Ausreiseverbot für Mohamed Zidan

Mohamed Zidan

DORTMUND ▪ Fußball-Profi Mohamed Zidan darf weiterhin nicht aus Ägypten ausreisen und kann nicht am Training von Borussia Dortmund teilnehmen. Dem 28-Jährigen droht in seiner Heimat die Einberufung zur Armee. Frühestens in vier Wochen soll über die Zukunft des ägyptischen Nationalspielers (34 Einsätze) entschieden werden. „Bis Ende August brauchen die Behörden dort eine Frist, um darüber zu entscheiden“, sagte BVB-Sprecher Josef Schneck. In Ägypten können Männer noch bis zum 30. Lebensjahr zum dreijährigen Wehrdienst eingezogen werden.

Doch beim Bundesligisten ist man „sehr optimistisch, dass er bald wiederkommt“, sagte Schneck. Sportlich fällt das Fehlen Zidans derzeit nicht ins Gewicht, denn der Stürmer laboriert noch an den Folgen seines Kreuzbandrisses. „Momentan hätte er keine Möglichkeit eingesetzt zu werden“, sagte der Club-Sprecher. Zidan befinde sich im Endstadium der Reha, die er nun in enger Absprache mit dem Verein in Ägypten absolviere.

Bislang war Zidan von der Armee befreit, weil er als der einzige Ernährer seiner Familie galt. Mittlerweile soll aber auch einer seiner Brüder ausreichend Geld verdienen, so dass Zidan den dreijährigen Militärdienst antreten könnte. „Ich werde aber auf keinen Fall abhauen, weil mir sonst der Knast droht oder ich vielleicht nicht mehr in meine Heimat kann“, sagte Zidan. ▪ sid

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