Zweiter Saisonkampf der Bönen

TuS will in Witten die Handbremse lösen

Mit seinem Trainerkollegen Sebastian Strzalka will Marvin Manz (oben) bis kurz vor Beginn an der Aufstellung feilen.
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Mit seinem Trainerkollegen Sebastian Strzalka will Marvin Manz (oben) bis kurz vor Beginn an der Aufstellung feilen.

Der Auftakt nach der langen Pause hat Lust auf mehr gemacht, und deshalb fahren die Ringer der TuS Bönen am Samstag auch mit großer Vorfreude zum KSV Witten, wo ab 16 Uhr (Waage 15.30 Uhr) der Kampf gegen die dritte Mannschaft ansteht. Und es sieht danach aus, dass diesmal mehr Bönener in den Genuss kommen, auch tatsächlich auf der Matte ihr Können zu beweisen.

Bönen – Beim ersten Auftritt zuhause gegen den KSV Kirchlinde II (43:22) erhielten einige Bönener schon die Punkte, weil sie in der MCG-Halle das richtige Gewicht auf die Waage brachten, denn das Aufgebot der Dortmunder wies Lücken auf. Doch Witten, das noch über eine Bundes- und eine Oberliga-Mannschaft verfügt, stellte am vergangenen Wochenende mit Ausnahme der Frauen-Klasse in allen Kämpfen Athleten und gewann beim KSV Hohenlimburg mit 36:34.

„Das wird eine sehr schwierige Aufgabe. Da Witten eine gute Jugend hat, gehe ich davon aus, dass alle auch gut ringen können. Und Hohenlimburg ist alles andere als schwach“, sagt TuS-Trainer Marvin Manz. Er fordert, die Handbremse zu lösen, die er beim ersten Kampf bei sich selbst und bei anderen noch bemerkt hat.

Fast unveränderter Kader

Die Bönener werden vorerst fast den gleichen Kader ins Rennen schicken, der gegen Kirchlinde erfolgreich war. In Pascal Schmidt (98 kg) muss lediglich einer der Werrieser Gastringer aus beruflichen Gründen passen. „Wir haben auch noch ein paar Leute in der Hinterhand“, will sich Manz bei der endgültigen Aufstellung nicht in die Karten schauen lassen und verweist auf die 18-köpfige Mannschaft.

Ein paar Fragezeichen gibt es bereits im Vorfeld. So hatten die Bönener in 66 kg zuletzt keinen Kämpfer – und auch diesmal hat Manz für die drei leichtesten Klassen mit Selimsolta Muluev und Devid Stabel nur zwei Youngster in petto. „Wir müssen eine Klasse unbesetzt lassen, aber wir werden noch gucken, wie wir das aufstellen“, will der TuS-Trainer erst das Wiegen abwarten, um zu sehen, wen Witten aufbietet: „Das ist immer ein taktisches Mittel nach der Waage.“ Gegen Hohenlimburg hatten die sieben KSV-Kämpfer sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde gerungen. Einen Ersatzmann wie bei den Bönenern gab es nicht.

Bei den schwereren Jungs von 75 bis 98 kg stehen der TuS neben Manz erneut Sergej Didrich, Marc Strzalka, Jan Mentler und Oguz Aydinoglu zur Verfügung. Auch in diesem Bereich wollen Manz und sein Trainerkollege Sebastian Strzalka das Abschlusstraining am Freitag für ihre Entscheidung abwarten. Im Schwergewicht brennen Fehmi Güney und Bedri Ünal auf ihre nächsten Siege. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn du variieren kannst“, freut sich Manz.

Überhaupt sieht es gerade gut aus bei der TuS. „Ich bin insgesamt glücklich, wie viele sich nach Corona zurückgemeldet haben“, sagt Manz. Zuerst war er noch skeptisch, wie sich die Situation zum Saisonstart darbieten würde. „Aber dafür gab es keinen Grund.“ Im Verlauf der Zeit erklärten sich immer mehr Sportler bereit, mitzuringen.

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