Zerfahrenes VfK-Spiel gegen Wiescherhöfen II

+
Nach dieser Grätsche gegen Robin Gessinger musste Christoph Wöllert vorzeitig zum Duschen.

BÖNEN -  Die Meinung war einhellig: „Das war kein richtiges Fußball-Spiel. Dafür hatte es zu viel Härte“, sagte Dennis Juraschuk, der Spielertrainer der VfK Nordbögge nach dem 1:1 (1:1) im Nachbarschaftsduell der Kreisliga A1 mit dem TuS Wiescherhöfen II. Dem pflichtete auch TuS-Coach Felix Wiggeshoff bei: „Es war viel Pfeffer drin.“ Das zeigte sich in zwei Platzverweisen und einigen gelben Karten.

Dafür bliebt das Spielerische bei beiden Mannschaften auf der Strecke, mit der Folge, dass Torchancen fast an einer Hand abzuzählen waren. Gefahr ging meist nur von Standardsituationen aus. So entstand auch der erste Treffer, der allerdings irregulär war. Denn bei dem Freistoß aus 20 Metern in der 23. Minute legte sich Robin Gessinger der Ball selbst vor, ehe er zu seinem unhaltbaren Schuss ansetzte. Statt Freistoß für Nordbögge ging es jedoch mit Anstoß für den VfK weiter.

Nordbögge glich nach einer Ecke aus: Oliver Rothkamm wuchtete den Ball per Kopf ins Netz (34.). Kurz vor der Pause setzte er den nächsten Versuch wieder nach einer Ecke allerdings über das Tor.

Nach dem Wechsel war der VfK leicht besser – zumindest als der Gegner, denn die Partie bewegte sich weiter auf ganz niedrigem Niveau. Dabei hatte Juraschuk schon zweimal verletzungsbedingt gewechselt. Aschmoneit und Cengiz Güner beklagten muskuläre Probleme. Nach nur sechs Minuten parierte TuS-Keeper Tobias Harbach glänzend den Kopfball von Rothkamm – voraus ging wieder eine Ecke (51.). Nordbögge hatte immerhin „die klareren Chancen“, wie Juraschuk befand, da es Wiescherhöfen höchstens mal aus der Distanz probierte. Einen Freistoßlupfer von Björn Kempe aus dem Mittelkreis beförderte Lars Lenser artistisch Richtung Tor, wo erneut Harbach auf dem Posten war (69.).

Nach dem zweiten rüden und taktischen Foul von Christoph Wöllert musste der VfK-Verteidiger den Platz verlassen (77.). Die Überzahl war Wíescherhöfen nicht anzumerken. Einmal musste Heller überhaupt ernsthaft eingreifen, als er gegen Florian Kahlert eine Flanke mit vollem Risiko wegfaustete (82.). Die letzte Möglichkeit gehörte Nordbögge: Harbach reagierte beim Kopfball von Rothkamm nach einer von-Glahn-Flanke bravorös (85.). Dann war Gruselkick nach einer weiteren Ampelkarte gegen Kai Geißler (87.) vorbei.

„Der Torwart hat Wiescherhöfen das Unentschieden gerettet“, sagte Juraschuk. Er sah aber wie Wiggeshoff ein gerechtes Remis. - bob

VfK: Heller – Kromke, Kempe, Wöllert – Poljsak, Aschmoneit (22. Lenser) – Hoffmann, Güner (46. Juraschuk), von Glahn – Müller (64. Wiggermann) – Rothkamm

TuS II: Harbach – Lysk (60. Hilbk-Kortenbruck), Stapert, Piesch, Josefiak – Abbi, Geißler – Gessinger, Jami (60. Bruns), Kahlert – Gürnth

Tore: 0:1 Gessinger (23.), 1:1 Rothkamm (34.)

Gelb-Rote Karten: Wöllert wegen wiederholten Foulspiels (77.), Geißler wegen Meckerns (87.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare