Champions League

England-Experte verrät: "Die Spurs sind zurzeit nicht so druckvoll"

+
Borussia Dortmund hat noch eine kleine Chance im Rückspiel gegen Tottenham Hotspur.

Borussia Dortmund hofft gegen Tottenham auf ein Wunder – wie kann der BVB die Spurs knacken? Wir haben unter anderem mit einem England-Experten gesprochen.

Dortmund – „Reus in die Mitte, mach ihn rein! Tor! Tor! Tor! Tooooor für den BVB! 3:2 für Borussia Dortmund – hier rasten alle aus!“ Fast sechs Jahre ist es her. Dortmund besiegt Malaga mit 3:2 nach einer irren Aufholjagd im eigenen Stadion. Ein Wunder. Und am Dienstagabend (21 Uhr/bei uns im Live-Ticker) braucht es wieder ein Wunder. Schwarzgelb hat Tottenham Hotspur zu Gast im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League – mit einer 0:3-Last aus dem Hinspiel. Wie kann der BVB das schaffen?

Es gibt Hoffnung auf ein Weiterkommen. Eine ganz kleine. „Wir sind in einem Stadion, in dem schon einige Spiele absolviert worden sind, in denen Geschichte geschrieben worden ist. Ich glaube schon, dass wir in der Lage sind, das Unmögliche zu schaffen“, gab sich BVB-Kapitän Marco Reus am Vortag noch kämpferisch

Eriksen läuft Form hinterher

Hinzu kommt, dass der Gegner nicht in Topform ist. „Im Januar hatten sie auch schon mal so eine Phase, in der sie überspielt wirkten“, meint ESPN-Reporter Raphael Honigstein im Gespräch mit unserer Redaktion. Der England-Experte und Klopp-Biograph lässt hoffen, dass sich Reus und der BVB nicht allein auf ein Wunder verlassen müssen. „Die Spurs sind zurzeit nicht so druckvoll, nicht so klar in ihren Aktionen“, so Honigstein. Einer der wichtigsten Spieler, Christian Eriksen, laufe momentan seiner Form hinterher. „Er macht ein Tief durch“, sagt er.

Lesen Sie auch: So könnte Dortmund ins Achtelfinal-Rückspiel gegen Tottenham starten

Eine Phase der Schwäche offenbarte sich aber auch bei den Dortmundern – nicht erst zuletzt mit der 1:2-Niederlage beim FC Augsburg in der Liga. „Wir brauchen eine Topleistung und müssen an unser Maximum kommen, um dann in den richtigen Momenten die Tore zu erzielen“, sagt Reus. Gleichzeitig muss der BVB aber auch unnötige Gegentore verhindern. „Tottenham hat alles zu verlieren. Wenn es irgendwann kippt, fangen die Spurs an, nachzudenken“, meint England-Experte Honigstein.

Hoher Druck wichtig

In der Premier League hat der BVB-Gegner gezeigt, dass auch er Schwächen hat. Gegen Arsenal schafften die Spurs nur ein Unentschieden, hätten beinahe noch verloren – wenn Ex-Borusse Pierre-Emerick Aubameyang nicht in der Nachspielzeit einen Elfmeter der Gunners vergeben hätte. Dreh- und Angelpunkt ist bei Tottenham nämlich Stürmer Harry Kane – der durch eine hochstehende Verteidigung aus dem Spiel genommen wurde. Honigstein weiß: „Die Innenverteidiger der Spurs sind nicht so gut am Ball und mögen es auch nicht, wenn man sie früh unter Druck setzt.“ Die Folge: Die Engländer können keine sauberen Pässe auf Kane spielen, der sich gerne ins Mittelfeld zurückfallen lässt. Der Angriff wird im Keim erstickt. „Was du als Dortmund schon gut machst, musst du noch besser machen. Dann sehe ich eine Chance, dass der BVB weiterkommt bei zehn Prozent“, meint Honigstein.

Neues Spiel, neues Glück also? BVB-Coach Lucien Favre sind die Fehler bewusst, die sein Team begangen hat. „Es sind Details, die wir verändern müssen“, meint der Schweizer.

Nicht verstecken, dann klappt es bei Lucien Favre und dem BVB vielleicht im Rückspiel gegen Tottenham.

Demnach muss der BVB drei Dinge anders gestalten, als im Hinspiel:

1. Cleverer sein. „Tottenham ist Dortmund spielerisch nicht weit voraus“, meint Hongistein.

2. Die richtige Balance finden zwischen Offensive und Defensive, die drei Gegentore aus der Partie im Februar wiegen schwer. Sie müssen im Spiel nach vorne egalisiert werden, hinten dürfen dabei aber keine neuen fallen.

3. Und gleichzeitig den Spielaufbau der Spurs früher und konsequenter stören – mutiger sein.

Vielleicht gibt es dann ein zweites Malaga.

Das könnte Sie ebenfalls interessierenHaarige Angelegenheit – wieder Friseurbesuch beim BVB

Verpassen Sie keine Nachricht zu Borussia Dortmund und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare