Champions League

Anderlecht soll für BVB die Trendwende sein

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Am Mittwochabend wohl wieder an Bord: Sebastian Kehl.

BRÜSSEL - Die Champions League als Gesundbrunnen. Der zuletzt etwas kränkelnde BV Borussia Dortmund will am Mittwochabend beim RSC Anderlecht die Trendwende einleiten und nach einer enttäuschenden englischen Woche mit nur einem von neun möglichen Punkten in der Bundesliga zumindest auf internationaler Ebene in die Erfolgsspur zurückkehren.

Von Peter Schwennecker

„Wir müssen nur so spielen wie gegen Arsenal“, sieht BVB-Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz der Partie beim belgischen Meister und Tabellenführer zuversichtlich entgegen. Beim 2:0 gegen die Londoner zeigten die Schwarz-Gelbe die bisher wohl beste Saison-Leistung, an der sie in den vergangenen Wochen allerdings nicht anküpfen konnten.

Die Gründe liegen laut Sportdirektor Michael Zorc auf der Hand, der alles Krisengerede aber vehement zurückwies. „Diese Terminologien sind uns fremd. Wir haben es zuletzt den Gegnern zu leicht gemacht, Tore zu schießen. Das ist die ganze Wahrheit“, betont Zorc, der in Brüssel auf eine deutliche Steigerung der Mannschaft hofft.

Zumal vermutlich Routinier Sebastian Kehl vermutlich die Mannschaft im zentralen defensiven Mittelfeld stabilisieren kann. Der ehemalige Kapitän ist mit an Bord, als die Mannschaft von Wickede aus in die europäische Hauptstadt fliegt. Ganze 39 Minuten dauert der kleine „Hüpfer“ nach Brüssel. Und Kehl zeigt sich nach der Landung zuversichtlich, was den eigenen Einsatz betrifft. „Ich habe in den vergangenen beiden Tagen die meisten Sachen beim Training mitmachen können. Es geht mir deutlich besser. Deshalb bin ich ja auch mit dabei“, bestätigt Kehl.

Angesichts der langen Verletztenliste werden Trainer Jürgen Klopp auch heute in Anderlecht die großen Alternativen fehlen. Schließlich muss er weiter auf Marco Reus, Nuri Sahin, Hendrikh Mkhitaryan, Jakub Blaczczykowski, Oliver Kirch und Ilkay Gündogan verzichten, der sein Comeback nach der Länderspielpause starten will.

„Wir haben die Formationen ständig wechseln müssen, mussten die Belastungen dabei auf wenige Spieler verteilen. Dadurch fehlte die Eingespieltheit. Zudem haben wir in der Defensive zu viele Fehler gemacht, die ansonsten nicht passieren“, begründet Klopp die letzten schwachen Auftritte in der Bundesliga. „Im Moment dürfen wir uns nicht über modernen Fußball, den wir eigentlich spielen wollen, unterhalten. Wir müssen für Anderlecht ein möglichst unangenehmer Gegner sein.“

Der Respekt des Dortmunder Fußball-Lehrers vor den Belgiern ist jedenfalls groß: „Anderlecht hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiter entwickelt, ist nicht nur eine Ansammlung von vielen großen Talenten, sondern inzwischen eine richtig gute Fußball-Mannschaft geworden. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen.“

Die Gastgeber, die mit einem beachtlichen 1:1 bei Galatasaray Istanbul in die Königsklasse gestartet sind, haben noch nie die Vorrunde der Champions League überstanden. Allerdings führt die Mannschaft derzeit souverän die Tabelle in der belgischen Liga an, ist bereits seit elf Spielen ungeschlagen. Unterschätzen werden die Dortmunder die Belgier deshalb nicht. „Wir sind zwar der Favorit, müssen Anderlecht aber sehr ernst nehmen“, verspricht Pierre-Emerick Aubameyang. „Wir müssen aufwachen und wollen die drei Punkte holen.“

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