicherheitskräfte das Gerangel schnell unter Kontrolle.

Die Union-Fans jedenfalls skandierten weiter: "Hier regiert der FCU!" Was genau Auslöser der kurzzeitigen Ausschreitungen war, lässt sich noch nicht genau sagen. Und auch über ein Nachspiel wird noch zu reden sein.

Union Berlin gegen Borussia Dortmund: Delaney mit Horror-Platzwunde

Für einen Schock sorgte dann Thomas Delaney. Die Polizei hatte die Sache auf der Tribüne mittlerweile im Griff, die Partie lief normal weiter. Da stieg Thomas Delaney zum Kopfball hoch, prallte mit seinem Gegenspieler zusammen. Blutüberströmt im Gesicht blieb der Däne, der für den verletzten Axel Witsel in die Startelf von Borussia Dortmund gerückt war, liegen.  Delaney musste behandelt werden, wurde wohl sogar getackert. Mit einem frischen Trikot ging es dann für ihn weiter. Zunächst. maho

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BVB-Blamage bei Union Berlin

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