Borussia Dortmund

Darum rufen BVB-Fans zur Groß-Demo auf

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Anhänger von Borussia Dortmund wollen sich der Demonstration gegen das neue Polizeigesetz NRW am 7. Juli 2018 in Düsseldorf anschließen.

Bayern hat es, Nordrhein-Westfalen hat es vielleicht bald auch: ein neues Polizeigesetz. Das passt den Anhängern von Borussia Dortmund nicht so ganz.

Dortmund - In der Farbe vereint, in der Sache getrennt. Das ist zurzeit bei einigen Anhängern von Borussia Dortmund und der schwarz-gelben NRW-Landesregierung der Stand der Dinge. Denn: Die Landesregierung plant eine Novellierung des Polizeigesetzes. Ähnlich wie es in Bayern schon der Fall war.

Das gefällt einigen Fußball-Fans nicht. Jetzt haben Teile der BVB-Unterstützer zur Teilnahme an einer Demonstration gegen das neue Polizeigesetz am Samstag, 7. Juli, in Düsseldorf aufgerufen.

Doch was sieht das neue Gesetz überhaupt vor? Mehr Überwachung, mehr Kontrollen, unter anderem Aufenthaltsverbote und der Einsatz der sogenannten Taser (Elektroschock-Pistole). Die Landesregierung will damit auf die "Entwicklungen der internationalen terroristischen Bedrohungen" reagieren, die laut Gesetzesentwurf "zu einer hohen abstrakten Gefährdungslage für Europa und auch die Bundesrepublik Deutschland geführt" haben. 

BVB-Fans fühlen sich bedroht

Die BVB-Fans, die zur Teilnahme an der Demonstration aufrufen, fühlen sich dadurch bedroht. Sie denken, dass Gesetz könnte auch auf sie angewendet werden. Von "einem Polizeistaat" ist gar die Rede. So heißt es in einem jüngst veröffentlichen Schreiben der neugegründeten Initiative Fanhilfe Dortmund, dass "das neue Polizeigesetz nicht eine drohende, sondern eine konkrete Gefahr für unsere Freiheit und Rechte als Fußballfans [...] darstellt".

Die Fans treffen sich demnach am 7. Juli am Dortmunder Hauptbahnhof, um von Gleis 16 aus in Richtung Düsseldorf aufzubrechen. Dort findet an diesem Tag eine Demonstration unter dem Motto "Nein! Zum neuen Polizeigesetz NRW" statt.

"Rivalitäten dürfen nicht gepflegt werden"

Mehrere Fangruppen wollen nach Informationen dieser Redaktion an der Demonstration teilnehmen. Die Fanhilfe Dortmund ruft daher in ihrem Schreiben dazu auf, "dass Rivalitäten jeglicher Art an diesem Tag nicht gepflegt werden dürfen".

Vereinsfarben seien aber erwünscht, um "zu zeigen, dass Schwarz-Gelb nicht nur für eine Landesregierung steht, welche unsere Freiheit und Privatsphäre eklatant einschränken will".

Die Initiative Fanhilfe Dortmund selbst besteht in dieser Form erst seit April, wird ab der Saison 2018/19 immer mit einem Infostand unter der Südtribüne bei Heimspielen des BVB vertreten sein. Das Ziel: Die Fanhilfe Dortmund möchte Fußballfans bei Rechtsstreitigkeiten mit Justiz und Polizei unterstützen, im Vorfeld aufklären und für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien sorgen.

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