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Yarmolenko und der BVB: Liebe auf den dritten Blick

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Von: Martin Bytomski

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Soll auch beim BVB wie im Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft für Tore sorgen: Andrey Yarmolenko.
Soll auch beim BVB wie im Trikot der ukrainischen Nationalmannschaft für Tore sorgen: Andrey Yarmolenko. © picture alliance / dpa

Nach 2015 und 2016 hat es 2017 endlich funktioniert: Andrey Yarmolenko wechselt zum BVB. Doch seinen neuen Trainer Peter Bosz muss der Angreifer erst noch überzeugen.

Dortmund - Mehr als zehn Jahre war Andrey Yarmolenko rund 1800 Kilometer von Dortmund entfernt. Im Januar 2007 war der ukrainische Angreifer von seinem Heimatverein FK Desna Tschernigow zu Dynamo Kiew gewechselt. Beim Hauptstadtverein entwickelte er sich zum besten Spieler seines Landes. 

Doch seine Treue zu Dynamo verbaute ihm den Weg zum internationalen Ruhm. Anders als sein Landsmann Andriy Shevchenko, der für Kiew, den AC Mailand und FC Chelsea in der Champions League auf die sensationelle Quote von 47 Toren in 99 Spielen kommt und zur Legende wurde. 

Im dritten Anlauf klappt es

Auch Yarmolenko wollte den Sprung ins Ausland früher wagen. Doch unter anderem der BVB scheiterte sowohl 2015 wie auch 2016 am Veto von Dynamo. Doch der bis zu 147-Millionen-Euro schwere Transfer von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona brachte den Transfer jetzt erneut ins Rollen und die Ablösesumme von 25 Millionen Euro ließ Kiew schwach werden. 

Die Statistiken des 27-Jährigen in seinem Heimatland sind überragend. 227 Scorerpunkte (137 Treffer/90 Vorlagen) in 340 Erstligaspielen, dazu einen Trefferschnitt von 0,4 Toren pro Partie im Nationalmannschaftstrikot zeugen von einer hohen Abschlussstärke. Die große Frage ist jetzt, ob er diese Kaltschnäuzigkeit auch in der neuen Umgebung zeigen kann. 

BVB-Trainer Bosz ist (noch) zurückhaltend

„Andrey ist ein Spieler, den wir schon seit langer Zeit verfolgen und der sowohl auf Vereinsebene als auch in Diensten der ukrainischen Nationalmannschaft für Fußball auf Topniveau steht“, so die euphorische Einschätzung von Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. 

BVB-Trainer Peter Bosz hält sich bislang mit derart optimistischen Äußerungen im Augenblick noch zurück. „Er kann gut laufen, aber er hat bislang noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Deshalb muss mein erster Eindruck noch kommen“, so Bosz, der dann präzisierte: „Er kann auf beiden Seiten spielen und hat gezeigt, dass er ein Spieler mit großen Qualitäten ist.“ 

Einsatz in Freiburg fraglich

Ob „Yarmo“ bereits eine Option für das Gastspiel der Borussen am Samstag (ab 15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) beim SC Freiburg ist, kann bezweifelt werden. Nach der intensiven Länderspielwoche, bei der er zweimal über die volle Distanz zum Einsatz gekommen war, dürfte Bosz zumindest in der Startelf noch auf das eingespielte Offensiv-Duo Christian Pulisic und Maximilian Philipp setzen.

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