Aufstieg in die Fußball-Westfalenliga:

Yusuf Kilic will mit IG Bönen "ein echtes Projekt" in Angriff nehmen

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Yusuf Kilic (Mitte) bei seiner Vorstellung in Bönen mit Trainer Ferhat Cerci und Präsident Kemal Cakir.

Bönen – Auf dem Weg in die Westfalenliga soll Yusuf Kilic, 26,  die Defensive des Fußball-Landesligisten IG Bönen verstärken. Der Gevelsberger hat zuletzt einige Stationen in Deutschland und auch als Profi in der Türkei durchlaufen. Er ist Innenverteidiger und für drei Jahre an den Verein gebunden worden. Warum, das erzählt er im WA-Gespräch.

Wie kommt man von Eintracht Hohkeppel aus Lindlar zur IG Bönen?

Auch dort wird gerade etwas Großes aufgebaut, auch da gibt es Visionen. Und als ich aus der Türkei zurückgekommen bin, hat mich mein alter Düsseldorfer Trainer, der jetzt dort ist, dahin geholt. Aber in Bönen hat mir der Verein eine Ausbildung angeboten, so haben wir uns geeinigt. Die Philosophie bei den Bönenern passt zu mir und ich versuche dabei zu helfen, etwas Gutes aufzubauen. 

Wie ist der Konktakt zur IG Bönen entstanden? 

Durch einen alten Mitspieler bei Westfalia Herne. Der Kontakt besteht etwa seit April, daraus ist schnell eine gute Verbindung geworden und wir waren auch schnell auf dem selben Nenner. 

Bekannte Spieler mit Qualität verpflichtet

Haben Sie sich schon schon mit dem neuen Team ein wenig vertraut gemacht; kennen Sie die neuen Mitspieler? 

Jein. Ich kenne nur einen Mitspieler aus meiner Zeit in Herne, das ist Ersin Kusakci. Aber ich weiß, dass der Verein andere bekannte Spieler verpflichtet hat, die Qualität reinbringen, wie zum Beispiel der Spieler von Borussia Dortmund (Arif Et, d. Red.). Ansonsten kann ich wenig sagen, da ich in den letzten drei Jahren wenig in dieser Region gespielt habe, weil ich in Hildesheim und bei zwei türkischen Vereinen war.

 

Stationen in der Türkei sehr professionell

Wie waren Ihre Erfahrungen auf den beiden Türkei-Station Gümüshanespor und Amed SK? Wie gut sind Niveau und Infrastruktur?

 Dort, wo ich gespielt habe, liegt das Niveau zwischen einem mittelmäßigen Drittligisten und einem Top-Regionalligisten. Was ich erlebt habe, vor allem bei meinem letzten Verein, waren Top-Profibedingungen. Der Verein hat ein tolles neues Stadion und auch die Fans in der 2. oder 3. türkischen Liga sind überragend. Man war nicht nur auf dem Platz Profi, man fühlte sich auch sonst in allen Bereichen als Profi. 

Sie haben einen Vertrag bei der IG Bönen über drei Jahre? 

Ja, das entspricht der Zeit meiner Ausbildung. 

Womit hat der Verein Sie neben der beruflichen Perspektive noch überzeugt? 

Der Verein ist zwei, drei Jahre hintereinander aufgestiegen. Ferhat Cerci hat mir die Zukunftspläne vorgestellt und von A bis Z alles vorgelegt. Ich habe schnell gesehen, dass man wirklich etwas aufbauen will. Das ist ein echtes Projekt. Und warum sollte ich nicht daran teilnehmen? 

Profivertrag der größte Erfolg

Sie spielen vornehmlich Innenverteidiger. Wo sehen Sie da ihre Stärken? 

Ich denke, die liegen im Spielaufbau, in der Zweikampfstärke und im Defensivkopfball. Ich habe in den letzten drei Jahren auf gutem Niveau gespielt, davon in den letzten zwei Jahren im Profibereich. 

Was war denn Ihr bisher größter Erfolg? 

Der war vor zwei Jahren, da habe ich meinen ersten Profivertrag unterschrieben. Das ist doch das Maß aller Dinge für jeden Fußballer. Klar, ich hätte gerne einmal – wie jeder andere auch – die Champions League gewonnen, aber dazu hat es nicht gereicht. 

Nun aber zumindest für den Aufstieg in die Westfalenliga mit der IG Bönen? 

Klar, wir haben unser Ziel, aber man kann es nicht erzwingen. Man will es schaffen, natürlich. Wir müssen hart daran arbeiten und von Spiel zu Spiel denken. Dann wird man, denke ich, auch belohnt.

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