Transfer fix

Benfica gibt bekannt: Weigl erhält Vertrag mit Mega-Ausstiegsklausel

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Julian Weigl wechselt vom BVB zu Benfica Lissabon.

Julian Weigl verlässt den BVB in Richtung Portugal. Der Ex-Nationalspieler will sich bei Benfica Lissabon zurück in den Fokus spielen.

  • Julian Weigl wechselt vom BVB zu Benfica Lissabon.
  • Der Mittelfeldspieler unterschreibt bis 2024.
  • Die Portugiesen statten ihn mit einer satten Ausstiegsklausel aus.

Update 3. Januar, 8.21 Uhr: Julian Weigl ist endgültig bei Benfica Lissabon abgekommen. Die Portugiesen stellten den Mittelfeldspieler offiziell vor.

Dabei gab der Klub nicht nur bekannt, das 20 Millionen Euro Ablöse an Borussia Dortmund fließen, sondern auch ein pikantes Vertragsdetail: Weigl hat in einem Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel verankert, die bei 100 Millionen Euro greift.

Update 31. Dezember, 16.33 Uhr: Die nackten Zahlen bescheinigen Julian Weigl in der ersten Saisonhälfte eine wesentliche Rolle bei Borussia Dortmund. 13 Partien in der Fußball-Bundesliga, vier in der Champions League, zwei im DFB-Pokal - der Mittelfeldspieler erhielt unter Lucien Favre zuletzt zweifelsfrei seine Einsatzzeiten, und das nicht nur von der Bank. Dennoch ergriff er die Flucht.

"Ich bedanke mich bei meinen Mannschaftskollegen, den BVB-Mitarbeitern und allen Fans dieses großartigen Klubs für eine tolle Zeit und werde Borussia Dortmund immer im Herzen tragen", ließ Weigl wenige Stunden vor dem Jahreswechsel in einer BVB-Pressemitteilung verlauten. Sein Weg führt zu Benfica Lissabon, einem entsprechenden Wechselwunsch des 24-Jährigen gaben die Dortmunder statt.

Weigl war nicht mehr zufrieden bei den Schwarz-Gelben, bei denen seine Entwicklung nach und nach ins Stocken geriet. Dass er in dieser und der Rückrunde der vergangenen Saison mehr und mehr unter Favre zum Einsatz kam, lag in erster Linie an der Verletztensituation. Zuletzt fielen Axel Witsel und Thomas Delaney aus. Die beiden robusteren Spielertypen genießen beim Schweizer Trainer ganz offensichtlich ein größeres Ansehen als "Schlacks" Weigl.

Diesen zeichnete aber stets aus, dass er seine Rolle annahm - und ohne zu murren erfüllte. Das ist auch mit ein Grund dafür, warum Dortmund den talentierten wie vorbildlichen Fußballer für 20 Millionen Euro - jenem Betrag, den der BVB kurz zuvor für Teenager Erling Haaland ausgab - nach Portugal ziehen ließ. "Julian ist mit diesem Wunsch zu uns gekommen, und wir haben - auch aufgrund seiner Verdienste für den Verein - zugestimmt", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Im Vorjahr war das noch anders gewesen. Im Januar 2019 stand ein Wechsel zu seinem Förderer Thomas Tuchel im Raum. Unter dem heutigen Trainer von Paris St. Germain war Weigl gleich in seiner ersten Saison in Dortmund zum Nationalspieler gereift. Dem Transfer in die französische Hauptstadt schob der BVB damals aber einen Riegel vor. Der Grund: Es herrschte Not in der Innenverteidigung. Also sprang pflichtbewusst Weigl ein - und löste seine Aufgabe hervorragend.

Unter Tuchel war er auf seiner Lieblingsposition im Mittelfeld noch unersetzlich gewesen, verpasste in der Bundesligasaison 2015/2016 nur vier Spiele. Für das Ballbesitzspiel seines ehemaligen Trainers war Weigl die Idealbesetzung im zentralen Mittelfeld, da er kaum einen Ball verlor und dem Dortmunder Spiel Struktur gab.

In Favres Spiel ist er aber verzichtbar geworden - und verlor auch die Nationalmannschaft aus den Augen. Sein sechster Einsatz im DFB-Trikot lässt seit März 2017 auf sich warten. Beim portugiesischen Rekordmeister will er sich zurück in den Fokus spielen, gleichwohl er international statt der Königsklasse mit der Europa League vorlieb nehmen muss.

Julian Weigl erzielt BVB-Führung gegen RB Leipzig: Gerücht überschattet Treffer

Dortmund – Julian Weigl war der Dosenöffner – Borussia Dortmund hat in Halbzeit eins am Dienstag Tabellenführer RB Leipzig an die Wand gespielt. Der BVB-Sechser sorgte dabei für den ersten Treffer des Spiels, zog in der 23. Minute einfach aus der Distanz ab und bekam etwas Hilfe von Leipzig-Keeper Peter Gulacsi. Gesprächsthema war Weigl aber zunächst wegen einer anderen Sache.

Borussia Dortmund presste am Dienstag von Beginn an. Nach 45 Minuten hatte der BVB rund 56 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, hatte fast 57 Prozent Ballbesitz. Mitten drin: Julian Weigl. Wegen der Ausfälle von Thomas Delaney und Axel Witsel fungierte er als alleiniger Sechser. Teamkollege Julian Brandt, der in der 35. Minute sehenswert "brasilianisch" zum zwischenzeitlichen 2:0 einnetzte, positionierte sich etwas weiter vorne als Weigl in der BVB-Aufstellung. Der aber war wach, erhielt Unterstützung aus der Innenverteidigung – und zeigte sich selbst immer wieder vorne.

Julian Weigl belohnt sich mit Treffer bei BVB gegen RB Leipzig: Interesse anderer Verein geweckt?

Einer dieser Ausflüge war es schließlich, der sich für Weigl bezahlt machte. Der besonders in der vergangenen Saison zum Reservemann degradierte 24-Jährige belohnte sich mit einem Treffer – und machte sich dadurch vielleicht noch interessanter für andere Vereine. Vor dem Topspiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig am Dienstag machten nämlich Transfergerüchte rund um Julian Weigl die Runde.

Transfergerücht: Weigl könnte den BVB vielleicht schon im Winter verlassen

Wie die Bild berichtet, soll Benfica Lissabon ein großes Interesse an Julian Weigl haben. Angeblich könnte schon ein Abgang in der kommenden Wintertransferperiode möglich sein. "Nach SPORT BILD-Informationen steht Weigl-Berater Samy Wagner (Stölting Sportmanagement GmbH) auch mit Benfica Lissabon in Kontakt", heißt es in dem Bericht.

Viel Konkurrenz für Weigl beim BVB

Weigl selbst steht bei Borussia Dortmund noch bis Juni 2021 unter Vertrag, der BVB müsste also bald in die Verhandlung gehen und eine Verlängerung klarmachen. Gut möglich also, dass auch aus diesem Grund ein neues Transfergerücht rund um seine Person aufgekommen ist – um Borussia Dortmund unter Druck zu setzen.

Keine leichte Situation: Weigl vermutlich zu Gesprächen bereit

Allerdings ist die Situation für Weigl beim BVB auch nicht unbedingt einfach. Wenn Delaney und Witsel in der Rückrunde in den Kader zurückkehren, ist für ihn im Mittelfeld wieder kein Platz. Zumal sich jetzt Julian Brandt als Achter eingelebt hat und der Konkurrenzkampf dadurch kein bisschen geringer geworden ist – ganz im Gegenteil. Gesprächen mit anderen Vereinen ist er da sicherlich nicht abgeneigt.

Weigl wird nicht zum ersten Mal mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht

In der Vergangenheit war Julian Weigl auch immer mal wieder mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht worden – dem Gegner des BVB im Achtelfinale der Champions League. PSG- und Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel gilt als großer Anhänger der Spielweise Weigls. Und mit ihm hätte Tuchel wohl auch weniger Probleme als mit dem exzentrischen Superstar Neymar – der macht nämlich gerade mit einer kuriosen Statistik auf sich aufmerksam.

Das Topspiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig am Dienstag begleiteten wir im Live-Ticker und haben eine Übersicht erstellt, wie Sie die Partie live im TV und Live-Stream verfolgen können. Jadon Sancho bereite dabei dem BVB Sorgen, er musste verletzt ausgewechselt werden.

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maho

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